3 Dinge, die bei BVB gegen Legia Warschau auffielen: Debütanten-Ball, Götze und Guerreiro überragend

Borussia Dortmund meldet sich mit einem dicken Ausrufezeichen in der Königsklasse zurück. Bei Legia Warschau spielten sich die Westfalen in einen regelrechten Rausch und fertigten überforderte Polen mit 6:0 (3:0) ab. Zusammen mit Thomas Tuchel feierten gleich sechs Borussen ihre Debüts. Derweil kommt Mario Götze immer besser in Fahrt und Guerreiro überzeugte im Mittelfled - 3 Dinge, die auffielen.

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Debütanten-Ball beim BVB

Vor dem Champions-League-Auftakt von Borussia Dortmund gegen Legia Warschau war ein Debüt in aller Munde: das von Thomas Tuchel. Doch der Trainer der Borussia war nicht der Einzige, der an diesem Abend das erste Mal Königsklassen-Luft schnuppern durfte. Fünf weiteren Debütanten verhalf der Coach zum ersten Auftritt im wichtigsten europäischen Fußball-Wettbewerb.
Christian Pulisic, Raphaël Guerreiro, Ousmane Dembélé und Julian Weigl durften von Beginn an ran, Emre Mor wurde eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Das beste daran: Von Nervosität, Unsicherheit oder weichen Knien war bei keinem der jungen Wilden etwas zu spüren. Ein Zeichen von Reife, oder der Qualität des schwachen Gegners geschuldet, der niemanden in Schwarz-Gelb ernsthaft vor Probleme stellen konnte. Wahrscheinlich von beidem etwas.
Weigl schwärmte:
Pulisic stellte ganz nebenbei auch einen internen Vereinsrekord auf. Er ist der jüngste Spieler, der jemals für Borussia Dortmund in der Champions League auflief.

Götzes Fingerzeig (inkl. Tor-Comeback)

Nach einer ansprechenden ersten Hälfte im Bundesligaspiel bei RB Leipzig durfte Götze auch gegen Warschau wieder von Beginn an ran. Zur Freude seines Coaches Tuchel bestätigte er die gute Leistung aus der Liga und legte sogar noch einen drauf.
In der 7. Spielminute erzielte der Nationalspieler die Führung gegen heillos überforderte Polen – per Kopf. Sein erster Pflichtspieltreffer seit seinem Comeback in Schwarz-Gelb.
Götze zeigte sich spritzig und spielfreudig, bildete zusammen mit Raphaël Guerreiro die Schaltzentrale im zentralen offensiven Mittelfeld und unterstützte Julian Weigl – wenn nötig - im Spielaufbau. Sprich: Götze war überall.
Bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute hatte er 73 Ballaktionen, schoss fünf Mal aufs gegnerische Tor, legte vier weitere Torschüsse auf und gewann 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Es geht bergauf für den Rückkehrer.
Götze bilanzierte:

Allzweckwaffe Guerreiro

Bei der EM in Frankreich konnte man es bereits erkennen: Raphaël Guerreiro ist eine enorme Bereicherung für Borussia Dortmund. Allerdings haben ihn fast alle Experten als direkten Konkurrenten für Marcel Schmelzer auf der linken Verteidiger-Position gesehen, dort, wo er auch bei Europameister Portugal einen Stammplatz sicher hat.
Thomas Tuchel sieht aber mehr als nur einen Außenverteidiger im gebürtigen Franzosen. Im Vergleich zum Spiel in Leipzig veränderte der 43-Jährige das System in ein 4-1-4-1. Die dribbelstarken Dembélé und Pulisic wirbelten auf den Flügeln, Guerreiro rückte als zweiter offensiver Mittelfeldspieler neben Götze - und Weigl blieb als alleiniges Bindeglied zwischen Defensive und Offensive auf der Sechserposition zurück.
Ein taktischer Kniff, der vor allem für den Portugiesen aufging. Guerreiro war der beste Mann auf dem Feld, schlug gefährliche Standards, wie den zum 2:0 durch Sokratis (15.), war der laufstärkste Spieler auf dem Feld, und spielte kaum einen Fehlpass (87 Prozent Passquote).
"Ich habe immer Linksverteidiger gespielt. Ich bin auch in der Überzeugung nach Dortmund gekommen, dort weiter zu spielen. Aber ich bin beim BVB, um hier zu lernen. Wenn der Trainer mich im Mittelfeld aufstellt, versuche ich das Beste aus meiner Aufgabe zu machen", sagte Guerreiro im Interview mit den "Ruhrnachrichten".
Zudem kam sein Treffer zum 4:0. In der Form ist Guerreiro definitiv auch ein Mann für die Startelf gegen Darmstadt am kommenden Samstag (ab 15:30 Uhr im Liveticker). Dass er gleich auf mehreren Positionen eine echte Waffe sein kann, dürfte Taktikfuchs Tuchel äußerst gut gefallen.
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