BVB bedankt sich bei Roman Bürki nach Einzug ins Achtelfinale
Publiziert 11/12/2019 um 01:06 GMT+1 Uhr
Roman Bürki hat mit seinen zahlreichen Glanzparaden dafür gesorgt, dass Borussia Dortmund am Dienstagabend den so wichtigen 2:1-Sieg gegen Slavia Prag landete. Das Ticket für das Achtelfinale in der Champions League ist damit gebucht. BVB-Trainer Lucien Favre und die Mannschaft wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Denn vermutlich hat Bürki so auch eine ganze Saison gerettet.
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Es war die pure Erleichterung, die im Signal-Iduna-Park zu spüren war. Borussia Dortmund hat sich mit einem 2:1 gegen Slavia Prag ins Achtelfinale der Champions League gespielt, gekämpft, geduselt. Gehalten hat indes BVB-Torwart Roman Bürki - und zwar weltklasse.
Laut Augenzeugen kam BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem nervenaufreibenden Spiel auf den Rasen, klatschte mit jedem Spieler ab - nur nicht Bürki. Den umarmte er herzlich. Alle wussten, bei wem sie sich an diesem Dienstagabend bedanken mussten.
Der sechste Einzug ins Achtelfinale aus den letzten sieben Teilnahmen in der Champions League war perfekt.
Lob von allen Seiten für BVB-Keeper Bürki
"Er war unglaublich. Fantastisch!", schwärmte Trainer Lucien Favre bei "Sky", während Kapitän Marco Reus seinem Schlussmann ebenfalls ein "großes Kompliment" aussprach.
Die Bilanz des Schweizer Keepers war in der Tat beachtlich: Jadon Sancho (10.) und Julian Brandt (61.) trafen, Bürki zeigte sieben Paraden - es war sein persönlicher Rekord in der Königsklasse.
Egal ob aus der Distanz oder aus der Nähe - Bürki war zur Stelle und nahm somit dem Gegner in entscheidenden Phasen den Schwung. Vor allem den von Reus gefährlich abgefälschten Ball (34.) noch über die Latte zu lenken, war eine Riesentat. Beim Gegentor von Tomáš Soucek (43.) war er machtlos, bei Prags aberwitzigster Chance hatte er Glück (71.).
So überragend Bürki sein Gehäuse beschützte, so bescheiden zeigte er sich hinterher und sagte:
Auch "einen ausgeben" müssten ihm seine Kollegen nicht. "In den letzten Wochen konnte ich fast keine Paraden zeigen, jetzt konnte ich mal wieder etwas zeigen. Meine Kollegen müssen mir dafür natürlich nichts ausgeben, dafür bin ich da", sagte er.
Abwehrspieler Mats Hummels versprach ihm immerhin einen "Bircher-Müsli" - Bier sei ohnehin nichts für den "Asketen" Bürki. Eine Aufmerksamkeit, die ein Schmunzeln bei Bürki hervorrief.
Zum Schmunzeln war den BVB-Anhängern während der Partie freilich nicht oft zumute. Favre nannte es ein "verrücktes Spiel", Hummels einen "wilden Ritt". Grund dafür war einerseits die haarsträubende Chancenverwertung nach Kontern und andererseits der starke Auftritt der Tschechen, die nicht viel schlechter waren. Aggressiv im Zweikampf, laufstark und niemals aufgebend waren sie eine große Hürde für die Schwarz-Gelben.
Starker Auftritt von Slavia
"Sie haben in der Defensive eine 1:1-Manndeckung über das ganze Feld gespielt - das war unheimlich mutig. Hut ab!", zollte Hummels dem Gegner Respekt.
Hinzu kam, dass er und seine Kollegen zu oft in der Vorwärtsbewegung den Ball verloren. Das Spiel ging hin und her. Die Balance zwischen Abwehr und Angriff ging phasenweise komplett verloren. Reus kritisierte:
Dennoch hat es sicher auch Schwung erzeugt, denn Erfolge wie dieser schweißen bekanntlich zusammen. Nach turbulenten Wochen, in denen alles beim BVB infrage gestellt wurde, kann das nur heilende Folgen haben.
In der Bundesliga muss jetzt zwingend nachgelegt werden, damit die Meisterschaft in Dortmund ein Thema und Favres Job sicher bleibt. Hummels weiß: "Er ist in den letzten Wochen emotionaler und energischer geworden, das überträgt sich auch auf uns."
Wenn Favres Input und das neue "Wir-Gefühl" weiter derartig wirken, kann es doch noch eine große Saison für den BVB werden.
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