Jürgen Klopp wirkte nach dem so wichtigen Triumph von Budapest erleichtert und setzte den wirren Rücktrittsgerüchten ein für allemal ein Ende. "Wir sind alle komplett davon überzeugt, dass wir zum einen die richtige Mannschaft haben und zum anderen den richtigen Trainer haben", sagte der Teammanager des FC Liverpool nach dem 2:0 (0:0)-Sieg gegen RB Leipzig im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei "Sky".
Die Krise des englischen Meisters hatte zuletzt Spekulationen befeuert, die Klopp nun endgültig ins Reich der Märchen verwies.
"Meine Trainerkarriere ist so verlaufen: Ich brocke mir die Probleme selbst ein und muss sie auch selber auslöffeln. Mir zahlt keiner eine Abfindung und sagt: 'Geh nach Hause und es sollen andere machen'. Ich muss das immer schön selber machen", sagte der 53-Jährige. Und er scheint es wieder zu schaffen. Der Erfolg gegen die Leipziger könnte ein erster Schritt raus aus der Talsohle sein, die Liverpool in der englischen Premier League sehr wahrscheinlich alle Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung gekostet hat.
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Klopp, der in den vergangenen Tagen immer wieder mit Fragen zu einem möglichen Rücktritt im Sommer konfrontiert worden war, war mit den Leistungen seiner Mannschaft zuletzt nie wirklich unzufrieden. Doch die Ergebnisse passten nicht, seine Spieler schlugen sich durch haarsträubende Fehler oft selbst, und drei Liga-Niederlagen in Serie verstärkten den Druck auf den Deutschen. Umso zufriedener war Klopp, dass die Reds diesmal eine starke Performance ohne Patzer ins Ziel brachten.

FC Liverpool mit guter Ausgangslage fürs Rückspiel

"Ich glaube viele Leute haben gedacht: 'Das wird wirklich schwer für Liverpool' - und das war es, aber wir haben es geschafft", sagte er. Zu verdanken hatte es Klopp seinen Star-Stürmern Mohamed Salah (53.) und Sadio Mane (58.), die vor ihren Treffern individuelle Fehler der Leipziger Marcel Sabitzer und Nordi Mukiele eiskalt ausnutzten.
Für das Rückspiel am 10. März, dessen Austragung an der legendären Anfield Road aufgrund der in Großbritannien umhergehenden Corona-Mutation noch nicht sicher ist, könnte die Ausgangslage kaum besser sein.
Doch Klopp warnte auch. "Wir wissen, dass das Ding noch nicht durch ist. Wir sind ja nicht doof", sagte er bei "DAZN" nach dem coronabedingt nach Budapest verlegten Hinspiel. Bis zum zweiten Duell sind es aber noch drei Wochen hin.
Und in der Zwischenzeit muss Liverpool, in der Liga auf Rang sechs abgerutscht, hart dafür kämpfen, auch in der kommenden Spielzeit in der Königsklasse vertreten zu sein. Gleich am Samstag (18.30 Uhr) steht das Merseyside-Derby gegen den FC Everton an. Dort will Klopp den Auswärtstrend bestätigen.
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(SID)

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