PSG - FC Bayern: Warum das Fußball-Wunder für die Münchner in Paris keines wäre
Der FC Bayern München muss in Paris eine 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen, um den Traum von der Titelverteidigung in der Königsklasse am Leben zu halten. Eine Herkulesaufgabe, die den Münchnern aber allemal zuzutrauen ist. Nicht nur, weil die Bayern trotz der Niederlage ordentlich Optimismus aus dem Hinspiel ziehen, sondern auch weil bei PSG ein alter Spielfilm anspringen könnte.
Eric Maxim Choupo-Moting vom FC Bayern
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Eines steht jetzt schon fest: Sollte sich der FC Bayern am Dienstagabend im Pariser Prinzenpark (ab 21:00 Uhr im Liveticker) in den Armen liegen und den Einzug ins Halbfinale feiern, wäre dem Historisches vorausgegangen. Denn erst einmal in ihrer Geschichte gingen die Münchner in der Champions League nach einer Heimspiel-Niederlage ins Rückspiel - ohne Happy End.
Das war in der Saison 2016/2017, ebenfalls im Viertelfinale. Der Gegner hieß damals Real Madrid und gewann mit 2:1 in der Allianz Arena. Im Rückspiel im Estadio Santiago Bernabéu retteten sich die Bayern durch einen Treffer von Robert Lewandowski und ein Eigentor von Sergio Ramos noch in die Verlängerung, dort ließen Cristiano Ronaldo (105./109.) und Marco Asensio (112.) den bajuwarischen Halbfinaltraum binnen sieben Minuten zerplatzen.
In Paris stellt sich die Situation nun noch ein bisschen komplizierter dar. 2:3 hieß es nach 90 schneedurchtriebenen Minuten vor sechs Tagen in München. Ein Sieg mit mindestens zwei Toren Unterschied wird nun wohl her müssen. Heißt: Trifft Paris im eigenen Stadion ein Mal, müssten die Münchner dies zwangsläufig gleich dreifach tun. Nur bei 3:2 geht's in die Verlängerung - Bayern wäre bei 4:3, 5:4 etc. weiter.
Es wartet eine Herkulesaufgabe, keine Frage - aber die ist den Bayern aus mehreren Gründen zuzutrauen.
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Mission Impossible? Bayern muss PSG-Festung stürmen
Quelle: Perform
FC Bayern: 31 Torschüsse im Hinspiel
Da wäre zum einen das verlorene Hinspiel. Wie bitte? Ja, genau, die 2:3-Pleite gegen PSG, die mit etwas mehr Fortune auch 5:3 oder 6:3 hätte enden können, wie es Thomas Müller formulierte.
Der FC Bayern schoss insgesamt 31 Mal auf das gegnerische Tor, ließ beste Chancen liegen und scheiterte letztlich, so deutlich kann man es sagen, einzig und allein am eigenen Chancenwucher.
"Wenn wir uns wünschen könnten, dass das Spiel genau so abläuft, mit 31 Torschüssen, und wenn wir dann die Kaltschnäuzigkeit erhöhen, sollte dies das Rezept sein", sagte Müller auf der Pressekonferenz am Montag und gab sich zuversichtlich: "Wir wären froh, wenn wir wieder so viele Torchancen bekommen. Wir müssen in Detail-Situationen bessere Entscheidungen treffen. Da haben wir einiges analysiert und ich hoffe, dass wir das umsetzen können."
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Choupo-Moting vs. Marquinhos - Bayern vs. PSG
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Wenn es an Effizienz fehlt, dann trifft es eine Mannschaft natürlich doppelt hart, wenn die beiden effizientesten Offensivspieler fehlen. Lewandowski (im Lauftraining nach Bänderdehnung) und Serge Gnabry (Coronainfektion) sind nicht mit an die Seine gereist, hoffen stattdessen, dass die Verbliebenen für Tore sorgen und bei PSG der alte Spielfilm wieder anspringt.
PSG: Werden böse Erinnerungen wach?
Genau, da war doch was! Paris Saint-Germain ist schließlich bekannt dafür, gute Ausgangssituationen nach Hinspielen in der Champions League noch zu verspielen. Man erinnere sich an das 4:0 im Achtelfinal-Hinspiel 2016/17 gegen den FC Barcelona, dem im Rückspiel eine 1:6-Pleite im Camp Nou und damit das wohl spektakulärste Comeback der Champions-League-Geschichte folgte.
Nur zwei Jahre später wähnte sich PSG nach einem 2:0-Sieg im Old Trafford gegen Manchester United schon im Viertelfinale, zuhause verlor man dann jedoch mit 1:3 und schied abermals im Achtelfinale aus. Im Lager der Franzosen schwingt die Angst einer neuerlichen Wendung ins Negative unterbewusst mit. Trotz des Finaleinzugs im vergangenen Jahr ist der Mannschaft in der Königsklasse noch immer nicht so recht zu trauen.
Trainer Mauricio Pochettino stapelt deshalb bewusst tief: "Bayern ist momentan die beste Mannschaft der Welt und immer noch der Favorit", betonte der Argentinier, die Chancen aufs Weiterkommen stünden "weiter 50:50".
Aussagen, in denen sicherlich auch die eigenen negativen Erfahrungen gegen Bayern München mitschwingen. Im Oktober 2019 ging der 49-Jährige als Trainer von Tottenham Hotspur in der Gruppenphase mit 2:7 im eigenen Stadion gegen den späteren Champions-League-Sieger unter.
FC Bayern: Flick gibt das Mindset vor
Große Mannschaften zeichnet aus, mit dem Rücken zur Wand über sich hinaus zu wachsen. Dass die Münchner eine große Mannschaft sind, steht außer Frage. Es wäre daher irgendwie passend, wenn Hansi Flick und die Seinen ihrer unglaublichen gemeinsamen Geschichte ein weiteres Highlight hinzufügen würden.
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Bayern-Trainer Hans-Dieter Flick
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Und der Optimismus, dass dies auch gelingt, ist beim Trainer gegeben: "Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe wird, werden aber alles reinschmeißen. Wir haben schon am Mittwoch den Fokus auf das Rückspiel gelegt. Morgen müssen wir schauen, dass wir genau so eine Effizienz an den Tag legen wie Paris im Hinspiel. Dann bin ich guter Dinge", sagte Flick auf der Pressekonferenz am Montag und gab das Mindset vor:
Eine kleine, historische Überraschung.
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Robben-Comeback bei Bayern? Müller schreitet ein: "Halt, Stopp!"
Quelle: Perform
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