FC Bayern redet nach Niederlage beim FC Villarreal Tacheles: "Mit 1:0 noch sehr gut bedient"

Der FC Bayern München verliert im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League völlig verdient 0:1 (0:1) beim FC Villarreal und ist mit der knappen Niederlage sogar noch gut bedient. Nach dem Spiel analysieren die Bayern-Spieler und Trainer Julian Nagelsmann durchaus ehrlich - sind sich vor allem aber sicher, die Sache in München noch drehen zu können. Die abgeschaffte Auswärtstorregel hilft dabei.

Joshua Kimmich im Spiel gegen den FC Villarreal

Fotocredit: Getty Images

Nicht nur Leon Goretzka ging mit einem blauen Auge vom Platz - die Bayern können sich nach dem 0:1 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Villarreal generell glücklich schätzen, das Duell mit einem Sieg in München am kommenden Dienstag noch drehen zu können.
Die Abschaffung der Auswärtstorregel macht dabei vieles einfacher: So reicht Bayern im Rückspiel jeder Heimsieg mit einem Tor Unterschied zumindest schon mal für die Verlängerung (1:0, 2:1, 3:2 etc.). Und jeder andere fürs Halbfinale.
"Das einzig Gute ist, dass wir noch ein Spiel haben", meinte Joshua Kimmich. "Durch das Ergebnis lebt auf jeden Fall die Zuversicht fürs Rückspiel. Wir werden ein anderes Gesicht zeigen müssen, und das können wir auch", sagte Nagelsmann.
Nach dem 0:1 in der spanischen Kleinstadt (51.000 Einwohner) war bei der Analyse des Spiels jedoch erstmal Tacheles angesagt.

FC Bayern: Kimmich bemängelt Einstellung

"Es lag vor allem an unserer Herangehensweise. In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht da. Am Ende muss man sagen, dass wir mit dem 1:0 noch gut bedient sind", meinte Kimmich schonungslos: "Wir haben den Gegner, der nicht übermächtig war, selbst stark gemacht. Wir konnten unsere Qualität überhaupt nicht zeigen."
Eine Einschätzung, die auch Thomas Müller bei "DAZN" teilte. "Wenn's blöd läuft, kann es höher ausgehen", sagte er und benutzte für die Leistung der Bayern das Wort "außerplanmäßig". Man habe "offensiv nicht die Power" gehabt, um Villarreal ernsthaft zu gefährden. Ein alarmierendes Zeichen.
"Wir wollten, aber wir konnten nicht so richtig. Es hat ein bisschen so gewirkt, als hätte die Spritzigkeit gefehlt", erklärte sich Müller die Leistungsverpuffung.

Nagelsmann spricht von Harakiki

"Wir haben kein gutes Spiel gemacht, in allen Bereichen", ging auch Nagelsmann hart mit seinen Spielern ins Gericht: "Der Gegner hätte noch ein, zwei Tore mehr machen können. Wir waren nicht gut und haben verdient verloren."
Zwar hätten seine Bayern nach dem Seitenwechsel mehr Engagement an den Tag gelegt, dieses aber nicht wirklich effizient in Chancen umsetzen können. "In der ersten Halbzeit hatten wir wenig Power und keinen guten Ballgewinn. In der zweiten Halbzeit war's dann wild, fast Harakiri. Wir haben auch die Kontrolle ein bisschen aufgegeben", analysierte der Coach.
Fürs Rückspiel wissen die Bayern nun immerhin, welch harter Brocken ihnen da zugelost wurde. "Man hat gesehen, dass das kein Gegner ist, über den man einfach drüber spazieren kann", sagte Müller: "Das 1:0 nehmen wir so mit. Jetzt werden wir uns aufrappeln, es ist erst die Halbzeit. Wir wissen schon, was nächsten Dienstag zu tun ist."
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Fan-Aufreger: Dieser Elfmeter ist voll für den A...

Quelle: Perform

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