FC Bayern: Jamal Musiala straft FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge Lügen: Eine Wirtz-Eloge mit Wirkung

Im Vorfeld des deutschen Giganten-Duells zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen waren alle Augen auf den Münchner Ausnahmekönner Jamal Musiala und dessen Werkself-Widersacher Florian Wirtz gerichtet, der wenige Tage zuvor noch von höchster FCB-Stelle als "bester Spieler Deutschlands" gepriesen worden war. Eine Aussage, die Musiala als Ansporn diente - obwohl er selbst den Ahnungslosen mimte.

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Quelle: Perform

Sticheleien, Verunsicherungsversuche, das Brechen von Kodexen - all das hat beim FC Bayern vor großen Spielen mittlerweile Tradition. Und da man Traditionen - ganz besonders im traditionsreichen München - bekanntlich wahren sollte, ließ es sich Karl-Heinz Rummenigge nicht nehmen, dem anstehenden Champions-League-Duell mit Bayer Leverkusen eine ganz besondere Würze beziehungsweise Wirtz(e) zu verleihen.  
Fliegen normalerweise wohl dosierte Giftpfeile in Richtung des größten nationalen Widersachers (einst Dortmund, mittlerweile Leverkusen), wählte der langjährige FCB-Vorstandschef im Interview mit der "Abendzeitung" diesmal ein anderes, ein deutlich perfideres Mittel: Honig ums Maul schmieren.
Bei Bayer 04, dem Klub, der es gewagt hatte, die über eine Dekade anhaltende Münchner Dauer-Dominanz in der Bundesliga zu brechen, spiele laut Rummenigge mit Florian Wirtz der aktuell "beste Spieler Deutschlands". Und dementsprechend müsse man alles unternehmen, ebenjenen Florian Wirtz von Leverkusen an die Isar zu locken, das sei "ganz klar das Ziel".
Der Honig, den man den Rivalen aus dem Rheinland da ums Maul geschmiert hatte, war also - wenig verwunderlich - vergiftet. Auf der einen Seite das Lob für Wirtz und die Leverkusener, die ihn auf Profiebene (in der Jugend wurde Wirtz beim 1. FC Köln ausgebildet) auf dieses hohe Level gebracht hatten.

"Schlag ins Gesicht für Musiala"

Andererseits aber eben auch die Drohgebärde, dass man mit der bayrischen Strahl- und Finanzkraft sämtliche Hebel in Bewegung setzen werde, um den "besten Spieler Deutschlands" auch zum - so das Münchner Selbstverständnis - besten Verein Deutschlands zu holen.
Dafür ging Medienprofi Rummenigge bewusst sogar das Risiko ein, sich im eigenen Verein und dessen Peripherie eine blutige Nase abzuholen. Der 69-Jährige implizierte mit seiner Wirtz-Eloge nämlich auch: Jamal Musiala ist NICHT Deutschlands bester Kicker.
Als "Schlag ins Gesicht für Musiala" wertete beispielsweise Ex-Bayern-Star Lothar Matthäus die Rummenigge-Aussagen bei "Sky 90". Er wisse, dass die "Musiala-Seite nicht erfreut war".
Sollte es tatsächlich ein "Schlag ins Gesicht" für Musiala gewesen sein, dann hat er ihn jedenfalls in beeindruckender Manier weggesteckt und Rummenigge Lügen gestraft.

Wirtz bleibt komplett blass, Musiala strahlt

Während Wirtz in der Münchner Allianz Arena beim 0:3 seiner Leverkusener kein Land sah (0 Torschüsse), immer wieder haderte, Dribbling um Dribbling in den Sand setzte (16 Ballverluste) und in der 81. Minute bei seiner Auswechslung kopfschüttelnd das Feld verließ, avancierte Musiala neben dem überragenden Harry Kane zum entscheidenden Mann.
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Florian Wirtz (l.) war bedient

Fotocredit: Getty Images

Neben seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 aus Bayern-Sicht (54.), bei dem er zugegebenermaßen von einem eklatanten Fehler von Leverkusens Schlussmann Matej Kovar profitierte, zauberte sich Musiala immer wieder durch die überforderte Bayer-Hintermannschaft, brachte sich in aussichtsreiche Schusspositionen und hatte stets das Auge für den besser postierten Nebenmann.
Sinnbildlich: Als die Messe längst gelesen war und Wirtz auf der Bank wie ein Rohrspatz schimpfte, schickte Musiala den routinierten Mario Hermoso mit einem sehenswerten Hackentrick ins Kino und bediente den eingewechselten Joao Palhinha, der letztlich das Kunststück fertigbrachte, den Ball über das leere Tor zu setzen.

Musiala mimt den Ahnungslosen

Es wäre das 4:0 und mutmaßlich das endgültige Aus für Wirtz und Co. im Kampf um das Champions-League-Viertelfinale gewesen. Am Ende war es ein kleiner Wermutstropfen in einer Machtdemonstration.  
Einer Machtdemonstration der Bayern in puncto Vormachtstellung im deutschen Fußball - aber auch einer Machtdemonstration im viel beachteten Aufeinandertreffen zwischen Wirtz und Musiala um den fiktiven Titel "bester Spieler Deutschlands."
Komplett abgehakt war die Thematik damit aber noch nicht. Wie er denn zu der Rummenigge-Einschätzung stehe, wurde Musiala im Nachgang gefragt. Die Antwort: "Ich habe davon nichts mitbekommen." Wer’s glaubt …
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Quelle: Perform


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