FC Bayern feiert dominanten Sieg in der Champions League gegen den FC Chelsea: Für Hoffenheim gar nicht so schlecht
Der FC Bayern München feiert mit dem 3:1 (2:1) gegen den FC Chelsea einen Auftakt nach Maß in die neue Saison der Champions League. Die Auftritte von Harry Kane, Michael Olise und Co. veranschaulichen dabei, dass es mit der "Hoffenheim"-Tiefstapelei ihres Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß nicht weit her ist. Denn auf und neben dem Platz wird immer mehr klar: Da wächst was heran im Bayern-Team.
Kompany adelt Kane: "Schaut euch seine Arbeit ohne Ball an"
Quelle: Perform
Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie, dass Vincent Kompany in der Nachspielzeit, als die Schlacht gewonnen war, in Tom Bischof ausgerechnet einen Ex-Hoffenheimer einwechselte.
Vor dem Champions-League-Auftakt des FC Bayern München gegen den FC Chelsea war der Name des Sinsheimer Stadtteils nämlich in aller Munde gewesen.
Schuld daran war mal wieder Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der angesichts der finanzkräftigeren Gegner - vornehmlich aus England - meinte, seine Bayern würden "so wie Hoffenheim in die Champions-League-Saison gehen". Als Außenseiter, meinte er.
Nach dem Spiel gegen den amtierenden Conference-League-Sieger und Klub-Weltmeister muss man konstatieren: Für Hoffenheim war das gar nicht schlecht.
3:1 siegten die Münchner mit einem fast schon gewohnt dominanten Auftritt; angeführt vom leichtfüßigen Michael Olise, dem treffsicheren Harry Kane und dem nimmermüden Schwungrad namens Konrad Laimer rückten die Bayern das schiefe Bild ihres Sprachrohrs vom Tegernsee zurecht.
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Michael Olise überragt gegen den FC Chelsea
Fotocredit: Getty Images
Neuer jetzt im Hunderter-Klub
"Wir haben einen Gegner geschlagen, der zwei internationale Titel gewonnen haben. Das ist schon ein gutes Zeichen", freute sich Kapitän Manuel Neuer, der im 151. Spiel mit seinem 100. Champions-League-Sieg in den illustren Klub von Iker Casillas (101), Thomas Müller (103) und Cristiano Ronaldo (115) aufstieg.
"Wir sind auf einem guten Weg, das spüre ich", pflichtete ihm Joshua Kimmich bei, auf dem internationalen Parkett auch kein Unbekannter: "Das war eine reife, erwachsene Vorstellung. Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte."
Egal ob Supercup, Bundesliga, Pokal oder Champions League - die Bayern-Bilanz zum Saisonauftakt liest sich makellos. Sechs Pflichtspiele, sechs Siege bei einem Torverhältnis von 22:6 kann sich sehen lassen - und macht nicht nur bei den Münchnern Lust auf mehr.
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Fußball: Der FC Bayern München feiert seinen 3:1-Heimsieg in der Champions League gegen den FC Chelsea
Fotocredit: Getty Images
Bayern macht Lust auf mehr
So wie Olise durch reihenweise Beine tanzte, Kane sich die Bälle überall auf dem Platz abholte und auch ein vermeintlicher Role Player wie Laimer plötzlich aufdrehte, beschlich einen indes der Verdacht, Hoeneß könnte den Hoffenheim-Code auch bewusst ins Bedienfeld der eigenen Mannschaft eingetippt haben.
Das Gerede vom "Außenseiter" habe sie schon zusätzlich angestachelt, sagte Neuzugang Jonathan Tah, der erstmals für die Münchner in der Champions League auflief. Das sei sogar "respektlos" gewesen, meinte er, aber, so steht's im Bayern-Vertrag offenbar geschrieben: "Wir reden auf dem Platz."
Dass in Hoeneß der eigene Mann dieses Fass erst aufgemacht hatte, "friendly fire" sozusagen, hatte Tah nicht so richtig mitbekommen - und biss sich danach in der Mixed Zone auch lieber auf die Lippen. Von wegen "respektlos" und so weiter.
Tah früh ausgewechselt
So war die frühe Auswechslung des ehemaligen Leverkuseners auch eine der wenigen nicht so positiven Randnotizen des Spiels. Weil er in der Entstehung des zwischenzeitlichen 1:2 seinen Gegenspieler João Pedro gefoult und dafür Gelb gesehen hatte (27.), ließ ihn Kompany zur Pause lieber in der Kabine. "Ich hätte gerne weitergespielt, aber ich kann es schon verstehen", meinte Tah reuig.
Ansonsten herrschte bei den Bayern der Eindruck vor, dass die Klub-WM nicht nur Sieger Chelsea etwas gebracht hatte. Der dreiwöchige Abenteuer-Urlaub in den USA habe nämlich, so meinte Neuer, das Team erst so richtig zusammengeschweißt.
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"Es war gut, dass wir die Klub-WM gespielt haben", sagte der 39-Jährige: "Da haben wir als Mannschaft einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Von dem Zusammenhalt profitieren wir jetzt."
Energie und Stimmung im Team seien "schon besonders", gab ihm Kimmich recht. Und meinte: "Wenn alle gesund bleiben, haben wir eine Top-Mannschaft."
Kompany: "Richtig starkes Grundgerüst"
Was sicher auch Chelsea nach den Erlebnissen des Mittwochabends unterschreiben dürfte. "Was bleibt, ist ein gutes Gefühl", bilanzierte Kompany deshalb auch zufrieden: "Aber das ist nur der Anfang." Was fast ein wenig wie eine Drohung klang.
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Kompany nach Sieg zufrieden: "Ein gutes Gefühl"
Quelle: Perform
Der Bayern-Coach hob neben dem guten Spirit im Team die Bedeutung von Ausnahmeerscheinungen wie Kane und Neuer fürs Mannschaftsgefüge hervor: "Das gibt uns ein richtig starkes Grundgerüst."
Kompany wiederum war sich nicht zu schade, seinen Ersatzspielern am Spielfeldrand im Huddle zu erklären, dass er sich seinen letzten Wechselslot nach den Auswechslungen des gelb-rot-gefährdeten Tah (45.), des verletzten Josip Stanisic (51.) und des ausgepumpten Aleksandar Pavlovic (64.) bis in die Schlussminuten aufsparen werde - macht auch nicht jeder Trainer.
So mussten die Neuzugänge Nicolas Jackson und eben jener Bischof bis in die Nachspielzeit auf ihre ersten Champions-League-Minuten überhaupt warten - ebenfalls nur eine Randnotiz.
Für die Bayern gilt es nun, den Schwung in die Liga mitzunehmen. Dort steht am Samstag das nächste Auswärtsspiel an. Gegner? Na klar: Hoffenheim.
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Kobel schimpft: "Da muss man auch mal dreckig spielen"
Quelle: Perform
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