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SSC Neapel folgt Juventus Turin ins italienische Pokal-Finale
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Publiziert 13/06/2020 um 23:03 GMT+2 Uhr
Der SSC Neapel ist Juventus Turin ins Finale der Coppa Italia gefolgt. Im Halbfinal-Rückspiel gegen Inter Mailand reichte dem Team von Gennaro Gattuso ein 1:1 (1:1). Das Hinspiel in Mailand hatte Napoli mit 1:0 für sich entschieden. Christian Eriksen brachte Inter per direkter Ecke früh in Führung (3.), die Dries Mertens kurz vor der Pause ausgleichen konnte (41.).
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Nach der Renaissance des italienischen Fußballs am Freitag ging die Auferstehungsgeschichte einen Tag später weiter: Der SSC Neapel empfing Inter Mailand, den zweiten Verein aus der Corona-gebeutelten Lombardei, zum Halbfinal-Rückspiel der Coppa Italia. Allerdings hatten die Mailänder das Hinspiel zuhause 0:1 verloren und standen vor einer Mammutaufgabe in San Paolo.
Nach nicht einmal drei Minuten traf Christian Eriksen für die Gäste per direkt verwandelter Ecke zum 1:0 für Inter. Napoli-Keeper David Ospina sah ganz alt aus, das Hinspielergebnis war bereits jetzt egalisiert.
In einer sehr zerfahrenen Anfangsphase wirkte Inter Mailand griffiger und besaß etwas mehr Spielanteile. Die Gastgeber taten sich schwer und kamen lediglich bei Standardsituationen in die Nähe des Mailänder Tors. Vor allem der starke Antonio Candreva machte für die Nerazzurri viel Alarm über die rechte Seite und suchte oft seinen Sturmkollegen Romelu Lukaku im Zentrum.
Napoli dagegen stand auffallend tief und fand auch nach einer halben Stunde kaum spielerische Mittel. Nach 35 Minuten kam Ashley Young deutlich zu spät gegen Matteo Politano und hatte nach seiner Gelben Karte aus der 12. Minute jede Menge Glück, dass er nicht vom Platz flog.
Kurz vor der Pause fuhr der SSC einen einzigen präzise gespielten Konter. Lorenzo Insigne legte für Dries Mertens quer, der mit dem ersten Schuss der Gastgeber aufs Tor den Ausgleich markierte (41.). Kurz darauf ging's in die Kabine.
Die Gäste wussten, dass sie kommen mussten – und so machte Inter nach der Pause mächtig Druck. Doch Neapel wirkte jetzt deutlich sicherer in der Verteidigung, stand tief und lauerte auf Konter. Dadurch egalisierten sich beide Mannschaften zunehmend, was dem Spiel nicht unbedingt guttat.
Inter Mailand wirkte trotz hoher individueller Klasse – auch von der Ersatzbank – eigentümlich luftleer. Kaum ein Spieler suchte den Sprint in den leeren Raum, ebensowenig wie den öffnenden Pass. Ob es an Kondition mangelte, wusste nur Coach Antonio Conte. Dieser schöpfte sein Kontingent von fünf Wechseln zwar aus, Inter kam aber nicht mehr entscheidend vors gegnerische Tor.
Und so zogen die Gastgeber nach einem 1:0-Sieg in Mailand durch ein 1:1 im Rückspiel ins Finale ein.
In der 79. Minute hatte Napoli-Keeper Ospina wegen Zeitspiels die Gelbe Karte gesehen und fehlt damit am kommenden Mittwoch im Finale der Coppa Italia gegen Juve.
Der Tweet zum Spiel:
Das 0:1 aus der 3. Minute von Christian Eriksen war das erste Tor im italienischen Fußball nach der Corona-Pause.
Das fiel auf: Rochade
Beide Trainer wechselten im Vergleich zum Hinspiel vor gut vier Monaten auf vier Positionen. Inter-Coach Antonio Conte brachte Christian Eriksen in der Startelf, der sich in der laufenden Saison allzu oft auf der Bank wiedergefunden hatte.
Die Statistik zum Spiel: 122
Der Treffer von Mertens war sein 122. Pflichtspieltor für Neapel, damit überholte er den Slowaken Marek Hamsik als Klub-Rekordtorschützen. Der frühere Weltstar Diego Maradona hatte in seiner Laufbahn für Napoli 115 Treffer erzielt.
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