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3 Dinge, die bei Lotte-BVB im DFB-Pokal auffielen: Platz = Acker, flotte Lotte, braver Dembélé
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Publiziert 14/03/2017 um 21:14 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund setzt sich im Nachholspiel des DFB-Pokal-Viertelfinals nach langer matter Vorstellung letztlich souverän mit 3:0 (0:0) bei Sportfreunde Lotte durch. Der Rasen im Ausweichstadion von Osnabrück ist wieder keine Offenbarung, der kecke Drittligist hält prächtig mit - und BVB-Angreifer Ousmane Dembélé sticht diesmal nur auf sportliche Art ins Auge. 3 Dinge, die auffielen.
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1. Platz = Acker
Der zweite Versuch saß.
Am 28. Februar musste das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Sportfreunde Lotte und Borussia Dortmund wegen starker Schneefälle abgesagt werden, Schiedsrichter Dr. Felix Brych begründete seine Entscheidung mit gesundheitlichen Bedenken auf einem matschig-durchgeweichten Untergrund.
Für den Nachholtermin wurde die Partie ins zwölf Kilometer entfernte Osnabrück verlegt, an die Bremer Brücke, wo der Platz schon behaglichere Episoden erlebt hat. Besonders ein Längsstreifen an der Außenlinie erschien in seiner ganzen Holprigkeit nicht als Teppich für fidele Kurzpassfestivals.
"Wir mussten uns erst an den Boden anpassen, er war nicht einfach zu bespielen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc später bei "Sky".
2. Flotte Lotte
Drittliga-Vertreter versus Champions-League-Viertelfinalist: Über Favoritenrolle, Dominanzanspruch und Spielanteile brauchte niemand diskutieren, 64 Prozent Ballbesitz verbuchte der BVB zur Halbzeit, zum Schluss waren's 62 Prozent. Allerdings wurde demonstriert, dass dieser Wert - Pep Guardiola möge weghören - nicht immer die uneingeschränkte Deutungshoheit liefert.
Lotte hielt prächtig mit, die Anfangsphase gehörte dem Team von Coach Ismail Atalan - 6:1 Torschüsse nach 20 Minuten, darunter DIE Chance, eine Sensation einzuläuten, als Tim Wendel alleine vor BVB-Keeper Roman Bürki scheiterte.
"In der ersten Viertelstunde sind wir ein bisschen geschwommen, Lotte war gleich da. Gott sei Dank hat Bürki sehr gut gehalten", sagte Zorc, während Sportfreunde-Innenverteidiger Matthias Rahn resümierte:
Tatsächlich fand Dortmund äußerst schleppend in die Partie, vor dem Seitenwechsel überzeugte Schwarz-Gelb nicht. Mäßige 78 Prozent Passquote, ein Mini-Plus von 8:7 Torschüssen zur Halbzeit, exakt ausgeglichene Zweikampfbilanz. Das allein konnte Lotte als dickes Kompliment verbuchen (übrigens auch nach 90 Minuten).
Dann aber war es, wie es meistens ist: Ein Tor brach den Widerstand. Als Christian Pulisic den ersten vernünftigen Angriff veredelte (57.), wetzte Dortmund auf den Fahrersitz, André Schürrle erhöhte rasch (66.).
"Wir haben alles reingehauen. In der zweiten Halbzeit gingen uns ein bisschen die Kräfte aus", sagte Rahn.
Das Freistoßtor von Marcel Schmelzer (83.) zum 3:0 (0:0)-Endstand komplettierte den Abend. "Das war ein schwieriges Match, wir hatten nicht viel zu gewinnen, eher zu verlieren", meinte Zorc.
3. Braver Dembélé
Vor seinem 36. BVB-Pflichtspiel hatte Ousmane Dembélé sieben Gelbe Karten angehäuft, fünf wegen Meckerns, Ballwegschlagens oder anderer Unbeherrschtheiten. Sein Temperament ist Dortmund zum Problem geworden, Trainer Thomas Tuchel bekannte, auf Dembélé "einwirken" zu wollen: "Für uns ist es natürlich ein großer Nachteil. Wir sprechen mit ihm."
Hat geholfen, zumindest diesmal. Der 19-jährige Franzose konzentrierte sich aufs Sportliche und war in einer lange matten Dortmunder Mannschaft einer der Eifrigsten. Kopfballchance (15.), abgewehrter Linksschuss (76.), vor allem ein Solo aus der eigenen Hälfte mit Schnittstellen-Pass, den Pulisic zur Führung nutzte - bereits Dembélé 15. Torvorlage dieser Spielzeit.
Und der Dosenöffner für München, wo der BVB zum Halbfinale beim FC Bayern gastieren wird. Gonzalo Castro selbstbewusst:
Zorc sagte:
Zwei Randaspekte: Erstmals in dieser Saison gewann Dortmund eine Partie, bei der es 0:0 nach 45 Minuten stand (drei Remis, fünf Niederlagen). Zudem blieb die Cup-Serie gegen Underdogs bestehen; letztmals scheiterte der BVB im Herbst 2010 an einem unterklassigen Verein (Kickers Offenbach).
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