FC Bayern: Bleiben David Alaba und Thiago doch? Warum es Hoffnung gibt
Das sportliche Geschehen rückte nach Bayern Münchens 20. Triumph im DFB-Pokal schnell in den Hintergrund. Bereits nach Abpfiff des Endspiels gegen Bayer Leverkusen (4:2) war die Vertragssituation von David Alaba und Thiago erneut das vorherrschende Thema im Berliner Olympiastadion. Die jüngsten Aussagen von Hansi Flick geben Grund zur Hoffnung auf eine Verlängerung mit den beiden Stars.
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"Ich werde mich mit allem, was ich habe, dafür einsetzen, dass wir solche zwei Qualitätsspieler in den Reihen halten können. Ich versuche, dass der Kader, so wie er aktuell ist, zusammenbleibt."
Die Worte von Hansi Flick nach dem Triumph im DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen (4:2) sprachen Bände.
Obwohl der 55-Jährige mit dem Gewinn des Doubles gerade seinen größten Erfolg als Cheftrainer feiern konnte, waren schon sehr bald die Vertragssituationen der beiden arrivierten Kräfte Thiago und David Alaba erneut das vorherrschende Thema auf dem mit Konfetti bedeckten Rasen des Berliner Olympiastadions.
Immerhin glänzte Letzterer nicht nur als Stabilisator in der Abwehrzentrale, sondern erwies sich mit seinem sehenswerten Freistoßtreffer zur Münchener Führung als Dosenöffner im Endspiel.
Flick über Alaba: "Ein außergewöhnlicher Spieler"
"Wir sind überglücklich, dass wir den Pokal mit nach Hause nehmen. Beim Freistoß wollten wir eigentlich was anderes versuchen. Dann habe ich mich spontan umentschieden. Das hat dann ja auch geklappt", erklärte der 28-Jährige.
Sehr zur Freude von Flick, der im Anschluss in den höchsten Tönen von seinem Abwehrchef schwärmte. "Er ist hier zu einem außergewöhnlichen Spieler gereift. Er tut uns nicht nur auf dem Platz gut. Er weiß, dass er im Verein eine riesengroße Wertschätzung hat", lobte der ehemalige DFB-Co-Trainer seinen Schützling, nicht ohne einen versteckten Hinweis fallen zu lassen:
"Man kann in dem Verein, in dem man ausgebildet wurde, auch die Karriere beenden."
Die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters kämpfen nach wie vor mit harten Bandagen um eine Verlängerung des im Sommer 2021 auslaufenden Kontraktes von Alaba.
Obwohl mit Niklas Süle, Jérôme Boateng, Lucas Hernández und Neuzugang Tanguy Nianzou Kouassi zunehmend ein Ballungszentrum in der Defensivzentrale besteht, wäre ein Abschied des Österreichers zweifelsohne ein Schlag ins Kontor der Münchener.
FC Bayern: Abschied von Thiago besiegelt?
"David war der beste Mann auf dem Platz. Ich würde sofort mit ihm verlängern. Er hat eine sehr gute Entwicklung durchgemacht und gehört für mich zu den Top drei Innenverteidigern in Europa", konstatierte der frisch gebackene TV-Experte Bastian Schweinsteiger in der "ARD".
Während die Situation bei Alaba jedoch weiter völlig offen ist, scheinen die Zeichen bei Mannschaftskollege Thiago nach den jüngsten Aussagen von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in Richtung Abschied zu stehen. am Mittelfeldregisseur, dessen Vertrag ebenfalls 2021 endet, haben.
"Wir haben mit ihm seriös verhandelt und ihm alle seine Wünsche erfüllt. Doch es sieht so aus, dass er zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues machen möchte", sagte der 64-Jährige kürzlich in der "Bild" und ergänzte: "Wir wollen keinen Spieler im nächsten Jahr kostenlos verlieren."
Flick dagegen bezeichnete es als "normal und menschlich", dass Thiago nach Barcelona und Bayern nun damit liebäugle, sich in einer anderen Topliga zu beweisen. Trotzdem betonte er nochmals in aller Deutlichkeit: "Ich versuche alles, damit er hierbleibt."
FC Bayern: Flick überzeugte auch Boateng und Müller
Wenn dies einem gelingenkann, dann Flick. Auch bei Boateng und Thomas Müller leistete der Coach Überzeugungsarbeit und hielt die beiden unter Niko Kovac unzufriedenen Spieler in München. Dem Vernehmen nach wollten beide den Verein im vergangenen Herbst nach einer für sie eher enttäuschenden Hinrunde unter dem Flick-Vorgänger vorzeitig verlassen. Uli Hoeneß legte Boateng bekanntermaßen sogar einen Wechsel nahe ("Als Freund würde ich ihm empfehlen, sich einen neuen Verein zu suchen").
Letztlich ist es dem umgänglichen Übungsleiter, der zu nahezu jedem Bayern-Star einen guten Draht pflegt, zu verdanken, dass die beiden Weltmeister von 2014 noch an der Säbener Straße weilen, wie auch FCB-Vorstand Oliver Kahn im Rahmen des Pokalendspiels bestätigte. "Natürlich haben sie keine optimale Vorrunde gespielt. Dann gab es den Trainerwechsel und Hansi Flick hat es hinbekommen, sie wieder zu motivieren, sie wieder aus dem kleinen Loch zu holen", sagte er in der "ARD".
Eine ähnliche Charmeoffensive wird Flick nun auch bei Thiago und Alaba starten, um alle Beteiligten von einem Verbleib in München zu überzeugen. Darüber hinaus darf in Zeiten der Coronakrise durchaus bezweifelt werden, ob ein Verein derart hohe Summen - dem Vernehmen nach 60 bis 80 Millionen Euro - für einen der beiden Stars auf den Tisch legen wird.
Möglicherweise war der Gewinn des DFB-Pokals am Samstagabend somit nicht der letzte nationale Titel, den das Erfolgstrio gemeinsam bejubeln durfte.
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