Ganz anders als Marco Rose, der seine Startelf nach der 2:3-Niederlage in Leipzig auf sieben Positionen änderte, nahm BVB-Trainer Edin Terzi im Vergleich zum Ligasieg gegen Bielefeld nur eine Änderung vor. Für Giovanni Reyna durfte der defensivstärkere Thomas Delaney von Beginn an ran - somit behielt auch Marwin Hitz seinen Platz im Dortmunder Tor anstelle des wiedergenesenen Roman Bürki.
In der zweiten Minute wäre allerdings auch Dortmunds neue Nummer eins bei der ersten guten Gladbacher Gelegenheit machtlos gewesen. Nach flacher Hereingabe von Jonas Hofmann traf Marcus Thuram den Ball im Fünfmeterraum nicht optimal und legte das Spielgerät aus aussichtsreicher Position links am Tor vorbei (2.).
Den ersten personellen Rückschlag musste der BVB nur zwei Minuten später verdauen: Bei Raphael Guerreiro ging es aufgrund einer Muskelverletzung in der vierten Minute nicht mehr weiter, für den Portugiesen kam Nico Schulz in die Partie (5.).
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VOR 8 STUNDEN
Nachdem Marco Reus kurz darauf per Volleyabnahme aus 13 Metern deutlich verzog (9.), spielte sich das Geschehen nach einer ereignisreichen Anfangsphase immer mehr zwischen den Strafräumen ab.
In einer umkämpften, von vielen Foulspielen geprägten Partie schenkten sich beide Mannschaften kaum Räume im letzten Drittel, sodass die einzig weiter nennenswerte Chance des ersten Durchgangs aus einem langen Ball von Mats Hummels resultierte. Der startende Haaand legte sich den Ball beim Sprint Richtung Tor aber suboptimal vor, sodass Nico Elvedi im letzten Moment noch entscheidend stören konnte (36.).
Der BVB kam deutlich engagierter aus der Kabine und hätte sich nach 52 Minuten fast mit dem Führungstreffer belohnt. Nach guter Kombination der Gäste fand Reus mit einem Pass von der Grundlinie Erling Haaland, der am Fünfmeterraum aus kurzer Distanz einschob. Weil aber der VAR im Vorfeld des Treffers ein Foulspiel des Norwegers an Bensebaini erkannt hatte, nahm Schiedsrichter Sascha Stegemann den Treffer nach Ansicht der Videobilder zurück (52.).
Auf der Gegenseite bewahrte Hitz seine Mannschaft zunächst vor dem Rückstand, als er einen Kracher von Bensebaini mit einer Glanztat noch zur Ecke lenkte (59.).
Knapp eine Viertelstunde später belohnte sich die Terzic-Elf schließlich für die Leistungssteigerung nach der Pause. Nach einer Gladbacher Ecke rollte der Dortmunder Konter unaufhaltsam in Richtung Fohlen-Tor: Über Haaland und Reus kam der Ball blitzschnell zu Sancho, der frei vor Tobias Sippel cool blieb und über den linken Innenpfosten zum Siegtreffer einschob (66.).
Die Gladbacher waren trotz einer aktiven Schlussphase lange um eine passende Antwort verlegen und kamen erst mit der allerletzten Aktion dem Ausgleich am nächsten. Weil der Dropkick von Stefan Lainer allerdings Zentimeter übers Tor rauschte (90.+7), durfte sich Dortmund zum ersten Mal seit dem Pokalgewinn 2017 wieder über den Halbfinaleinzug freuen.
Vor Duell mit Bayern: BVB bangt um Guerreiro und Sancho

Die Stimmen:

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): "Es war ein enges Spiel. Wir dürfen den Ball vor dem 0:1 bei der eigenen Ecke nicht verlieren, das darf uns nicht passieren. Es ist für uns sehr bitter, wir wollten den Pokal gewinnen."
Edin Terzic (Borussia Dortmund): "Die erste Halbzeit war okay, sie war nicht gut. In der zweiten Halbzeit konnten wir im Zentrum das Spiel besser beschleunigen und uns mehr Torchancen herausspielen. Am Ende haben wir das Spiel verdient gewonnen."
Marco Reus (Borussia Dortmund): "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr zerfahren gespielt. In der weiten Halbzeit haben wir unsere Chancen besser rausgespielt. Am Ende hatten wir den Willen, den Sieg zu verteidigen und das haben wir zum Glück auch geschafft."
Mats Hummels (Borussia Dortmund): "Wir haben gekämpft und haben uns darauf eingelassen, dass man gegen Gladbach nicht zaubern kann. Wir haben genauso gespielt, wie man so ein Spiel angehen muss."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Schulz nutzt seine Chance

Früh im Spiel für den verletzten Guerreiro eingewechselt, wurde Nico Schulz gegen seinen Ex-Klub ins kalte Wasser geschmissen und meisterte die Aufgabe mit Bravour. Neben einer starken Passquote von 90 Prozent ließ Schulz über seine linke Seite nur wenig zu und war zudem entscheidend am Siegtreffer beteiligt. Der energische Ballgewinn des Linksverteidigers am eigenen Strafraum leitete den entscheidenden Konter zu Sanchos 1:0 ein.

Die Statistik: 300

Marco Reus absolvierte gegen Ex-Klub Gladbach sein 300. Pflichtspiel für Borussia Dortmund. In diesem Zeitraum erzielte der BVB-Kapitän 133 Tore und gab 91 Vorlagen.
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