Eurosport
Skandale in der EM-Quali: UEFA will erst Spielberichte analysieren
Von
Publiziert 15/10/2019 um 10:37 GMT+2 Uhr
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird vermutlich erst in den kommenden Tagen mitteilen, ob nach den Vorkommnissen bei den EM-Qualifikationsspielen in Frankreich und Bulgarien Verfahren gegen die betroffenen Verbände eingeleitet werden. Auf "SID"-Anfrage gab die UEFA bekannt, "erst die offiziellen Spielberichte zu analysieren und dann über etwaige Maßnahmen zu entscheiden".
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Bei der Partie zwischen Frankreich und der Türkei (1:1) hatte ein Teil der türkischen Mannschaft das Tor des Düsseldorfers Kaan Ayhan erneut mit einem militärischen Gruß bejubelt. Die Geste, die bereits nach dem Spiel der Türken gegen Albanien in der Vorwoche für Aufsehen gesorgt hatte, soll Bezug auf die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien nehmen. Politische Äußerungen sind laut UEFA-Regularien verboten.
Bulgarien droht Geisterspiel
In Sofia stand die Partie der Bulgaren gegen England (0:6) zweimal (28., 43.) kurz vor dem Abbruch, weil einige bulgarische Zuschauer durch rassistische Rufe negativ auffielen und der Stadionsprecher die eigenen Anhänger mehrmals zur Mäßigung auffordern musste. Der kroatische Schiedsrichter Ivan Bebek hatte zuvor ein klares Signal gegeben. Zudem waren auf Bildern Zuschauer zu sehen, die den Hitlergruß zeigten.
Als Wiederholungstäter droht dem bulgarischen Verband BFS ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Artikel 14 der Rechtspflegeordnung der UEFA sieht dieses sowie eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro bei einem wiederholten Fall nämlich vor.
(SID)
Das könnte Sie auch interessieren: Das Özil-Dilemma: Diese Optionen hat er jetzt
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung