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Inter Mailand gewinnt gegen den FC Getafe und steht im Viertelfinale
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Publiziert 05/08/2020 um 22:57 GMT+2 Uhr
Inter Mailand hat sich im Achtelfinale in der Gelsenkirchener Veltins-Arena mit 2:0 (1:0) gegen den FC Getafe durchgesetzt und ist ins Viertelfinale der Europa League eingezogen. Die Nerazzurri gingen durch Torjäger Romelu Lukaku in Führung (33.). Christian Eriksen konnte in der Schlussphase der Partie auf 2:0 erhöhen (83.). Das Hinspiel war aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden.
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So lief das Spiel:
Das Hinspiel zwischen Inter Mailand und dem FC Getafe wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt, sodass das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften überhaupt direkt die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale bringen sollte. Dabei hatte Getafe offensichtlich die Bedeutung der Partie begriffen. Nachdem die Spanier in der Liga nach dem Restart schwache Leistungen gezeigt hatten, waren sie in diesem Spiel von Beginn an voll da, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und setzten Inter früh unter Druck.
So bot sich Nemanja Maksimovic bereits nach zwei Minuten die Chance zur Führung. Nach einer Flanke von rechts kam der Serbe in guter Position zum Kopfball, doch Samir Handanovic im Inter-Tor reagierte gut und wehrte den Ball zur Ecke ab.
Auch danach hatte Inter große Probleme im Spielaufbau, weil Getafe immer wieder störte, was zu vielen leichten Ballverlusten führte. In der 18. Minute spielten die Mailänder erstmals gefährlich in Richtung des gegnerischen Tores. Nach einem langen Ball musste Getafe-Keeper David Soria aus dem Tor herauseilen und in höchster Not vor Lautaro Martínez klären. Im direkten Gegenzug wurde Jaime Mata im Strafraum freigespielt. Doch der Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss, sodass Alessandro Bastoni noch einen Fuß an den Ball bekam (18.).
Kurz darauf schien Inter endlich richtig im Spiel anzukommen. Den Auftakt zu einer Reihe von Chancen gab Martínez, der aus halbrechter Position flach abzog und Soria prüfte. Getafes Torwart reagierte schnell und lenkte den Ball mit einer Hand zur Seite ab (25.). Kurz danach kam es erneut zum Duell zwischen Martínez und Soria. Der Argentinier ließ bei der Ballannahme zwei Getafe-Verteidiger ins Leere laufen und fackelte nicht lange. Doch wieder war Soria zur Stelle und wehrte den Ball ab (27.). Ein drittes Mal war Soria dann nach einem Freistoß zur Stelle, als Danilo d’Ambrosio mit der Fußspitze noch an den Ball kam (29.).
Wenig später war der Keeper der Spanier aber machtlos. Bastoni schlug einen langen Ball in Richtung von Romelu Lukaku. Der Belgier setzte seinen robusten Körper geschickt gegen Xabi Etxeita ein, behauptete den Ball und schoss durch die Beine des Verteidigers zur 1:0-Führung ins lange Eck ein (33.).
Getafe versuchte es weiterhin mit viel Einsatz und engagiertem Zweikampfverhalten, Inter stand hinten nach den anfänglichen Schwierigkeiten aber sicher. So ging es mit der knappen Führung für die Italiener in die Pause.
Und auch nach Wiederanpfiff ging Inter konzentriert und engagiert zu Werk. Bei einem abgefälschten Distanzschuss von Nicolo Barella fehlte nicht viel zum Torerfolg (48.). Bei der anschließenden Ecke versuchte es d’Ambrosio mit einem sehenswerten Seitfallzieher, der zunächst von Soria abgewehrt werden konnte und auch der Nachschuss von Diego Godín aus spitzem Winkel fand nicht den Weg ins Tor (49.).
Getafe setzte weiterhin auf das Mittel, nach Balleroberungen schnell in die Spitze zu spielen. Nach einer guten Stunde erarbeiteten sich die Spanier dadurch auch wieder bessere Gelegenheiten. Die beste davon hatte Mata, der sich bei einer Flanke absetzte und aus der Drehung zum Kopfball kam. Doch Handanovic lenkte den Ball mit einer Hand noch über die Latte (66.).
In der 76. Minute bekam Getafe die Riesenchance auf den Ausgleich, nachdem ein Handspiel im Strafraum von Diego Godin nach Ansicht der Bilder durch den Videoschiedsrichter geahndet wurde. Doch der kurz zuvor eingewechselte Jorge Molina schoss den fälligen Elfmeter am linken Pfosten vorbei.
Statt des Ausgleichs sorgte der eine Minute zuvor eingewechselte Christian Eriksen wenige Minuten später für die Vorentscheidung. Der Däne behauptete einen langen Ball und bediente d’Ambrosio auf dem Flügel. Der traf bei seinem Pass in die Mitte zunächst die falsche Entscheidung, doch über Umwege kam der Ball zurück zu Eriksen, der zum 2:0 abstaubte (83.).
Danach passierte nicht mehr viel und so durfte sich Inter Mailand über den Einzug ins Viertelfinale freuen, in dem möglicherweise Bayer Leverkusen auf die Italiener warten könnte.
Die Stimmen zum Spiel:
Romelu Lukaku (Stürmer von Inter Mailand): "Wir wussten, dass wir ein schwieriges Spiel gegen eine aggressive Mannschaft vor uns haben. Aber die Abwehr hat gute Arbeit geleistet, und es lief vorne gut, ich bin glücklich über mein und Christians Tor. Ich will gewinnen und der Mannschaft weiterhelfen. Die Arbeit, die wir mit dem Trainer machen, ist wichtig, das Team wächst und wir müssen mit derselben Mentalität und dem Willen, uns zu verbessern, weitermachen."
José Bordalás (Trainer von FC Getafe): "Es ist eine Schande. Die Mannschaft hat phänomenale Leistungen erbracht. Ich bin stolz auf die Spieler. Wenn wir den Elfmeter gemacht hätten, hätte es anders ausgehen können. Jetzt ist es Zeit, sich auszuruhen. Er (Molina, Anm. d. Red.) soll sich nicht die Schuld geben. Das kann bei Elfmetern passieren."
David Soria (Torhüter von FC Getafe): "Es ist sehr schade. Wir müssen jetzt an die nächste Saison denken. Das ist Fußball, aber dieses Saisonende haben wir nicht verdient."
Das fiel auf: Individuelle Klasse schlägt Teamleistung
Am Ende setzte sich Inter auch aufgrund der individuellen Qualität gegen Getafe durch. Die Spanier zeigten zwar eine engagierte Leistung, schafften es aber nicht, sich mit einem Tor zu belohnen. Inter konnte sich dagegen auf die Klasse seiner Offensivstars verlassen. Insbesondere Lukaku, der ansonsten eher blass blieb, bewies, dass er nicht viele Aktionen braucht, um ein Tor zu erzielen.
Der Tweet zum Spiel:
Die Finalrunde der Europa League findet in ausgewählten deutschen Stadien, darunter die Veltins-Arena auf Schalke, statt. Über ein wenig unterhaltsames Spiel konnte man sich an diesem Abend nicht beschweren.
Die Statistik: 8
Romelu Lukaku mag die Europa League offensichtlich. Durch sein Tor zum 1:0 traf der Belgier in seinem achten Europa-League-Spiel in Folge und stellte damit den Rekord von Alan Shearer für diesen Wettbewerb (inklusive des UEFA Cups) aus dem Jahr 2005 mit Newcastle United ein.
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