So lief das Spiel:

Nach einem äußerst schleppenden Beginn nutzte Inter Mailand den ersten Torschuss des Abends für das 1:0. Ein Fehler von Doenzek-Keeper Andrij Pjatow setzte Nicolo Barella in Szene, der mustergültig auf Lautaro Martínez an den Fünfmeterraum flankte, wo sich der Argentinier die Chance zur Führung nicht entgehen ließ (19.).

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21/08/2020 AM 19:00

Damit ist die erste Halbzeit bereits erzählt. Schachtjor schaffte es trotz durchgängig mehr als 60 Prozent Ballbesitz nicht, auch nur ein einziges Mal zum Abschluss zu kommen. Zu massiv und diszipliniert verteidigten die Italiener.

Auf ihrem Spezialgebiet wackelten die Mailänder nur ein einziges Mal. Mykola Matwienko flankte aus dem Halbfeld genau auf Junior Moraes, der Samir Handanovic im Inter-Tor aus fünf Metern per Kopf nicht überwinden konnte (62.). Im Gegenzug machte es der italienische Vizemeister besser. Eine Ecke von Marcelo Brozovic köpfte Danilo D'Ambrosio vom langen Pfosten ins gegenüberliegende Eck zum 2:0 (64.).

Damit waren alle Dämme gebrochen. Donezk glaubte nicht mehr an seine Chance und fiel auseinander. Erst machte Lautaro mit seinem zweiten Tor des Abends mit einem Schuss aus 18 Metern endgültig den Deckel drauf (74.). Anschließend durfte sich Romelu Lukaku noch doppelt in die Torschützenliste eintragen. Zwei Flachschüsse von links ins lange Eck, einen davon durch die Beine von Pjatow, stellten den Endstand her (78., 85.).

Die Stimmen:

Antonio Conte (Trainer Inter Mailand): "Wir haben das Finale erreicht, indem wir eine starke Mannschaft besiegt haben, lasst euch nicht vom Ergebnis täuschen. Wir waren gut darin, Donezk nicht in ihr Spiel kommen zu lassen."

Lautaro Martínez (Inter Mailand): „Es war eine unglaubliche Nacht, etwas, wovon wir geträumt haben. Wir haben bewiesen, dass Inter bereit für große Dinge ist."

Danilo D'Ambrosio (Inter Mailand): "Das ist ein verdienter Sieg, nicht nur für die Spieler auf dem Rasen. Wir sind eine große Gemeinschaft, die Leute auf der Bank haben uns großartig unterstützt."

Nicolo Barella (Inter Mailand): "Wir haben eine große Entschlossenheit an den Tag gelegt, aber auch gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können. Wir haben unsere Fehler aus den letzten Spielen analysiert und heute auf ein Minimum reduziert und so schließlich unsere Möglichkeiten genutzt, die wir bekommen haben."

Dawit Chotscholawa (Schachtjor Donezk): "Wir haben es weit gebracht in Europa, aber dieses Spiel hat uns um unsere Belohnung gebracht. Ich denke nicht, dass das Ergebnis am Ende fair war. Aber wir haben zu viele Fehler gemacht und dafür bezahlt."

Das fiel auf: Donezk mit Pressing überfordert

Alle Tore aus dem Spiel heraus – bis auf das 5:0, als die Partie längst entschieden war - fielen nach dem gleichen Schema. Sobald Donezk abdrehen und aufs eigene Tor spielen musste, setzte Inter nach. Das Angriffspressing überforderte Schachtjor, die Ukrainer spielten Risikopässe, die dann in der Regel beim Gegner landeten. Vor dem Tor blieb Mailand dann cool. Fast jeder Schuss war auch ein Treffer.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 13

Lautaro Martinez ist besser als Robert Lewandowski - zumindest in der ersten halben Stunde. Kein Spieler in Europas Top-5-Ligen plus Champions- und Europa League hat in diesem Zeitraum häufiger getroffen als der Inter-Angreifer. Lautaro traf 13 Mal, Lewandowski 12 Mal (Immobile 11, Benzema 10).

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