"Jetzt ist die UEFA gefragt, und ich hoffe, dass es nicht unter den Teppich gekehrt wird", betonte Gerrard. Das forderte auch Slavia - aber aus völlig anderen Gründen.
Kudela räumte zwar ein, dass er Kamara beleidigt habe, jedoch keinesfalls rassistisch.
Der Slavia-Spieler wird im offiziellen Statement der Tschechen zitiert: "Ich sagte ihm: 'Du verdammter Typ.' Ich sagte es aus den Emotionen heraus, aber ich streite vehement ab, dass etwas Rassistisches dabei war."
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Zuvor sei er zudem laut Slavia von Kamara attackiert worden, Fäuste seien geflogen, auch der UEFA-Delegierte sei "schockiert" gewesen. Das tschechische Team habe keine Möglichkeit gehabt, in die Kabine zurückzukehren.

Slavia Prag wirft Rangers "heimtückische" Spielweise vor

"Das Enttäuschende ist, dass ihre Leute versuchen, ihren Spieler zu verteidigen und uns Lügner nennen", echauffierte sich wiederum Gerrard. TV-Bilder zeigen, wie Kudela mit vorgehaltener Hand in Richtung Kamara ruft. "Mein Spieler hat mir gesagt, er sei rassistisch beleidigt worden", erklärte Gerrard.
Slavia wies diese "abscheuliche Anschuldigung" zurück. Kudela habe auf eines der zahlreichen "brutalen" Fouls reagiert. Keeper Ondrej Kolar, der mit einem heftigen Kung-Fu-Tritt ausgeknockt wurde, habe als Resultat eines dieser Fouls im Krankenhaus mit zehn Stichen genäht werden müssen, monierte der Prager Verein.
Überhaupt hätten die Rangers, die die Begegnung nach zwei Platzverweisen mit neun Mann beendeten, eine "heimtückische" Spielweise gezeigt, wie sie Slavia im modernen Fußball noch nie erlebt habe. Slavia-Präsident Jaroslav Tvrdik forderte eine "detaillierte Untersuchung" der Ereignisse durch die Europäische Fußball-Union (UEFA).
Jener Forderung kam die UEFA nach. Der Verband kündigte an, dass ein Ethik- und Disziplinarinspektor "eine Untersuchung zu den Vorfällen durchführen" werde, die sich während der Begegnung ereignet hätten.
Am Freitagabend erstatte Slavia zudem über die tschechische Botschaft Strafanzeige bei der schottischen Polizei wegen einer angeblichen Schlägerei nach dem Spiel. Kudela sei "geplant und durchdacht" sowie unter "absichtlicher Abdeckung von Kameras am Ort des Geschehens" Gewalt zugefügt worden. Gerrard sei Augenzeuge gewesen, behauptete der tschechische Renommierklub weiter.
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(mit SID)

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