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Drei Dinge, die bei Borussia Dortmund gegen Glasgow Rangers auffielen: BVB macht sich das Leben selbst schwer
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Publiziert 25/02/2022 um 00:40 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund kassiert nach dem Aus in der Champions League auch in der Europa League einen Tiefschlag. Bei den Glasgow Rangers verpasst der BVB das Comeback und scheitert durch einfache Fehler erneut an sich selbst. Bei den Rangers sticht Kapitän James Tavernier mit drei Toren in zwei Spielen heraus, während Borussia den internationalen Totalschaden verarbeiten muss. 3 Dinge, die auffielen.
Jude Bellingham und Borussia Dortmund scheitern in der Europa League an den Glasgow Rangers
Fotocredit: Getty Images
Im sagenhaft lauten Ibrox Stadium reichte dem engagierten, aber viel zu fehlerhaften BVB im Play-off der Europa League bei den Glasgow Rangers ein 2:2 (2:1) nicht, um das blamable 2:4 aus dem Hinspiel wettzumachen.
Es war nach Königsklasse und DFB-Pokal der dritte Knockout der Saison, das internationale Renommee ist angekratzt.
Dabei traten die Dortmunder mutig und offensiv auf, kauften den Rangers vor 50.000 Zuschauern zeitweise den Schneid ab und ließen sich vom Rückstand nicht beirren. Nach James Taverniers Foulelfmeter (22.) schlugen Jude Bellingham (31.) und Donyell Malen (42.) zurück.
Am Ende fehlten jedoch Glück, Geschick und Klasse - Mats Hummels schlug vor Taverniers 2:2 (57.) fatal über den Ball. Ein erneutes Comeback der Schwarz-Gelben blieb aus.
Drei Dinge, die bei Rangers gegen BVB auffielen:
1. BVB macht sich das Leben selbst schwer
Gut begonnen, Chancen herausgespielt, doch nicht in Führung gegangen. Und wie im Hinspiel gab es die eiskalte Quittung. Die Rangers gingen einmal mehr durch einen Elfmeter mit 1:0 in Führung - ein vermeidbarer Fehler. Julian Brandt kam gegen den schnellen Ryan Kent an der Strafraumkante einen Schritt zu spät. Referee Antonio Mateu Lahoz hatte keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen.
Im Hinspiel war es ein Handspiel von Dan-Axel Zagadou gewesen, das zum frühen Strafstoß für die Schotten führte. James Tavernier blieb vor einer Woche eiskalt vom Punkt und verwandelte auch im heimischen Ibrox Stadium souverän.
Der BVB musste wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Vor ein paar Wochen gegen Leverkusen in der Liga (2:5) ging das komplett schief und auch gegen die Rangers setzte es im Hinspiel eine bittere 2:4-Pleite.
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Julian Brandt trifft Ryan Kent an der eigenen Strafraumkante
Fotocredit: Imago
Dortmund kämpfte sich zurück und drehte das Spiel sogar noch vor der Pause. In einer Phase, in der Dortmund gut im Spiel war, machten sich die Borussen das Leben wieder einmal selbst schwer. Der eingewechselte Marius Wolf agierte gegen Calvin Bassey auf der Außenbahn zu passiv, in der Mitte schlug Hummels bei der Flanke ein Luftloch. Rangers-Kapitän Tavernier bedankte sich und erzielte seinen zweiten Treffer am Abend.
Ein absolut vermeidbares Tor, von dem sich der Bundesligist nicht mehr erholen konnte. "Wir haben unseren eigenen Rucksack schwerer werden lassen. Die Tore, die wir immer wieder kriegen, sind zu einfach. Es waren nicht unfassbar viele individuelle Fehler", monierte Coach Marco Rose.
2. Kapitän Tavernier macht den Unterschied
James Tavernier war zweifelsohne der Unterschiedsspieler in diesen Play-off-Duellen. Der 30-jährige Engländer kam 2015 zu den Rangers und entwickelte sich über die Jahre zu einer unverzichtbaren Größe.
Gegen den BVB erzielte Tavernier im Trikot der Rangers bereits sein 75. Tor - eine geradezu phänomenale Zahl für einen Rechtsverteidiger.
Für nur 250.000 Euro wechselte Tavernier damals vom englischen Traditionsklub Wigan Athletic zu den Rangers. Mittlerweile beträgt sein Marktwert geschätzte sieben Millionen Euro.
Schon im Hinspiel zeigte Tavernier eine hervorragende Leistung und brachte die Rangers durch den verwandelten Handelfmeter früh auf die Siegerstraße. Auch in Glasgow behielt er die Nerven und schoss die Rangers im heimischen Ibrox Stadium per Foulelfmeter in Front.
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Kapitän James Tavernier hatte mit seinen drei Toren in Hin-und Rückspiel gegen Dortmund einen großen Anteil am Weiterkommen der Rangers
Fotocredit: Getty Images
Doch damit nicht genug: Der gelernte Rechtsverteidiger legte nach, erzielte in einer ganz entscheidenden Phase des Spiels den zweiten Treffer und besiegelte mit drei Toren in zwei Spielen das Aus von Borussia Dortmund - fast im Alleingang.
3. Internationaler Totalschaden - BVB patzt auch eine Etage tiefer
Ajax Amsterdam, Sporting und Besiktas hießen bei der Auslosung in Nyon die Gruppengegner für Borussia Dortmund in der Champions League. "Unser Ziel ist das Achtelfinale", hatte Manager Michael Zorc im Anschluss an die Auslosung gesagt.
Auch Kapitän Marco Reus war zufrieden mit der Auslosung: "Die ganz großen Namen sind nicht dabei, über die Auslosung dürfen wir uns nicht beschweren."
Und trotz der doch vermeintlich harmlosen Namen scheiterte der BVB krachend. Gegen Ajax hagelte es zwei deutliche Niederlagen, gegen Sporting verlor man das wichtige Rückspiel ebenfalls.
Platz drei in der Gruppe bedeutete der Abstieg in die Europa League. Nicht nur finanziell schmerzte dieses Scheitern, auch das Image des Champions-League-Finalisten von 2013 litt.
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Marco Reus (links) und Jude Bellingham (rechts) nach der Niederlage gegen Sporting Lissabon im Rückspiel der Champions League
Fotocredit: Getty Images
Den Einzug ins Achtelfinale der Europa League wollten sich die Dortmunder aber sichern, gegen die Glasgow Rangers war der BVB auf dem Papier der klare Favorit.
Die Ernüchterung war im Hinspiel nach den ersten 45 Minuten da, 0:2 stand es aus Sicht der Schwarz-Gelben. Letzlich schied man gegen die Schotten sang und klanglos aus. "Wir sind in diesen Pokal-Wettbewerben schwach unterwegs, sehr schwach. Da sind wir unseren Ansprüchen nicht gerecht geworden", fasste Dortmunds Trainer Marco Rose zusammen.
Die bittere Wahrheit: Erstmals seit zehn Jahren steht Borussia Dortmund nicht in einem europäischen Achtelfinale. 2011/12 war der BVB als Gruppenvierter in der Champions-League-Gruppenphase ausgeschieden und damit auch in der Europa League nicht dabei.
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