Zwar gilt Donovan seit seiner Verbannung aus dem WM-Kader 2014 nicht gerade als Freund von Klinsmann. Doch alleine steht der frühere Bundesliga-Profi mit seiner Meinung in den USA schon länger nicht mehr da. Seit dem enttäuschenden Abschneiden beim Gold-Cup im Juli mit Platz vier und der Lehrstunde gegen Brasilien im September (1:4) ist der Wind, der dem Ex-Bundestrainer ins Gesicht bläst, rauer geworden.
Ein Pleite im emotionsgeladenen Prestige-Duell gegen Mexiko im Rose Bowl von Pasadena dürfte die Lage verschärfen. Zwar hatte US-Verbandspräsident Sunil Gulati zuletzt schon betont, dass es "keinen Grund für Panik gibt", und dass Klinsmann (51), mit einem Vertrag bis 2018 ausgestattet, auch bei einer Niederlage bleiben würde. Die Kritiker würde dies aber allemal erneut auf den Plan rufen.
Schon nach dem missratenen Gold-Cup hatte der ehemalige Nationalspieler und heutige TV-Kommentator Alexi Lalas die Frage aufgeworfen: "Ist Jürgen noch der richtige Mann für dieses Team?" "SoccerAmerica" hatte kritisiert, dass das US-Team "unvorbereitet und ratlos" aussah: "Ihm fehlte eine Identität." Es ist Kritik, die sich wiederholt - und die Klinsmann, seit 2011 im Amt, nur mit Ergebnissen widerlegen kann. Am besten mit einem Sieg gegen Mexiko.
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"Eine der größten Rivalitäten im Weltfußball"

Die Partie vor 90.000 Fans hat für Klinsmann und sein Team um den Ex-Schalker Jermaine Jones und den Gladbacher Fabian Johnson so oder so eine besondere Bedeutung. "Mexiko gegen USA: Das ist eine der größten Rivalitäten, die es im Weltfußball gibt. Vergleichbar mit Deutschland gegen Holland", sagte Klinsmann vor dem "Finale". Deshalb "braucht es auch keine Extra-Motivation".
Mit Blick auf die WM 2018 in Russland sieht nicht nur Klinsmann die Teilnahme am Konföderationen-Cup als "wichtiges Ziel". Dies sei "ein sehr guter Test für die WM. Man kann schon einmal ein Jahr vor dem Turnier wichtige Eindrücke sammeln. Und wir können gegen die besten Teams der Welt spielen", betonte auch US-Kapitän Michael Bradley: "Das ist eine große Herausforderung. Deshalb wollen wir uns unbedingt qualifizieren."
Dies wollen auch die Mexikaner. Die haben aber nach dem Rauswurf des Heißsporns Miguel Herrera - dieser war gegen einen Journalisten handgreiflich geworden - noch immer keinen Nationaltrainer. Im Kolumbianer Juan Carlos Osorio wird zwar bereits ein Nachfolger von Herrera gehandelt. Gegen die USA betreut aber noch der Brasilianer Ricardo Ferretti interimsmäßig die Mexikaner.
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