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Der reale Wahnsinn: Das kommt auf Jovic in Madrid zu

Der reale Wahnsinn: Das kommt auf Jovic in Madrid zu

13/06/2019 um 18:10

Luka Jovic läuft in der kommenden Saison für Real Madrid auf. Mit dem Wechsel von Eintracht Frankfurt zu den "Königlichen" geht für den Angreifer ein Traum in Erfüllung. Allerdings: Der 21-Jährige betritt beim Champions-League-Rekordsieger ein heißes Pflaster, der Druck vor der neuen Spielzeit ist noch höher als sonst. Und doch bringt die schwierige Lage bei Real klare Vorteile für Jovic mit sich.

Mehr geht nicht.

Es ist die maximale Herausforderung. Luka Jovic weiß genau, auf was er sich da eingelassen hat mit seiner Unterschrift bei Real Madrid, dem "größten Klub der Welt", wie er sagt.

"Ich bin zu einem Verein gekommen, wo ich sehr viel lernen kann."

Was die Frage aufwirft: Wie viel Zeit bekommt er für diese Lernprozesse, wie lange ist der Geduldsfaden von Trainer Zinédine Zidane, sollte es zu Beginn Eingewöhnungsprobleme geben?

Real protzt mit 300-Millionen-Euro-Paket

Denn: Jovic ist nicht irgendein Transfer für die "Königlichen", sondern gewichtiger Teil eines satten Investitionsprogramms von mehr als 300 Millionen Euro. Diese Summe gab Real bislang für neue Spieler aus.

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Eden Hazard kommt als Königstransfer für 100 Millionen Euro von Chelsea, Jovic' Ablöse liegt bei 60 Millionen, dazu stoßen Ferland Mendy (48 Mio.), Éder Militão (50 Mio.) und Rodrygo (45 Mio.) zum Team. Der Auftrag ist klar: Das "neue" Real Madrid soll die Seuchensaison 2018/2019 vergessen machen und in der Liga dem Erzrivalen FC Barcelona wieder die Rücklichter zeigen.

Benzema spielt die erste Geige

Jovic ist, wie in Frankfurt, als zentrale oder hängende Spitze eingeplant. Auf der Position also, auf der Karim Benzema den Ton angibt. Ob Zidane plant, die beiden Mittelstürmer geimnsam aufzubieten oder nicht, ist in Madrid bereits jetzt Gegenstand von Debatten.

Jovic gibt sich entspannt. "Ich denke, wir passen zusammen", so der Serbe. Klar ist aber: Die erste Geige wird zunächst Benzema spielen, wie Fußball-Experte Jorge Ordas von Eurosport Spanien betont:

"Benzema ist gesetzt auf der Neun. Umso mehr, nachdem er in der vergangenen Saison sehr starke Leistungen geboten hat. Ich gehe daher davon aus, dass Jovic in der ersten Zeit die Rolle des Einwechselspielers bekommt."

Mit Mariano Díaz und Cristo stehen Zidane zwar zwei weitere echte Mittelstürmer zur Verfügung, beide haben allerdings nicht das Format von Benzema und Jovic. Ordas traut dem Bundesliga-Einkauf viel zu. "Wenn er erstmal richtig in der Mannschaft angekommen ist, dürfte er immer wichtiger werden für das Team."

Real Madrid: Es kann nur besser werden...

Jovic hat zudem den Vorteil, dass Hazard im Fokus von Fans und Medien steht. "Die Leute hier haben noch gar keine so richtige Meinung von Jovic, er ist ja noch kein Superstar", erzählt Ordas. "Und die Erwartungen sind noch nicht so hoch, nachdem man im Vorjahr Mariano, der bei Olympique Lyon sehr stark war, geholt hat - der sich dann aber sehr schwer tat bei Real."

Sportlich gesehen kommt Jovic in eine Mannschaft, die ihre Sache eigentlich nur besser machen kann als in der abgelaufenen Spielzeit: Kein Titel, Platz drei in der Liga mit zwölf Niederlagen und 19 Punkten Rückstand auf Meister Barcelona - und zum Saisonabschluss dann fast schon symptomatisch ein 0:2 zuhause im Bernabéu gegen Betis Sevilla.

Das erfolgsverwöhnte Publikum war entsprechend bedient, was für die Mannschaft bedeutet: In der kommenden Saison müssen wieder Titel her. Und weil Real Madrid nunmal Real Madrid ist, müssen die auch attraktiv und überzeugend herausgespielt werden.

Wie gesagt: Auf Luka Jovic kommt die maximale Herausforderung zu, beim "größten Klub der Welt"...

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