Lionel Messi nach Gespräch mit Koeman sauer auf Barça
Die Beziehung zwischen dem FC Barcelona und seinem Superstar Lionel Messi bekommt offenbar weiter große Risse. Ein Abschied wird immer wahrscheinlicher. Neuster Aufreger: Nach dem Gespräch zwischen Messi und dem neuen Barca-Trainer Ronald Koeman gelangten zahlreiche Details an die Öffentlichkeit. Das soll den 33-Jährigen äußerst wütend gemacht haben, berichtet die argentinische Zeitung "Clarin".
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Dem Bericht zufolge ärgert Lionel Messi insbesondere, dass das katalanische Radio "RAC1" Aussagen aus dem eigentlich vertraulichen Gespräch mit Ronald Koeman publik machte. Der Sender gilt als Sprachrohr von Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu. Nach dem Treffen war bekannt geworden, dass der Argentinier Koeman gesagt haben soll, dass er sich eher außerhalb als innerhalb des neuen Barça-Projekts sehe.
Die Aussagen selbst scheinen offenbar zu stimmen, denn Messi wirft dem Sender nicht vor, die Zitate falsch wiedergegeben zu haben. Der sechsmalige Weltfußballer soll diese Veröffentlichungen jedoch als klaren Versuch der Führungsriege interpretieren, ihn aus dem Klub drängen zu wollen.
Aus seiner Sicht wolle man versuchen, ihn als denjenigen darzustellen, der nach der 2:8-Blamage gegen den FC Bayern kampflos das sinkende Schiff verlässt.
Uneinigkeit beim FC Barcelona über Messis Unverkäuflichkeit?
Die Pleite im Champions-League-Viertelfinale gegen die Münchner war der Höhepunkt einer schweren sportlichen Krise. Dennoch betonte Barcelona-Präsident Bartomeu zuletzt immer wieder, dass Messi unverkäuflich sei. Der US-Sender "ESPN" berichtet nun, dass dies aber offenbar nicht jeder im Klub so sehe.
Wie der Sender von namentlich nicht genannten Vorstandsmitgliedern erfahren haben will, sollen nicht alle Verantwortlichen einem Verkauf des Argentiniers negativ gegenüberstehen. Demnach wären sie bereit einem Wechsel zuzustimmen, wenn ein passendes Angebot unterbreitet werden sollte.
Jedoch müsste das Angebot so hoch sein, dass die Katalanen Geld für einen Umbau der Mannschaft bekämen und gleichzeitig ihre Gehaltskosten senken könnten. Die zweite Bedingung wäre bei einer Abgabe Messis relativ leicht zu erfüllen, schließlich ist der Angreifer mit einem angeblichen Jahresgehalt von 35 Millionen Euro der mit Abstand bestverdienenste Spieler beim 26-fachen Spanischen Meister.
PSG und Inter Mailand heiß auf Messi
"ESPN" ergänzte jedoch, dass man trotz dieser Uneinigkeit Messi unbedingt halten wolle. Das sei angeblich nach wie vor das oberste Ziel.
Die Misstöne zwischen dem Vize-Weltmeister von 2014 und seinem Herzensklub scheinen aber andere Klubs ermutigt zu haben, zum Superstar Kontakt aufzunehmen.
Der "Mundo Deportivo"-Reporter Francesc Aguilar vermeldete, dass Paris Saint-Germain und Inter Mailand bei Messis Vater Jorge, der zugleich sein Berater ist, ihr Interesse an einer Verpflichtung bekundet haben sollen. Manchester City mit Teammanager Pep Guardiola soll demnach noch keine Kontaktaufnahme gewagt haben.
Über einen Wechsel Messis zu Inter wird schon länger spekuliert. So soll sich sein Vater im Sommer bereits ein Anwesen in der Nähe von Mailand gekauft haben. Zudem gab es zuletzt Berichte, dass auch Messi selbst ein Penthouse in der norditalienischen Metropole erworben haben soll.
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