Die Zeit von Neymar bei Paris Saint-Germain gleicht einer On/Off-Beziehung. Mal wünschte sich der Brasilianer zur Ex nach Barcelona zurückzukehren, dann wiederum schwärmte er von seinem aktuellen Klub. Nun scheinen sich PSG und Neymar die Treue zu schwören, zumindest für die nächsten vier Jahre.
Diese Länge soll das Arbeitspapier haben, das der Superstar laut "TNT Sports" in Kürze unterschreiben soll. Gemeinsam wollen Neymar und PSG das große Ziel Champions-League-Triumph erreichen.
In Anbetracht der WM in Katar im nächsten Jahr will der Scheichklub für die Saison 2021/2022 eine Vorzeigemannschaft aufbieten, die idealerweise den großen Wurf in der Champions League bereits gelandet hat oder sich anschickt, dies zu tun.
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Das erste große Puzzleteil dazu ist Neymar. Das zweite könnte Kylian Mbappé sein.

Mbappé kann sich Verlängerung bei PSG vorstellen

Doch die Verlängerung mit dem Franzosen könnte sich deutlich schwieriger gestalten als mit dem Brasilianer. Das hat vornehmlich zwei Gründe.
Der erste liegt bei Mbappé selbst. Der 22-Jährige träumt auch von anderen großen Klubs, allen voran von Real Madrid. Auch der FC Liverpool rechnet sich Chancen auf Mbappé aus, sollte Real aufgrund der wirtschaftlichen Situation nicht in diesem Sommer zuschlagen können.
Allerdings betonte Mbappé auch, dass er sich einen Verbleib in Paris gut vorstellen könne. "Wenn ich unterschreibe, dann um mich langfristig einzubringen", sagte Mbappé im Januar zu "Téléfoot". Entscheidend sei, dass er eine schlagkräftige Mannschaft zur Seite gestellt bekommt.

Mbappé muss sich bis zum Sommer entscheiden

Dieser Fall dürfte nun mit der anstehenden Neymar-Verlängerung eintreten. Der neue Neymar-Vertrag setzt Mbappé aber auch gleichzeitig unter Druck. Denn die Verantwortlichen in Paris brauchen aus wirtschaftlicher Sicht eine Entscheidung bis zum Sommer.
In Zeiten der Corona-Pandemie kann auch der Scheich-Klub nicht auf die möglichen Einnahmen eines Mbappé-Transfers verzichten. Im Sommer ist die letzte Gelegenheit, bevor der Vertrag des Stürmers ausläuft. Dass er ein Jahr später ablösefrei wechselt, gilt als ausgeschlossen.
Gleichzeitig hat Neymar durch seinen Verbleib den Verhandlungsspielraum begrenzt. 35 Millionen Euro netto soll Neymar laut "AS" aktuell jährlich verdienen. In seinem neuen Vertrag dürfte das nicht weniger werden. Das schränkt Mbappé in seinen Forderungen ein - zumal noch eine weitere große Personalie im Raum steht: Lionel Messi.

Bei Messi-Transfer: Kein Gehaltsspielraum mehr für Mbappé?

Der mehrfache Weltfußballer könnte Barcelona im Sommer ablösefrei verlassen. Paris gilt neben Manchester City als Favorit auf eine Verpflichtung. Nachdem zuletzt Details über Messis Vertrag bekannt wurden, kann man sich vorstellen, in welchen Regionen sich sein Gehalt in Paris bewegen würde.
Dass dann noch Platz für Mbappés Salär (aktuell 21 Millionen Euro netto) bleibt, ist laut "AS" unwahrscheinlich. Sollte sich PSG mit seinem neuen argentinischen Trainer Mauricio Pochettino für Messi entscheiden, könnte Mbappé zum Bauernopfer.
Für Mbappé ist die Neymar-Verlängerung daher Fluch und Segen zugleich. So hat er nun zwar die Sicherheit, bei Paris ein starkes Team vorzufinden, gleichzeitig muss er zeitnah eine Entscheidung treffen - falls Paris nicht doch Messi vorziehen sollte.
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