Henrich Mchitarjan spricht über Borussia Dortmund, Manchester United, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp

Henrich Mchitarjan kommt bei Manchester United nicht wirklich zum Zug. Zum einen wird der Armenier immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen, andererseits scheint Trainer José Mourinho auch nicht voll auf ihn zu setzen. In einem Interview mit dem armenischen Fußball-Verband gibt sich Mchitarjan aber kämpferisch, blickt gleichzeitig aber auch etwas wehmütig auf seine Zeit beim BVB zurück.

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Wird da etwa jemand sentimental?
Erst im Sommer wechselte Henrich Mchitarjan für die stolze Summe von 42 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Manchester United. Ein Transfer, dem durchaus ein fader Beigeschmack anhaftete.
Gerade BVB-Boss Hans-Joachim Watzke war mit dem Verhalten Mchitarjans nicht einverstanden, kritisierte den Armenien in Interviews zumindest unterschwellig und machte mehr oder minder deutlich, dass der BVB und der Mittelfeldspieler nicht in Freundschaft auseinandergegangen waren.

Mchitarjan: "Es war eine fantastische Erfahrung"

In einem Gespräch mit dem armenischen Fußball-Verband blickt Mchitarjans nun jedoch fast wehmütig auf seine drei Jahre beim BVB zurück, wobei er gerade in seiner dritten Saison mit elf Toren und 20 Assists aufblühte. Insbesondere schwärmte er von Trainer Thomas Tuchel.
"Er hat all meine Fähigkeiten geweckt und mir volles Vertrauen geschenkt. Die Dinge liefen dann fast automatisch. Ich habe mich gefühlt, als würde ich durch die Luft fliegen - so frei war ich auf dem Feld", sagte und ergänzte:
Ein Grund, warum Mchitarjan so ins Schwärmen gerät wenn er über Borussia Dortmund spricht, könnte sein, dass es für ihn bei ManUnited noch nicht wirklich rund läuft. Für die "Red Devils" kommt er bisher lediglich auf sechs Einsätze und 133 Spielminuten, auch Trainer José Mourinho kritisierte seinen Neuzugang bereits heftig.

Mourinho zählte Mchitarjan an

"Er muss mehr tun - so einfach ist das", polterte der Portugiese, schloss gleichzeitig aber aus, dass der Mittelfeldspieler den Verein nach nur einem halben Jahr wieder verlässt. Für viele Medien stehen die Zeichen bei Mchitarjan und ManUnited bereits wieder auf Abschied, der "Mirror" berichtete erst kürzlich sogar über eine vom BVB geplante Rückholaktion. Dieses Szenario ist ob der Vorgeschichte jedoch mehr als unwahrscheinlich.
Zumal Mchitarjan trotz der nicht zufriedenstellenden Situation gar nicht daran denkt, seine Zelte in Manchester schon wieder abzubrechen. "Es gibt keine Enttäuschungen, nur Herausforderungen. Ich weiß, dass ich bei Manchester United erfolgreich sein kann und ich möchte jedem zeigen, dass ich es verdiene, ein Schlüsselspieler in dieser Mannschaft und in dieser Liga zu sein", sagte der 27-Jährige und kündigte an, alles für einen Stammplatz geben zu wollen:
Dafür, wie genau er sich zurück in die Mannschaft kämpfen kann, gab ihm Mourinho bereits einen Tipp auf den Weg. "Wir haben große Erwartungen bei diesem Klub und viele Spieler für diese Position. Er muss besser spielen als Mata, Lingard und Martial - so einfach ist das", sagte der Portugiese.
Mchitarjan muss nun also liefern, will er bei United nicht weiterhin ein Schattendasein fristen. Dafür ist Leistung notwendig, Sentimentalitäten haben dabei keinen Platz. Zumal sie sinnlos sind. Hans-Joachim Watzke beantwortete erst kürzlich die Frage danach, ob er Mchitarjan nach Dortmund zurückholen würde, mit einem klaren "Nein".
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