Manchester United in seiner schwersten Krise: Cristiano Ronaldo droht offenbar der Rauswurf

Beim 0:4 in Brentford hat Manchester United einen neuen Tiefpunkt erreicht. Die Spieler treten die Taktik des Trainers in die Tonne und lassen jeglichen Einsatz vermissen. Doch auch außerhalb des Platzes muss Coach Erik ten Hag viele Brandherde löschen. Dem lustlosen Cristiano Ronaldo droht die Vertragsauflösung und die Anhänger starten eine Kampagne gegen einen potenziellen Neuzugang.

Ten Hag nach Manchester-Debakel bedient: "Plan für die Tonne"

Quelle: Perform

Den geplanten freien Sonntag mussten sich die Spieler von Manchester United abschminken. Erik ten Hag beorderte die "Versager von Brentford" zum Straftraining.
14 Kilometer waren die Red Devils weniger gelaufen als der Gegner und genau diese 14 Kilometer ließ ten Hag Cristiano Ronaldo und Co. einen Tag später nachjoggen.
Zudem stand eine einstündige Analyse der Schmach von Brentford an. Es gibt jede Menge aufzuarbeiten nach dem schlechtesten Ligastart der Red Devils seit 86 Jahren.
Die erste Halbzeit in Brentford war ein einziges Desaster für United, die laut Gary Neville wie "Unter-Neunjährige" agierten.
Ob Neville, "Sky"-Kollege Jamie Redknapp, Alan Shearer oder Rio Ferdinand - die Experten sind sich einig: Manchester United hat einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Was eigentlich schwierig ist nach der schwachen Vorsaison mit Rang sechs in der Endabrechnung der Premier League. Neville sprach sogar von der "Vernichtung" eines großen Klubs.

Ten Hag: "Spieler haben Taktik in die Tonne getreten"

Saisonübergreifend hat ManUnited vier Begegnungen in Folge verloren, das gab es zuletzt 1979. Seine ersten beiden Spiele als United-Manager verlor zuletzt ein gewisser John Chapman - vor 101 Jahren. Auf dem letzten Tabellenplatz stand United das letzte Mal vor 30 Jahren.
Ob defensiv (sechs Gegentore in zwei Spielen resultierend durch teils katastrophale individuelle Fehler) oder offensiv (kaum vernünftige Angriffe und das einzige Saisontor erzielte der Gegner) - United hat so viele Baustellen, dass man gar nicht so recht weiß, wo man mit dem Zuschütten anfangen soll.
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Ten Hag poltert nach Debakel: "Hätte alle auswechseln müssen"

Quelle: Perform

Ten Hag kritisierte seine Spieler zwar nicht namentlich, nahm aber sonst öffentlich kein Blatt vor den Mund: "Es lag nicht an der Taktik. Die ersten beiden Tore resultierten aus klaren individuellen Fehlern. Die Spieler haben die Taktik damit in die Mülltonne getreten. Ich habe zur Pause dreimal gewechselt, ich hätte aber auch alle elf Spieler rausnehmen können."
Der Coach sieht sein Team "in einer sehr schlechten Situation", aufgeben ist aber nicht sein Ding. "Was sollen wir jetzt machen? Den Kopf in den Sand stecken? Das entspricht nicht meiner Mentalität und auch nicht der meiner Spieler."

Bericht: Manchester erwägt Vertragsauflösung von Cristiano Ronaldo

Das gilt offenbar nicht (mehr) für Ronaldo. Am Sonntag meldete "Sky Sports", dass die Klubspitze erwägt, den Vertrag des Superstars aufzulösen, sollte sich dieser nicht schleunigst deutlich verbessern.
Demnach gebe es einige Spielerkollegen, die Ronaldos Verhalten missbilligen, sich bis jetzt aber nicht getraut haben, ihn wegen seiner Verdienste um den Verein damit zu konfrontieren. Ronaldo ist nach dem Sommertheater mit geschwänzten Trainingseinheiten bei einigen Mitspielern unten durch. Sich vom "Ballast CR7" zu befreien, indem man ihm kündigt, scheint gar nicht so abwegig.
Das alleine würde Uniteds Personalprobleme nicht lösen. Auf dem Transfermarkt hielt sich der Klub bislang zurück, obwohl ten Hag offenbar unter ganz anderen Voraussetzungen von Ajax Amsterdam zu Manchester wechselte.
"Ten Hag kam unter falschen Vorwänden. Er kam mit der Erwartung, neue Spieler verpflichten zu können. Er sitzt jetzt wahrscheinlich da und denkt: 'Man hat mir hier eine Attrappe verkauft'", sagte United-Legende Ferdinand.

Kritik an Neuzugang Lisandro Martinez

Für Innenverteidiger Lisandro Martínez, den ten Hag aus Amsterdam mitnahm, gab Manchester 58 Millionen Euro aus, Linksverteidiger Tyrell Malacia kam für 15 Millionen Euro von Feyenoord. Dazu der ablösefreie Christian Eriksen aus Brenford. Eine groß angelegte Transferoffensive, die nach der schwachen letzten Saison erwartet worden war, sieht anders aus.
Redknapp kritisierte bei "Sky" vor allem die Verpflichtung von Martínez: "Er hat in den Niederlanden gut gespielt. Aber das hier ist die Premier League. Das ist eine andere Welt. Martínez hat nicht die körperlichen Voraussetzungen, hier erfolgreich zu verteidigen. Dieser Transfer war ein Fehler, ten Hag hätte Pau Torres aus Villarreal holen müssen."
Der Spanier Torres war ein heißer Kandidat bei United, wie auch Frenkie de Jong. Doch der Niederländer spielt immer noch beim FC Barcelona, obwohl sie ihn dort eigentlich nicht mehr wollen. Für Gary Neville offenbart sich in der Causa de Jong das ganze Dilemma von ManUnited.
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Lisandro Martinez erlebte einen katastrophalen Start in sein Premier-League-Abenteuer

Fotocredit: Imago

"Sie sind wochenlang zu de Jong gegangen und haben ihn angefleht: 'Bitte komm' zu uns, bitte komm' zu uns.' Das kann es doch nicht sein. Manchester United musste noch nie Spieler anbetteln, zu kommen. Und das hat nicht einmal geklappt", sagte Uniteds Ex-Spieler bei "Sky".

United-Fans startet Petition gegen Adrien Rabiot

Generell habe ManUnited Schwierigkeiten, überhaupt noch jemanden für das Trikot der Red Devils zu begeistern: "United hat Fan-Aufstände immer gekontert, indem sie den Geldbeutel geöffnet haben. Sie haben Geld locker gemacht für neue Spieler. Das Problem ist jetzt aber: Keiner will das Geld haben, keiner will zu United."
Zuletzt fiel der Name Marko Arnautovic, der Österreicher in Diensten des FC Bologna hat aber andere Pläne. "Es gibt da einen Verein aus England, der mich haben will. Aber ich bin nicht interessiert", sagte Arnautovic.
Ten Hag will sich damit nicht abfinden. "Wir brauchen neue Spieler mit Qualität. Und wir werden alles tun, um die Spieler, die wir wollen, auch zu überzeugen", sagte er nach dem Brentford-Debakel.
Neben de Jong, den United noch immer nicht aufgegeben hat, tauchten zuletzt die Namen Adrien Rabiot (Juventus Turin), Mauro Icardi (PSG) und Cody Gakpo (PSV Eindhoven) auf. Bei Rabiot soll Manchester schon recht weit sein - zum Leidwesen der Fans. Ein Teil der United-Anhänger fährt eine Online-Kampagne gegen Rabiot unter dem Hashtag #NoToRabiot.
Es scheint sich vieles verschworen zu haben gegen Manchester United. Der nächste Gegner in der Premier League heißt übrigens FC Liverpool. Gegen die Reds gab es in der letzten Saison zwei saftige Klatschen: 0:4 und 0:5. Erik ten Hag ist nicht zu beneiden.
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Quelle: Perform

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