"Lukaku hat sich entschuldigt und ist zurück im Kader", sagte der Teammanager auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Spurs am Dienstag.
"Ich möchte mich bei den Fans für den Ärger entschuldigen", sagte der 28-Jährige in einer Videobotschaft: "Ich werde jeden Tag mein Bestes geben, um meine Leistung auf dem Trainingsplatz zu bringen und sicherzustellen, dass wir Spiele gewinnen." Es sei "nicht der richtige Moment" für die Aussagen gewesen. Für ihn sei die Erkenntnis wichtig gewesen, dass die Aufregung "von Romelu nicht beabsichtigt" gewesen sei, betonte Tuchel.
Die Sache sei "nicht so groß, wie manche Menschen es gerne hätten". Er hege auch am Bekenntnis des Spielers zu den Blues "überhaupt keine Zweifel".
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Bereits vor der Sitzung war Lukaku am Montag ins Mannschaftstraining am Cobham Training Ground zurückgekehrt. Es sei im Interesse aller Parteien, die Posse hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken. Das Gespräch sei gut verlaufen. Das hatte der "Guardian" bereits am Morgen berichtet.
Federführend bei der Aussprache war den Informationen zufolge offenbar die einflussreiche Sportdirektorin Marina Granovskaia. Die 46 Jahre alte Russin trug maßgeblich dazu bei, die Wogen zwischen Lukaku und Tuchel zu glätten.

Tuchel öffnet Tür bereits am Sonntag

Schon am Sonntag hatte Cheftrainer Thomas Tuchel die Tür für den 28-Jährigen nach dem 2:2 (2:2)-Unentschieden gegen den FC Liverpool allerdings wieder aufgestoßen.
"Er ist unser Spieler, er bleibt unser Spieler, wir werden unseren Spieler immer schützen", hatte der Chelsea-Coach gesagt und versucht, den Druck aus der Debatte zu nehmen. Man wollte im Gespräch "verstehen, was er gesagt hat und warum er es gesagt hat", hatte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund am Sonntag erläutert.
Offenbar redete dem Belgier auch sein persönliches Umfeld ins Gewissen und riet ihm zu einer Entschuldigung, wie der "Guardian" berichtete.

Thomas Tuchel und Romelu Lukaku

Fotocredit: Getty Images

Interview sorgte für großen Wirbel

Lukaku hatte in der vergangenen Woche mit einem Interview bei "Sky Sports Italia" für Wirbel gesorgt. "Mir geht es körperlich gut, aber ich bin nicht zufrieden mit meiner Situation bei Chelsea", hatte der 28 Jahre alte Mittelstürmer gepoltert. Dabei nahm er auch Tuchel ins Visier: "Ich denke, der Trainer hat entschieden, mit einem anderen System zu spielen."
Zudem hatte er eine Rückkehr zu Inter Mailand ins Gespräch gebracht. Tuchel hatte das Interview in der derzeitigen Situation als "nicht hilfreich" bezeichnet. Daraufhin war der Angreifer für das Spitzenspiel in der Premier League am Sonntag gegen den FC Liverpool aus dem Kader gestrichen worden.
Erst im vergangenen Sommer wechselte Lukaku für 115 Millionen Euro aus der Modemetropole an die Themse.
Am Mittwoch (20:45 Uhr im Liveticker) empfängt der FC Chelsea im Stadtderby Tottenham Hotspur zum Halbfinal-Hinspiel im Ligapokal. Gegen seinen einstigen Trainer Antonio Conte könnte sich Lukaku also schon in dieser Woche zurück in den sportlichen Fokus schießen.
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(mit SID)

Tuchel erläutert Lukaku-Entscheidung: "Wollen ihn verstehen"

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