Manchester United bricht in der League Cup den Titelfluch - strafen die Red Devils nun auch Pep Guardiola Lügen?

Manchester United musste sechs lange Jahre warten, ehe sich die Red Devils am vergangenen Wochenende wieder eine Trophäe in ihre Vitrine stellen konnten. Der fulminante Aufwärtstrend des Rekordmeisters hat damit seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das Team von Erik ten Hag begeistert aktuell national wie auch international und ist damit auf dem besten Wege, Pep Guardiola Lügen zu strafen.

League Cup : SNTV: Football : Erik Ten Hag forget his trophy in press conference

Quelle: Eurosport

Pep Guardiola grinste schelmisch in Richtung der anwesenden Medienvertreter.
Der Starcoach von Manchester City konnte sich auf der Pressekonferenz vor dem FA Cup eine Spitze in Richtung des großen Stadtrivalen nicht verkneifen.
Darauf angesprochen, ob Manchester United ein reeller Anwärter auf den Meistertitel sei, sagte Guardiola mit einer Prise Sarkasmus: "Wenn sie ein bisschen mehr Geld ausgeben, ja. Denn sie haben noch nichts ausgegeben, oder?"
Eine ziemlich gewagte Aussage, wenn man bedenkt, dass die Red Devils in den vergangenen fünf Jahren 786 Millionen Euro (Quelle: "Transfermarkt.de") und damit sogar noch rund 86 Millionen Euro mehr als City selbst in den Transfermarkt gepumpt haben. Die Lacher hatte der Katalane mit seinem Spruch dennoch damit auf seiner Seite.
Auch der jüngste Titelgewinn des Konkurrenten im League Cup beeindruckte Guardiola nur bedingt. "Das ist normal, sie sind in der Position, in der sie normalerweise sein sollten", ergänzte er. Immerhin hätten in der Premier League laut Guardiola in der jüngeren Vergangenheit zahlenmäßig nur Liverpool und sein Team gut abgeschnitten.
Bezogen auf die vergangenen Spielzeiten mag das stimmen, in der laufenden Saison sieht die Realität jedoch anders aus.
picture

Pep witzelt über Uniteds Titelchancen: "Wenn sie mehr ausgeben..."

Quelle: Perform

ManUnited in der Liga auf dem Vormarsch

Manchester United rangiert in der Tabelle gegenwärtig auf Rang drei und hat bei acht Punkten Rückstand auf Tabellenführer Arsenal zumindest noch theoretische Chancen auf die erste Meisterschaft seit genau einem Jahrzehnt.
Die Mannschaft von Trainer Erik ten Hag verinnerlicht die Spielidee des Niederländers von Woche zu Woche besser und ist mittlerweile bereits seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen.
Auch der amtierende Titelträger City, der in der Tabelle zwischen Arsenal und United liegt, hat lediglich sechs Zähler mehr als die Red Devils, die zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand haben.
Dennoch drückte Ten Hag ein Stück weit auf die Euphoriebremse. "Wir stehen immer noch am Anfang, Manchester United wieder dorthin zu bringen, wo es hingehört", sagte der ehemalige Ajax-Coach jüngst und betonte: "Es geht darum, Trophäen zu gewinnen."
picture

Uniteds Erfolgsgeheimnis: Nach Saisonstart "nicht in Panik" geraten

Quelle: Perform

United beendet Titel-Durststrecke

Genau dies ist ten Hag und seinen Mannen zuletzt eindrucksvoll gelungen.
Am vergangenen Sonntag feierte United mit dem 2:0 (1:0)-Finalsieg gegen Ligakonkurrent Newcastle United den ersten Titel des neuen Jahres und beendete damit gleichzeitig eine lange Durststrecke.
Ganze sechs Jahre musste der erfolgsverwöhnte Rekordmeister sowohl national als auch international warten, ehe er sich eine weitere Trophäe in die Vitrine stellen durfte. Umso größter war die Freude nach dem Erfolg im Londoner Wembley-Stadion.
"Wo sie stehen und was sie tun, hätte ich mir vor sechs Monaten nicht vorstellen können", schwärmte Klub-Ikone Gary Neville in seiner Rolle als TV-Experte für "Sky Sports" und führte weiter aus: "Ten Hag hat in den vergangenen Monaten die Kontrolle über den Klub übernommen. Die Fans lieben ihre Mannschaft wieder."
Keine Frage, Ten Hag hat einen schlafenden Riesen geweckt.
picture

Manchester United hat den League Cup gewonnen

Fotocredit: Imago

United schaltet Barça aus und darf träumen

Auch der FC Barcelona musste zuletzt am eigenen Leib erfahren, zu welchen Dingen der zu Saisonbeginn noch belächelte Traditionsklub mittlerweile in der Lage ist. Die Katalanen, die zuvor 18 Spiele in Serie ohne Niederlage geblieben waren, scheiterten in der Zwischenrunde der Europa League an United und müssen ihre Träume von einem internationalen Titel damit begraben.
Im Gegensatz zum ten-Hag-Team, das darüber hinaus auch noch im FA Cup vertreten ist und nach einem 3:1 (0:0)-Sieg am Mittwoch gegen West Ham United bereits im Viertelfinale steht.
Obwohl Ten Hag nach dem League-Cup-Trimph das Kollektiv in den Vordergrund stellte, ist die gegenwärtige Erfolgsserie eng mit den Namen Marcus Rashford und Casemiro verbunden.
Während Erstgenannter nach der WM-Pause zum treffsichersten Stürmer in ganz Europa avancierte (17 Treffer), wurde Casemiro jüngst im Rahmen der FIFA-Gala in Paris sogar in die Weltelf des Jahres gewählt.
picture

Casemiro bei seiner Ehrung im Rahmen der FIFA-Gala

Fotocredit: Getty Images

Casemiro begeistert die Experten

Kein Wunder, dass die Experten der Branche in den höchsten Tönen vom Brasilianer schwärmten. "Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, aber er hat immer noch den Hunger und außerdem diese fußballerische Intelligenz", schwärmte Ex-United-Profi Roy Keane und führte aus: "Es scheint, also hätte er einen großen Einfluss in der Kabine und das ist das, was United in den vergangenen Jahren gefehlt hat."
Die Verantwortlichen dürfen sich also auf die Schulter klopfen. Immerhin nahmen sie rund 70 Millionen Euro in die Hand, um Casemiro an das Old Trafford zu locken. Eine Investition, die sich voll auszahlen sollte und Guardiolas eingangs erwähnte Aussage, der Stadtrivale würde kein Geld ausgeben, noch mehr infrage stellt.
Die Antwort auf jene Provokationen aus dem himmelblauen Manchesters können die United-Profis weiter auf dem Platz geben.
picture

League Cup : SNTV: Football : Erik Ten Hag forget his trophy in press conference

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung