FC Bayern München: Benjamin Pavards erstaunliche Wandlung - vom Sorgenkind zum Schlüsselspieler
Benajmin Pavard war in dieser Spielzeit lange Zeit das Sorgenkind beim FC Bayern. Der Franzose büßte vor der WM-Pause seinen Stammplatz in der Defensive ein und sorgte darüber hinaus mit öffentlichen Wechselabsichten für Wirbel. Mittlerweile hat sich das Blatt jeodch gewendet. Der 26-Jährige ist zu einer echten Säule in der Münchner Defensive geworden, weshalb ein Verbleib durchaus denkbar ist.
Joshua Kimmich (l.) und Benjamin Pavard (FC Bayern)
Fotocredit: Getty Images
Es ist noch gar nicht lange her, da schien es, als würde sich das Kapitel Benjamin Pavard beim FC Bayern unweigerlich dem Ende neigen.
Der 26-Jährige verlor im Spätherbst des vergangenen Jahres seinen Stammplatz auf der von ihm ungeliebten Rechtsverteidigerposition an Noussair Mazraoui und ließ seinem Frust darüber freien Lauf.
Noch vor der für Pavard persönlich enttäuschenden WM in Katar liebäugelte der französischen Nationalspieler öffentlich mit einem Abschied und sorgte damit für zusätzlichen Diskussionsstoff an der Säbener Straße. "Ich habe nichts dagegen, ein neues Projekt zu entdecken. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit. Warum nicht ein neues Land, eine neue Kultur entdecken?", sagte er gegenüber der "L'Equipe".
Aussagen, die in der Führungsriege des FC Bayern alles andere als gut ankamen. Eine Verlängerung des 2024 auslaufenden Vertrages schien daher nicht zuletzt aufgrund der Wechselabsichten Pavards in weiter Ferne. Stattdessen rückte ein Transfer im Winter in den Vordergrund, zumal Inter Mailand dem Vernehmen nach um den Verteidiger buhlte.
Letztlich scheiterte ein Wechsel jedoch am Veto der Münchner. "Wir haben diese Saison sehr große Ziele, darum wollen und können wir auf ihn nicht verzichten", erklärte Sportvorstand Hasan Salihamidzic gegenüber der "Sport Bild".
Eine Entscheidung, die sich als goldrichtig erweisen sollte.
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Benjamin Pavard (FC Bayern) in der Partie gegen Union Berlin
Fotocredit: Getty Images
Pavard bestätigt Topform gegen Union
Immerhin befindet sich Pavard seit Wochen in bestechender Form und ist in der Defensive einer der Gründe, warum der Rekordmeister in den vergangenen vier Partien gleich dreimal zu Null spielte.
Am vergangenen Sonntag im Topspiel gegen Union Berlin (3:0) verzeichnete der ehemalige Stuttgarter die meisten Ballaktionen (121) und brachte fast 95 Prozent seiner Pässe an den Mann (94,6). In der Defensive überzeugte er zudem mit einer Zweikampfquote von 70 Prozent.
"Benji spielt seit Wochen stark, heute hat er wieder ein Weltklasse-Spiel gemacht", schwärmte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann im Anschluss von seinem Schützling.
In der Tat hatte Pavard bereits zuletzt beim 1:0-Hinspielerfolg bei Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Champions League mit einer herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht - trotz seiner Gelb-Roten Karte in den Schlussminuten.
Doch wie kam es überhaupt zu jener erstaunlichen Wandlung?
Pavard profitiert von Cancelo-Transfer
Pavards aktuelles Formhoch hat viel mit der Ankunft von João Cancelo (Manchester City) in der bayerischen Landeshauptstadt zu tun.
Seit der Verpflichtung des Schienenspielers auf Leihbasis setzt Nagelsmann in der Abwehrt vermehrt auf eine Dreierkette, wodurch Pavard regelmäßig auf der Position des halbrechten Innenverteidigers zum Einsatz kommt. Eine Rolle, die ihm nach eigenem Ermessen deutlich besser gefällt.
Zweifelsohne profitiert der Franzose gegenwärtig auch von der Verletzung von Landsmann Lucas Hernández (Kreuzbandriss), der vor seiner OP in der Münchner Abwehrzentrale gesetzt war.
Dennoch scheint ein Verbleib von Pavard in München bei Weitem nicht mehr so abwegig zu sein wie noch vor ein paar Wochen.
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Benjamin Pavard (l.) und João Cancelo (FC Bayern)
Fotocredit: Imago
Nagelsmann macht sich für Pavard-Verbleib stark
Nagelsmann für seinen Teil würde eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Defensiv-Allrounder freuen.
"Ich arbeite generell gerne so lange wie möglich mit den Spielern zusammen. Benji hat sehr viel Spielzeit, war auch in der letzten Saison in der Phase, wo es nicht so gut lief, sehr verlässlich. Generell halte ich sehr viel von ihm und arbeite ich gerne mit ihm zusammen, aber es kommen immer auch mehrere Faktoren zusammen", sagte er jüngst.
Obwohl es durchaus fraglich ist, ob Pavard bei der namhaften Konkurrenz in der Innenverteidigung (Dayot Upamecano, Mathijs de Ligt, Hernández) auch in Zukunft eine ähnlich große Rolle wie aktuell bekleiden wird, soll laut der "Bild"-Zeitung eine Vertragsverlängerung des 26-Jährigen in München mittlerweile durchaus im Bereich des Möglichen liegen.
Fakt ist, dass der FC Bayern auf einen Pavard in der derzeitigen Form nur schwer verzichten kann. Schließlich gehören die negativen Schlagzeilen längst der Vergangenheit an.
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