Pep Guardiola hinterlässt unmögliches Erbe bei Manchester City - Enzo Maresca der ideale Nachfolger für Trainer-Legende

Berichten aus England zufolge wird Pep Guardiola seinen Posten bei Manchester City zum Saisonende räumen. Zehn Jahre prägte die spanische Trainerlegende die Skyblues und führte sie in die europäische Elite. "Pep hinterlässt eine enorme Lücke. Eine der größten, die wir im englischen Fußball je gesehen haben", meint Fußball-Experte Pete Sharland und erklärt, wer als idealer Nachfolger gilt.

Nachfolger bereits gefunden? Guardiola soll ManCity verlassen

Quelle: Eurosport

Das erste kleine Beben hatte schon vor etwa einer Woche eingesetzt.
Ein Leak-Video in den sozialen Medien zeigte Pep Guardiola bei einem Fototermin im Etihad Stadium: Der spanische Trainer schritt dabei andächtig an all den Trophäen vorbei, die er mit Manchester City innerhalb von zehn Jahren gewonnen hat.
Sechs Meisterschaften, eine Champions League, drei FA Cups, fünf League Cups, drei Community Shields, ein UEFA-Supercup und eine Klub-Weltmeisterschaft: Gewiss eine beispiellose Ausbeute - und ein unmögliches Erbe, welches der 55-Jährige hinterlässt?
"Er hat Manchester City komplett verändert", reagierte Pete Sharland, Redakteur und Fußball-Experte bei TNT Sports, auf übereinstimmende Berichte aus England, dass Guardiola die Citizens nach der verpassten Meisterschaft zum Saisonende verlässt. "Es ist unwahrscheinlich, dass der Klub jemals wieder einen Trainer wie ihn haben wird."

Guardiola auf einer Stufe mit Ferguson und Wenger

Zwar läuft sein Vertrag noch bis Juni 2027, laut "The Athletic" sieht sich Guardiola jedoch bereits ein Jahr früher am Ende seiner Schaffenszeit in Manchester angelangt.
"Überraschend ist es nicht", unterstrich Sharland. "In den vergangenen eineinhalb Jahren hat man oft gehört, dass er über seinen Abschied nachdenkt. Deshalb haben viele erwartet, dass er jetzt aufhört, obwohl sein Vertrag noch ein Jahr läuft."
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Pep Guardiola hat mit Manchester City in der Saison 2022/23 die Champions League gewonnen

Fotocredit: Getty Images

Dadurch konnte sich der Klub zumindest intern schon auf das drohende "Adiós" vorbereiten, das nicht weniger als eine weitreichende Zäsur ist. "Pep hinterlässt eine enorme Lücke. Eine der größten, die wir im englischen Fußball je gesehen haben", hob Sharland hervor. "Letztlich gehört er für mich auf eine Stufe mit Sir Alex Ferguson und Arsène Wenger."
Zwar komme Guardiola in Sachen Langlebigkeit nicht an die beiden Ikonen heran "und er hat definitiv mehr Geld ausgegeben als sie, aber dafür arbeitete er auch in einer deutlich konkurrenzfähigeren Ära der Premier League", fügte Sharland an. "Das bringt ihn am Ende auf ihr Niveau - als einen der drei größten Trainer, die die Premier League je gesehen hat."

Manchester City: Wer folgt auf Guardiola?

Ähnlich wie Manchester United bei Ferguson und Arsenal bei Wenger steht nun auch City vor einer unlösbaren Aufgabe: Wer soll Guardiola, der die Skyblues in eine neue Sphäre katapultiert hatte, beerben? Die Antwort auf die Frage liegt jedoch deutlich näher als zunächst angenommen.
Klar: Einen Trainer mit dem Lebenslauf von dem Spanier zu finden, ist schlichtweg unmöglich. Aber der Lehrmeister hat in den vergangenen Jahren so manchen Schüler auf die große Trainerbühne geschickt: Mikel Arteta, Vincent Kompany - und eben auch Enzo Maresca.
Laut "Sky" soll sich City bereits seit März mit Maresca einig sein, der 46-Jährige erhalte einen Vertrag bis 2029. Der Italiener arbeitete in der Saison 2022/23 als Assistent von Guardiola. Danach übernahm er für eine Saison bei Leicester City und stieg mit den Foxes in die Premier League auf, ehe es ihn zum FC Chelsea zog.
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Enzo Maresca gilt als Kandidat für die Nachfolge von Pep Guardiola

Fotocredit: Getty Images

Bei den Blues wurde Maresca nach eineinhalb Jahren trotz des Gewinns der Conference League in seiner Debütsaison sowie des unerwarteten Erfolgs bei der Klub-WM 2025 entlassen.
Für Sharland ist Maresca aus vielerlei Gründen der ideale Nachfolger auf der himmelblauen Trainerbank. "Guardiola vertraute ihm sehr, und er versteht die Arbeitsweise des Klubs komplett. Er hat die Verbindung zur Akademie, zu Peps Fußballvision und Erfahrung innerhalb der City-Struktur", führte er aus.
Das unschöne Ende bei Chelsea - zwischen Maresca und der Klubführung kam es zu massiven Verstimmungen - soll dabei keine Rolle spielen.

Guardiola: Das ist die größte Herausforderung in Manchester

Aber egal wie der Nachfolger auch heißen mag, eine Gewissheit gibt es bereits jetzt: "Sie werden nicht Guardiola sein", merkte Sharland an. "Genauso wenig konnten auch Ferguson und Wenger ersetzt werden."
Die wohl größte Gefahr für die Citizens lauert demnach vor allem innerhalb der Kabine: "Kein Trainer der Welt hätte aktuell die Ausstrahlung oder die Geschichte, um denselben Respekt zu genießen, nicht einmal jemand wie Jürgen Klopp, Hansi Flick oder Diego Simeone", so Sharland. "Guardiola ist in dieser Hinsicht einzigartig. Ich denke, den Respekt der Kabine zu gewinnen, wird für jeden Nachfolger die größte Herausforderung sein."
Stadtrivale Manchester United zerbrach einst nach Fergusons Abschied, obwohl sich der Klub lange auf das Ende seiner Ära vorbereiten konnte. Gelingt es City, dieses Schicksal zu vermeiden?
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Quelle: Perform


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