Pérez merkte an: "Wenn die oben Geld haben, rieselt es runter."
Zwölf Größen des internationalen Fußballs, darunter alle englischen Giganten sowie Real Madrid und der FC Barcelona, haben die Gründung einer von der UEFA unabhängigen Super League angekündigt. Alle diesjährigen deutschen Starter in der Champions League (Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach) wollen nicht mitmachen.
Das Milliarden-Projekt, angeschoben durch die US-Investmentbank JPMorgan, war international auf starke Ablehnung gestoßen.
Champions League
FC Bayern und BVB sprechen sich gegen Super League aus
19/04/2021 AM 15:28
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte ihrerseits eine Reform der Königsklasse auf den Weg gebracht und den abtrünnigen Klubs und deren Spielern mit Konsequenzen wie dem Ausschluss von der EM oder der Champions League gedroht.

"Will den Fußball retten": Pérez verteidigt Super League

Real-Präsident Perez kritisiert Champions League

Davon lässt sich Pérez jedoch nicht beirren. "Madrid wird nicht aus der Champions League geschmissen, definitiv nicht", sagte der mächtige Klubboss, "auch nicht Manchester City oder sonst wer. Das ist unmöglich. Auch die Spieler können ruhig bleiben."
Pérez drängt auf einen Wandel im Fußball. "Wir müssen darüber nachdenken, warum die 16- bis 24-Jährigen nicht mehr am Fußball interessiert sind", sagte Pérez. Es gebe in der Champions League zu viele Spiele auf schlechtem Niveau, "und es gibt andere Plattformen der Unterhaltung", fuhr der 74-Jährige fort.
Pérez sieht zudem eine weitere Gefahr. Er sagte: "Die neue Champions League mit 36 statt 32 Klubs soll im Jahr 2024 starten. 2024 aber werden alle diese Klubs tot sein."
Topvereine wie Real Madrid und der FC Barcelona werden nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie von einer hohen Schuldenlast erdrückt. Allerdings hatte sich bei den beiden spanischen Topklubs auch schon davor enorme Schuldenberge aufgetürmt, Corona verschlimmerte die Situation nochmals.
JPMorgan will den Gründungsmitgliedern der europäischen Super League zu ihrem Start 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, ein warmer Geldsegen für die klammen Kassen. Als Chef der Superliga ist Pérez vorgesehen.
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(SID)

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