Die Antwort gaben zeitgleich die Niederländer, die bei einem Modellversuch vor 5000 Zuschauern in Amsterdam auf Lettland trafen. Auf den Shirts der Oranje-Spieler war der Slogan "Football Supports Change" ("Fußball unterstützt Wandel") zu lesen, der eine gleichnamige Kampagne einleiten soll. An der Kampagne beteiligt sich auch Dänemark, weitere Mannschaften sollen folgen.
Der Slogan war auch auf Armbinden zu sehen. "Wir tragen diese Binden, um Freiheit, Toleranz und Inklusion zu unterstützen. Der Fußball sollte Wandel unterstützen. Auch in Katar. In Katar wollen wir Weltmeister werden, aber nicht, ohne über den Tellerrand zu schauen", hieß es in einer Erklärung der neuen Bewegung.
Der niederländischen Verband KNVB erklärte, schon 2010 in Opposition zum WM-Gastgeber Katar gegangen zu sein.
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Die Begegnung in Amsterdam war indes auch auf dem Feld eine besondere: Geleitet wurde die Partie von Schiedsrichterin Stephanie Frappart aus Frankreich, die als erste Frau weltweit ein Spiel der WM-Qualifikation der Männer pfiff. Am Sonntag wird zudem Katerina Monsul (Ukraine) die Partie zwischen Österreich und den Färöern leiten.

Auch Dänemark plant einen Katar-Protest

Proteste zur Unterstützung der Arbeiter in Katar wird es am Sonntag auch von der dänischen Nationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen die Republik Moldau geben. "Die Spieler haben entschieden, auf die Notwendigkeit von Änderungen in Katar hinzuweisen", teilte der dänische Verband mit.
Sowohl das DFB-Team als auch Norwegen hatten zuletzt mit Aktionen die Verhältnisse im Land des kommenden WM-Gastgebers angeprangert. Die deutschen Spieler hatten vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island (3:0) jeder ein schwarzes T-Shirt mit einem weißen Buchstaben getragen - zusammen lautete die Botschaft: HUMAN RIGHTS.
Am Mittwoch hatte die norwegische Nationalmannschaft eine ähnliche Botschaft gesendet. Die Spieler trugen vor der Partie in Gibraltar (3:0) weiße T-Shirts mit der Aufschrift: "Menschenrechte - auf und neben dem Platz".
Katar steht bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International seit Jahren wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Der englische Guardian hatte kürzlich berichtet, dass seit der WM-Vergabe an das Emirat 2010 mehrere Tausend Menschen auf Stadion-Baustellen gestorben sind.
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