Comeback von Manuel Neuer in Nationalmannschaft: Dietmar Hamann gegen Rückkehr des Bayern-Stars ins DFB-Tor zur WM

Die Diskussion um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer im DFB-Team nimmt weiter Fahrt auf, doch nicht alle sind dafür. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann spricht sich klar gegen eine Rückkehr des 40-jährigen Torhüters in die DFB-Auswahl aus und stärkt Oliver Baumann den Rücken, während auch Oliver Kahn und Almuth Schult ihre Sicht auf die Diskussion schildern.

Happy Birthday, Manu! Eine Hommage an den Welttorhüter zum 40.

Quelle: Perform

"Oliver Baumann hat die gesamte Qualifikation gespielt und wenn man jetzt kurz vor der WM Neuer zurückholen würde, frage ich mich, ob das auch in der Mannschaft so positiv aufgenommen werden würde. Der Baumann hat sehr gut gehalten und sich den Platz beim DFB verdient", schrieb der Vize-Weltmeister von 2002 Hamann in seiner "Sky"-Kolumne.
Oliver Kahn legt Neuer gar das Karriereende nahe - unter Bedingungen. "Ist das jetzt nicht der perfekte Zeitpunkt, mit Bayern nochmal alle Titel mitzunehmen und dann wirklich auf dem allerhöchsten Punkt auszusteigen, auf dem man aussteigen kann?"
"Brauche ich da noch eine WM in den USA mit über 40 Grad im Schatten? Muss ich mir das noch antun? Das sind die Gedanken, die er sich, glaube ich, im Moment macht", sagte der einstige "Titan" in der "Sky"-Sendung "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk".
Nach dem Sieg des FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid (2:1) waren die Rufe nach einer Rückkehr Neuers in die Nationalmannschaft lauter geworden.

Hamann fordert klares Signal von Neuer

"Zweifelsfrei hat Manuel Neuer einen großen Anteil daran, dass der FC Bayern vor dem CL-Rückspiel gegen Real in einer sehr guten Ausgangslage steckt. Dass alle Welt nun fordert, dass er zurück ins DFB-Tor müsse, sehe ich allerdings etwas kritisch, schließlich ist Neuer selbst damals zurückgetreten", schrieb Hamann.
"Wenn, dann müsste er von sich aus ein Zeichen geben, dass er sich vorstellen kann, zurück in die Nationalmannschaft zu kommen und dann hätte der Bundestrainer eine Entscheidung zu treffen."

Schult: Neuer-Debatte "in den Extremen"

Für Almuth Schult ist es eine Diskussionen "in den Extremen", wie die frühere Nationaltorhüterin im Podcast "Almuths Pausen-T" des "Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND)" sagte. Neuer sei entweder "unglaublich gut oder grottenschlecht. Viele sehen ihn immer noch als Ikone, bewerten ihn demnach sehr kritisch – und das macht man normalerweise nur mit den Besten", sagte Schult.
Der inzwischen 40-jährige Neuer war nach der Heim-EM 2024 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Der Weltmeister von 2014 hatte ein Comeback danach ausgeschlossen. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann machte keine Anstalten, Neuer für die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) zurückzuholen.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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