WM 2026 - Drei Dinge, die beim Frankreich-Sieg gegen Senegal auffielen: Die zwei Gesichter des Kylian Mbappé

Die Star-Truppe von Frankreich zeigte bei ihrem WM-Auftakt gegen Senegal eine erschreckend schwache erste Halbzeit, steigerte sich allerdings nach der Pause und gewann mit 3:1. Passend dazu die Leistung von Kylian Mbappé: erst fehlerhaft, dann grandios. Auch Bayern-Spieler Michael Olise hatte großen Anteil an dem Sieg über die Afrikaner, die an diesem Abend das Glück nicht auf ihrer Seite hatten.

Mbappé watscht die Kritiker ab: "Nein, es gibt keine Revanche"

Quelle: MagentaTV

Frankreich ist mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft 2026 gestartet. Nach einer torlosen 1. Halbzeit war die zweite Hälfte ein echtes Spektakel: Kylian Mbappé traf in der 66. Minute zum 1:0, Bradley Barcola baute die Führung in der 82. Minute aus.
Die Partie schien nahezu entschieden zu sein, wurde aber in der Nachspielzeit noch einmal spannend.
Ibrahim Mbaye (90+5) gelang der Anschlusstreffer zum 1:2 und ließ kurzzeitig Hoffnung bei den Senegalesen aufkommen.
Doch Mbappé sorgte direkt im Gegenzug mit dem 3:1 (90+6) für die Entscheidung - und avancierte somit einmal mehr zum X-Faktor. Die Auszeichnung "Man of the Match" schnappte sich aber ein Teamkollege.
Drei Dinge, die bei Frankreich vs. Senegal auffielen.

1. Olise-Umstellung bringt die Wende

In den ersten 45 Minuten war kaum zu erkennen, warum Frankreich als der große Top-Favorit der Weltmeisterschaft gehandelt wird. Die Offensiv-Stars Kylian Mbappé, Desiré Doué, Michael Olise und Ousmane Dembelé fanden gegen Senegal kein Durchkommen. Das Torschussverhältnis in der 1. Halbzeit: 5:1 für Senegal! Darunter befanden sich zwei Großchancen für die Afrikaner.
Nach der Halbzeit stellte Frankreich das Spiel taktisch um. Dembelé ging vielfach auf den Flügel, sodass Olise vermehrt ins Zentrum rückte und Chancen kreierte. Plötzlich entfachten die Franzosen mehr Offensiv-Power, die Tormöglichkeiten mehrten sich, die Tore fielen. Olise bereitete beide Treffer für Mbappé vor und wurde zum "Man of the Match" ernannt.
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Unbeeindruckt wie immer: Michael Olise mit seiner Mann-des-Spiels-Trophäe

Fotocredit: Getty Images

"Magenta"-Experte Mats Hummels lobte den Bayern-Spieler: "Seine Positionierung war zentraler. Er war viel mehr in das Spiel eingebunden und hat dann einfach tolle Entscheidungen getroffen. Er spielte die richtigen Pässe im richtigen Moment."
Thomas Müller schwärmte regelrecht von seinem ehemaligen Bayern-Kollegen: "Er ist aktuell der magische Spieler, er hat einen super Pass auf Mbappé gespielt und weitere Chancen eingeleitet. Er ist aktuell das Zünglein an der Waage."

2. Mbappé zeigt seine zwei Gesichter

Mbappé bekam gleich in der ersten Trinkpause von Nationaltrainer Didier Deschamps ein paar - augenscheinlich kritische - Worte zu hören. Die genaue Botschaft ist zwar nicht bekannt.
Sicher ist aber, dass der Superstar in der Anfangsphase des Spiels reichlich Angriffsfläche bot. In den ersten zwölf Minuten bekam er zweimal den Ball gefährlich zugespielt, hatte aber Schwierigkeiten mit der Ballannahme. Die Chancen verpufften.
Der größte Fehler allerdings war sein Ballverlust in der 25. Minute, der mit einem Konter und einem Pfostenschuss von Nicolas Jackson bestraft wurde. TV-Experte Robert Andrich kritisierte das Verhalten von Mbappé: "Er verliert den Ball, rennt drei Meter hinterher und denkt dann, irgendwer wird es schon machen. Das ist es, was mich an ihm so stört."
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WM - Kylian Mbappé jubelt nach seinem Führungstor für Frankreich gegen Senegal

Fotocredit: Getty Images

Nach der Pause zeigte Mbappé ein anderes Gesicht und sorgte für den Führungstreffer. Als er einen Traumpass von Olise in den Strafraum serviert bekam, traf er mit dem ersten Kontakt aus der Drehung heraus flach ins linke Eck.
Kurz nachdem Senegal den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielt hatte, traf er aus der Distanz zum 3:1 – ein Traumtor! Nun ist Mbappé mit 58 Toren alleiniger Rekord-Torschütze von Frankreich. Die nächste Bestmarke ist nicht weit: Mit 14 WM-Toren ist er lediglich zwei Treffer vom Rekordhalter Miroslav Klose entfernt.
Mbappé wollte den Sieg nicht überbewerten: "Ich glaube nicht, dass wir voll in Fahrt sind. Aber es ist gut, mit so einem Sieg zu beginnen. Es war nicht einfach, aber man kann jederzeit ein Tor schießen und den Unterschied ausmachen."
Den Beweis dafür hat der Superstar persönlich erbracht.  

3. Ex-Bayern-Stars im Mittelpunkt

Für einen kurzen Moment schien es so, als könnte Nicolas Jackson zum Helden des Spiels werden. Nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer zum 0:1 sorgte der Ex-Leihspieler des FC Bayern für einen kurzen Jubel.
Mit einem strammen Volley schoss er den Ball unter die Latte. Doch der Linienrichter hob die Fahne. Der Stürmer stand bei der Passabgabe klar im Abseits. Trotzdem: Jackson war ein Aktivposten im Spiel von Senegal.
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Sadio Mané grätschte Kylian Mbappé im Strafraum um

Fotocredit: Getty Images

Mit Mané stand noch ein weiterer ehemaliger Stürmer des FC Bayern in der Startelf. Dieser hätte fast einen Elfmeter verursacht. Im eigenen Strafraum traf er Mbappé am Fuß und brachte diesen zu Fall. Schiedsrichter Alireza Faghani reichte der Kontakt trotz Videoüberprüfung für einen Strafstoß nicht aus. Eine fragwürdige Entscheidung.
Senegal baute nach der guten ersten Halbzeit spürbar ab. Abgesehen vom Anschlusstreffer brachten sie in der zweiten Halbzeit keinen weiteren Schuss aufs Tor zustande.
Nach der Auftakt-Niederlage steht die Mannschaft unter Druck, in den bevorstehenden Gruppenspielen gegen Norwegen (23.6.) und Irak (26.6.) zu punkten. Dafür dürfte womöglich mehr als eine gute Halbzeit notwendig sein.
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Müller lobt Bayern-Star: "Olise ist der magische Spieler"

Quelle: MagentaTV


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