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Leichtathletik-WM 2023: Sha'Carri Richardson legt schräge Pressekoferenz hin - Weltmeisterin löst Empörung aus
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Publiziert 22/08/2023 um 14:21 GMT+2 Uhr
Sha'Carri Richardson hat nach ihrem Weltmeister-Triumph über die 100 Meter bei der WM in Budapest eine äußerst schräge Pressekonferenz abgehalten. Die US-Amerikanerin reagierte auf Fragen der Medienvertreter sarkastisch, korrigierte sie, wenn sie ihren Namen falsch aussprachen und griff manche von ihnen an. Die Resonanz auf das skurrile Auftreten der Weltmeisterin fiel gemischt aus.
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Quelle: Eurosport
Einige Journalisten reagierten mit Gelächter auf die Antworten der 23-Jährigen, die am Montagabend im 100-Meter-Finale ihre ärgsten Konkurrenten Shericka Jackson und Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika hinter sich ließ und mit einem Championshiprekord von 10,65 Sekunden zum Titel in der ungarischen Hauptstadt lief.
Andere wiederum reagierten mit Unverständnis und Wut auf die Aussagen der Sprinterin. Das norwegische öffentlich-rechtliche Medium "NRK" berichtete von teils wütenden Medienvertretern, die den Auftritt als "total respektlos" betitelten.
Grund der Empörung war eine Weltmeisterin, die kein großes Interesse daran hatte, den Journalisten Rede und Antwort zu stehen.
Während viele Fragen mit einem "Nein Danke" seitens der US-Amerikanerin abgelehnt wurden, regte sich die 23-Jährige dafür umso mehr darüber auf, wenn ihr Name unabsichtlicherweise falsch ausgesprochen wurde.
Richardson reagiert sarkastisch auf Nachfragen
Auf Nachfragen zu ihrer Leistungssteigerung seit der WM im letzten Jahr, als sie die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Eugene nicht schaffte, hin zum Titel in diesem Jahr, reagierte sie lediglich mit sarkastischen Antworten.
"Ja, ich habe die WM letztes Jahr verpasst - Sie hätten mich nicht erinnern müssen", entgegnete sie einem Journalisten.
"Der Unterschied zwischen damals und heute ist, dass ich mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben bin, den Glauben bewahrt habe und Menschen um mich hatte, die sich um mich kümmern", fügte sie hinzu.
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Aussage führt zu Gelächter
Dazu griff sie das US-Portal "LetsRun" direkt an. Auf Nachfrage, welche Faktoren in diesem Jahr besser gelaufen seien, antwortete die Sprinterin: "Das Ausblenden von Störgeräusche und Medien - so wie Ihres."
Die Aussage führte im Mediensaal vereinzelt zu Gelächter, aber auch zu Verärgerung und Gegenwind von den Journalisten. Selbst die Drittplatzierte Fraser-Pryce musste sich nach der Aussage mit ihren Emotionen zurückhalten.
Auf "X", ehemals Twitter", erntete die US-Amerikanerin mächtig Kritik von renommierten Leichtathletik-Journalisten wie Scott Cacciola.
Antwort führt zu Unverständnis: "Total peinlich"
Der Redakteur der "New York Times" kommentierte das Video mit den Worten: "Eine absolut faire und angemessene Frage. Und die 'Reporter', die über ihre stachelige Antwort lachen und ihr applaudieren, sind eine Peinlichkeit."
"Guardian"-Kollege Cathal Dennehy pflichtete ihm bei und betitelte die Aktion als "total peinlich".
Doch neben den ganzen negativen Reaktionen fanden sich unter den Journalisten ebenfalls Personen, die den Weg der 23-Jährigen hin zum WM-Gold lobten und den schweren Weg der jungen Sprinterin bis auf den Weltmeister-Thron beeindruckend fanden.
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