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Deutschland bei der Leichtathletik-WM 2025 mit Licht und Schatten: Mihambo und Co. dennoch "auf dem richtigen Weg"
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Publiziert 21/09/2025 um 11:08 GMT+2 Uhr
Das deutsche Leichtathletik-Team hat bei der WM in Tokio das Nullnummer-Debakel von Budapest vermieden, doch der Weg zurück in die Weltspitze ist trotzdem noch lang. Herausragend waren Silbermedaillen von Malaika Mihambo, Amanal Petros und dem aufstrebenden Hammerwerfer Merlin Hummel. Gleichzeitig zeigten sich jedoch auch Schwächen in einigen klassischen DLV-Disziplinen.
Der Sprung zu Silber: Mihambo krönt sich zur Vize-Weltmeisterin
Quelle: Eurosport
Silber-Glanz durch "Mrs. Zuverlässig" Malaika Mihambo, Marathon-Held Amanal Petros und Deutschlands neuen King im Ring Merlin Hummel, aber auch einige verpasste Chancen - und so drohte den deutschen Leichtathleten bei der WM in Tokio noch das historische Goldlos-Double: Zweimal in Folge kein Gold, das gab es noch nie.
Ein Nullnummer-Debakel wie vor zwei Jahren in Budapest haben die DLV-Asse verhindert, auf dem angepeilten Weg zurück in die Weltspitze und bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles wartet allerdings noch jede Menge Arbeit.
Die WM habe gezeigt, dass "das deutsche Team trotz einiger Herausforderungen auf dem richtigen Weg ist", sagte Jörg Bügner, Sportvorstand im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), man habe "große und kleine Erfolgsgeschichten geschrieben".
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Es sei aber auch klar, "dass der Weg zurück in die absolute Weltspitze in manchen Disziplinen noch lang und anspruchsvoll ist. Rückschläge gehören dazu. Sie erinnern uns daran, wie intensiv und herausfordernd Spitzensport ist." Eine WM ohne Gold für Deutschland gab es bisher nur in Budapest 2023 und in Paris 2003, bei Olympia 2024 in Paris hatte das DLV-Team vier Medaillen (ein Gold) gewonnen.
Silberglanz und Pleiten
Zu Beginn der Titelkämpfe in Tokio war das deutsche Team mit drei Mal Silber an den ersten vier Tagen super gestartet, danach wurden einige Schwächen und Fehler auf der Weltbühne mit brutal hohem Niveau aber auch gnadenlos bestraft - und am Ende hofften sie auf ein furioses Finale mit den Zehnkämpfern Leo Neugebauer und Niklas Kaul, Hochspringerin Christina Honsel und der Sprintstaffel um Gina Lückenkemper.
Dass die bekannten Leistungsträger nicht gerade jünger werden, dürfte Bügner mit Blick auf Los Angeles Sorgen machen. Mihambo, die Medaillenlieferantin der vergangenen Jahre, wird nächste Saison ebenso 32 Jahre alt wie Speerwerfer Julian Weber. Der Mainzer hatte diese Saison mit 91,51 m eigentlich überzeugt und wollte unbedingt eine Medaille, zählte dann in Tokio mit Platz fünf aber zu den großen Verlierern.
Auch die hoch gehandelten Diskus-Frauen Kristin Pudenz und Marike Steinacker, die es nicht mal ins Finale schafften, gehörten zu den Enttäuschten, zudem hatten sich Hindernis-Ass Frederik Ruppert (Zwölfter) oder Kugel-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (Sechste) deutlich mehr vorgenommen.
DLV-Nachwuchs mit Potenzial
Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer, rund um Hammer-Aufsteiger Hummel (23) drängt eine neue, aufstrebende Generation ins Rampenlicht. So begeisterte etwa Hummel die Fans mit seinem selbstbewussten Auftritt in Tokio, Hürden-Läufer Emil Agyekum (26) wurde ebenso starker Sechster wie Mittelstreckler Robert Farken (28/1500 m), und Siebenkämpferin Sandrina Sprengel (21) stürmte unbekümmert auf Platz fünf. "Kopf aus, nichts gedacht, einfach einen rausgehauen", sagte sie.
Und so ist Ogunleye, die auch erst 26 Jahre alt ist und die besten Jahre als Kugelstoßerin noch vor sich haben dürfte, auch nicht angst und bange vor der Zukunft der deutschen Leichtathletik. "Das Team ist jung und dynamisch", sagte sie. Und Bügner meinte, die "mutigen" Auftritte der jungen Talente zeigen das "Potenzial für kommende Wettbewerbe". Da kann also noch etwas kommen.
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(SID)
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