Olympische Winterspiele: Johannes Rydzek zum Aus der Nordischen Kombination: "Zieht den Boden unter den Füßen weg"

Nach Bundestrainer Eric Frenzel hat sich auch Olympiasieger Johannes Rydzek zum Olympia-K.o. der Nordischen Kombination durch das IOC geäußert. "Das zieht mir, zieht, glaube ich vielen so ein bisschen den Boden unter den Füßen weg." Es sei "eine Entscheidung, die so weitreichend ist, die uns, vor allem den Athleten, den Betreuern, dem Umfeld die Perspektive raubt", sagte der Weltmeister.

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Quelle: Eurosport

Beim "Bayerischen Rundfunk" mahnte der 34-Jährige, der seine Karriere im März beendet hatte: "Die Frage nach den Perspektiven müssen wir uns sehr sehr bald stellen."
Zwar plane der Weltverband FIS "aktuell weiter mit der Kombination", doch die Frage ist, wie lange das ohne olympischen Status so bleibt. Zugesichert sei die Einbeziehung bei der WM im kommenden Jahr im schwedischen Falun.
Auch der Deutsche Skiverband (DSV) hatte sich nach der einschneidenden Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees für die Spiele 2030 wenig konkret dazu geäußert, wie der Stellenwert der über Jahrzehnte medaillenträchtigen Nordischen Kombination im Verband künftig sein wird.
Laut FIS-Athletensprecher Rydzek habe sich die Sportart "genau in den Punkten weiterentwickelt", in denen das IOC Veränderungen gefordert habe.

Nordische Kombination zeigt Fortschritte

Die Frauen sind mittlerweile integriert, tragen seit 2020 Weltcups aus und nehmen an Weltmeisterschaften teil, die Leistungsdichte hat auch international zugenommen.
Das IOC befand aber, dass die Nordische Kombination bei Popularitätsbewertungen während der Winterspiele 2026 zumeist am Ende im Vergleich der olympischen Sportarten gelegen habe.
Der siebenmalige Weltmeister Rydzek gibt sich dennoch kämpferisch: "Ich glaube, die Kombination hat Zukunft. Zum Beispiel die Option, 2034 wieder dabei zu sein, die werden wir natürlich nicht auslassen. Wir werden schauen, dass wir alle Möglichkeiten nutzen, die es gibt. Auch wenn es aktuell wie ein mittelgroßes Wunder scheint, gleich wieder reinzukommen."
Am Mittwoch hatte sich bereits Bundestrainer Frenzel geäußert und von einer "herben Enttäuschung" gesprochen.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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