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Olympia 2026: Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo - umjubelte Rückkehr mit großen Fragezeichen
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Publiziert 21/02/2022 um 15:22 GMT+1 Uhr
Endlich wieder Winter-Olympia in einer Wintersport-Welt - allerdings: Auch Mailand/Cortina 2026 ist nicht frei von Sorgen. Die Wettkampfstätten verteilen sich auf vier verschiedene Orte und eine Fläche von 22.000 Quadratkilometern. Zudem den ersten italienischen Spielen seit 2006 eine Kostenexplosion: Nicht nur die Infrastruktur sondern auch die Wettkampforte müssen dringend aufpoliert werden.
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Quelle: Eurosport
In vier Jahren soll also alles besser werden. Olympische Winterspiele in Norditalien, an Orten, wo der Wintersport zuhause ist, und bei Menschen, denen er nicht erst erklärt werden muss. Mailand/Cortina 2026 - das verheißt Erlösung.
"In vier Jahren werden wir endlich wieder Winterspiele in einem echten Berggebiet erleben", schrieb die Zeitung "La Stampa" nach der Schlussfeier in Peking. Das klingt gut. Ist es das auch?
"Die italienischen Winterspiele 2026", versicherte die "Gazetta dello Sport", "werden bestimmt mehr Seele als jene in Peking haben", dort habe es, allerdings auch wegen der Corona-Pandemie, "an olympischem Enthusiasmus gefehlt."
Sochi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022 - Orte, die bei den Sportlerinnen und Sportlern wenig Begeisterung auslösten. Die aber nicht zuletzt als neue Absatzmärkte für die Ski-Industrie auserkoren wurden.
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Italien ist bereit: Peking übergibt an Mailand und Cortina
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Probleme sind offensichtlich
Die Organisatoren von Mailand/Cortina 2026 versprechen eine "Rückkehr zu den Wurzeln", und so ganz verkehrt ist diese Behauptung nicht. Antholz (Biathlon), Bormio (Ski Alpin Männer), Val di Fiemme (Skispringen, Skilanglauf, Eisschnelllauf) und eben Cortina d'Ampezzo (Bob, Rodeln, Skeleton, Curling, Ski Alpin Frauen) - es sind allesamt Wettkampforte, die eine lange Tradition als Gastgeber von Weltmeisterschaften und Weltcups haben.
Und doch sind die Probleme bereits offensichtlich. "Den Spielen wird der olympische Geist fehlen", befürchtet die Skirennläuferin Federica Brignone, geboren in Mailand, in Peking gerade mit Silber und Bronze dekoriert.
In der Tat ist die Nutzung bereits bestehender Infrastruktur äußerst sinnvoll, allein schon aus ökologischer Sicht, freilich wird Olympia 2026 deshalb auch verstreut sein über ein Gebiet von 22.000 Quadratkilometern.
Wettkampfstätten sorgen für Kritik
Manches erscheint absurd: Von Mailand bis nach Cortina sind es 400 Kilometer in Richtung Nordosten, von Cortina nach Bormio wiederum 300 Kilometer gen Westen. In beiden Bergorten sollen alpine Wettbewerbe ausgetragen werden - obwohl Cortina 2021 Frauen wie Männer zur WM beherbergte.
Doch die Aufblähung auf 109 Wettbewerbe erfordert diese Streuung. 2026 etwa kommt Skibergsteigen neu dazu. 1956 reichte allein Cortina aus - für 24 Wettbewerbe.
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Offiziell beendet: Die olympische Flamme in Peking erlischt
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Die Internationale Alpenschutzkommission Cipra hat in einem offenen Brief an das Internationale Olympische Komitee (IOC) kritisiert, dass bei Mailand/Cortina 2026 "von Nachhaltigkeit keine Spur" zu erkennen sei. Konkret stört sich Cipra etwa daran, dass die bereits seit 2008 ungenutzte Bobbahn in Cortina für rund 70 Millionen Euro instandgesetzt werden soll. Man solle doch überlegen, die Eisrinne in Innsbruck-Igls zu nutzen.
Hohe Kosten für Olympia-Traum
Kalkuliert wird von den Organisatoren mit einem Budget von 1,6 Milliarden Euro - Steuergelder sollen angeblich nicht fließen. Nicht eingerechnet sind da die mindestens eine Milliarde Euro, die für die nötige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur aufgewendet werden müssen - in Form von Steuergeldern.
Unklar ist auch: Wird das PalaItalia in Mailand (für Eishockey) rechtzeitig fertig, bekommt die Eisschnelllaufbahn im Val di Fiemme ein Dach?
Federica Brignone, 31, hält allem Anschein nach nicht viel von den Plänen, die allzu sehr nach Flickenteppich und Kompromisslösung aussehen: "Da vergeht einem die Lust."
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Mit Weltkugel und Kinderchor: Die Olympia-Abschlussfeier in Peking
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(SID)
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