Ben Healy sieht Tadej Pogacar deutlich stärker als Remco Evenepoel: "Kann die Beschleunigung einfach nicht mitgehen"
VonNiklas Bien
Update 01/12/2025 um 13:43 GMT+1 Uhr
Das Radsportjahr 2026 wirft schon jetzt seine Schatten voraus: Während Remco Evenepoel zuletzt eine Kampfansage in Richtung Tadej Pogacar geschickt und dieser zuvor schon seinen Respekt vor dem Red-Bull-Neuzugang geäußert hatte, sieht Ben Healy den slowenischen Dominator immer noch ein Stück vor dem Belgier. "Er kann die Beschleunigung, die Pogacar hat, einfach nicht mitgehen", sagte der Ire.
Highlights: Pogacar nach Mega-Solo erneut Weltmeister
Quelle: Eurosport
Evenepoel gehört zum Besten, was der Radsport aktuell zu bieten hat: Zwei olympische Goldmedaillen, vier WM-Titel und der Gesamtsieg bei der Vuelta a Espana 2022 stehen im Katalog des 25-Jährigen.
Und trotzdem scheint ein Konkurrent weiter übermächtig: Tadej Pogacar. Das Straßenrennen bei der Weltmeisterschaft in Kigali im September war das bislang letzte große Duell der beiden Topfahrer.
Ben Healy hatte als Teil der Favoritengruppe damals beste Sicht auf die beiden Titelanwärter. Evenepoel war "unfassbar stark" schwärmte Healy im Podcast "The Roadman: "Als wir mit ihm in der Gruppe waren, hat er uns einfach nur herumgezogen. Wir haben nur das absolute Minimum getan und er war wie ein Zug."
Trotz des starken Tempomachers hatte Pogacar irgendwann genug gesehen und löste die Gruppe mit einer starken Attacke in kürzester Zeit auf.
Evenepoel mit Kampfansage, Pogacar schaut genau hin
"Tadej tritt an, Remco geht kurz hinterher. Und dann ist es, als würde er eine Cyanid-Tablette nehmen - er explodiert einfach", sagte Healy über die Kräfteverhältnisse der beiden Konkurrenten.
Der WM-Titel im Straßenrennen ging mit 1:28 Minute Abstand an den Slowenen, Evenepoel holte Silber, Healy Bronze.
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Pogacar geht am Mont Kigali – Evenepoel lässt reißen
Quelle: Eurosport
Mit seinem Wechsel zu Red Bull-Bora-hansgrohe soll Evenepoel nun den nächsten Schritt gehen. Dominator Pogacar hat die Entwicklung des 25-Jährigen genau im Blick. "Es wäre beängstigend, ihn noch besser zu sehen", sagte der Slowene zuletzt im Gespräch mit dem belgischen Medium "Sporza".
Die erste Kampfansage hat der Belgier mit Blick auf sein Heimrennen Lüttich–Bastogne–Lüttich schon abgefeuert. "Ich glaube, ich sollte in der Lage sein, Pogacar in Lüttich zu schlagen - vorausgesetzt ich bin in Top-Form", sagte Evenepoel im Podcast "Café Koers".
Evenepoel hasst Verlieren
Für Healy passt die Ansage des vierfachen Weltmeisters gut zu seinem Charakter. "Er kann Verlieren nicht ausstehen. Er ist ein Gewinner. Er wurde schon als das nächste große Ding gesehen, als er noch ein Junior war. Er ist den Leuten einfach davongefahren. Ich denke, er hat Schwierigkeiten mit dem Gedanken, dass einer besser ist als er", so der Ire.
Aktuell ist Pogacar noch besser - geht es nach Evenepoel, wird der Abstand in der kommenden Saison schon ein gutes Stück kleiner.
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