Luke Rowe kritisiert Doper im Peloton - Ex-Ineos-Profi redet im Podcast mit Geraint Thomas über Schikane im Peloton

Luke Rowe hat im Podcast "Watts Occurring" mit Geraint Thomas über seine Haltung gegenüber Dopingsündern gesprochen. Der frühere Ineos-Profi erklärte, er habe überführte Fahrer im Peloton bewusst gemieden und ihnen den Wiedereinstieg erschwert. Rowe, heute Sportdirektor bei Decathlon-AG2R-La Mondiale, betonte, dass Dopingvergehen im Radsport seiner Meinung nach nicht verziehen werden sollten.

Ex-Ineos-Profi Luke Rowe spricht über seinen Umgang mit Dopingsündern

Fotocredit: Getty Images

Der frühere Ineos-Grenadiers-Profi Luke Rowe hat in dem gemeinsam mit Geraint Thomas betriebenen Podcast "Watts Occurring" erklärt, dass er verurteilten Dopern im Peloton bewusst das Leben schwer gemacht hatte.
Er habe solche Fahrer "weggedrückt" oder ihnen "die Tür zugemacht", um ihnen zu zeigen, dass sie im Radsport nicht willkommen seien, so der Waliser.
"Wisst ihr, wen ich weggedrückt habe? Leute, die positiv getestet wurden und wieder zurückkamen. Ich habe sie absichtlich weggeschoben. Wenn jemand schwarz auf weiß überführt ist und neben mir fährt, lasse ich keinen Platz. Ich verstehe nicht, warum das nicht jeder gemacht hat, dann wäre ihr Leben im Peloton die Hölle gewesen. Denn sie verdienen es nicht, zurückzukommen", antwortete Rowe auf die Frage, welche Fahrer im Feld unbeliebt gewesen seien.
Während sich sein ehemaliger Teamkollege Thomas zurückhielt, ließ der heutige Sportdirektor von Decathlon-AG2R-La Mondiale seiner Verärgerung freien Lauf.

Rowe: "Einfach aus dem Sport mobben"

"Das ist die einzige Kategorie von Fahrern, bei denen ich dachte: Mir ist völlig egal, was mit denen passiert. Ihr habt mich betrogen. Ihr habt den Sport betrogen. Scheiß auf euch. Stellt euch vor, alle 160 Fahrer würden euch wie Dreck behandeln, genau das, was ihr verdient."
"Dann würdet ihr von selbst verschwinden. Man könnte sie einfach aus dem Sport mobben. Zurück dorthin, wo sie hingehören", so Rowe, der seine Tirade schließlich mit einem Schmunzeln beendete: "Ich habe mich da ein bisschen hineingesteigert."

Sky/Ineos wegen umstrittener Praktiken in der Kritik

Der frühere Klassikerspezialist bestritt seine gesamte Karriere beim Team Sky (heute Ineos), das in Rowes aktiver Zeit selbst wegen umstrittener Praktiken kritisiert wurde.
Zwar wurde niemand positiv getestet, doch die Mannschaft geriet mehrfach unter anderem wegen sogenannter medizinischer Ausnahmegenehmigungen (TUEs) etwa für den viermaligen Toursieger Chris Froome in die Schlagzeilen.

Kontakt zu "Operation Aderlass"

Zudem beschäftigte Sky/Ineos über lange Zeit auch mindestens einen Mitarbeiter mit einschlägiger Vergangenheit. Der langjährige Chefbetreuer David Rozman wurde während der Tour de France 2025 von der Rundfahrt abgezogen, nachdem bekannt geworden war, dass er 2012 Kontakt zum verurteilten Dopingarzt Mark Schmidt gehabt hatte, der wiederum im Zentrum der "Operation Aderlass" stand.
Die International Testing Agency (ITA) leitete daraufhin eine Untersuchung ein, während Ineos ankündigte, den Fall extern prüfen zu lassen.
picture

Zweimal Alpe d'Huez: Die Tour-Strecke 2026 von Barcelona nach Paris

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung