Radsport: Teamchef gibt Update zu Fabio Jakobsen

Der Sturz von Fabio Jakobsen (Deceuninck-Quick-Step) Anfang August bei der Polen-Rundfahrt erschütterte die Radsport-Welt. Inzwischen ist der Sprinter auf dem Weg der Genesung und könnte im kommenden Frühjahr wieder zurückkehren. Das sagte zumindest sein Teamchef Patrick Lefevere. "Ich bin davon überzeugt, dass er im März wieder eine Startnummer bekommt", sagte Lefevere der "La Capitale".

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Fotocredit: Eurosport

Sollte Fabio Jakobsen tatsächlich im März 2021 in den Rennbetrieb zurückkehren, könnte er den Großteil der Saison bestreiten und somit auch genug Rennerfahrung und neues Selbstvertrauen sammeln, um bei den Großereignissen im Sommer und Herbst aufzutrumpfen.
Angesichts der Szenen, die sich nach seinem schweren Sturz in Kattowitz auf der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt abspielten, gleicht dies einem Wunder. Wie bedrohlich die Situation damals war, verdeutlichen Patrick Lefeveres Erinnerungen an den damaligen Anruf von Teamarzt Yvan Vanmol. "Ich werde mich bis zu meinem Lebensende an den Anruf von Teamarzt Yvan Vanmol erinnern. Er war in Polen, er weinte und sagte mir, dass Fabio sterben werde", erzählte Lefevere der belgischen Zeitung.
Zugleich kommt diese zuversichtliche Prognose auch etwas überraschend, hatte Lefevere selbst doch erst Ende August gegenüber "VTM Nieuws" erklärt: "Fabio ist mit 130 Stichen im Gesicht genäht worden. Er hat nur noch einen Zahn, sein Gaumen ist immer noch nicht verheilt, und eines seiner Stimmbänder ist weiterhin gelähmt. Er kann immer noch nicht vernünftig atmen."

Ziel Scheldeprijs 2021?

Jakobsen erlitt bei der Kollision mit Landsmann Dylan Groenewegen bei gut 80 Stundenkilometer pro Stunde ein schweres Trauma im Gesichtsbereich. Der Quick-Step-Profi war nach dem Sturz zunächst ins künstliche Koma versetzt worden. Inzwischen erholt er sich in den Niederlanden.
Ein mögliches Ziel für Jakobsen könnte ein Start beim Scheldeprijs im April 2021 sein. Das Eintagesrennen in Belgien ist einer der wenigen Klassiker, bei dem die reinen Sprinter Siegchancen haben. Deswegen wird der Scheldeprijs auch als "inoffizielle Sprinter-WM" bezeichnet. Jakobsen gewann das Rennen 2018 und 2019. In diesem Jahr musste der Klassiker aufgrund der Coronavirus-Pandemie wie so viele andere Rennen verschoben werden. Nun soll er am 14. Oktober ausgetragen werden.
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