Flandern-Rundfahrt 2026 - Rolf Aldag exklusiv zu Pogacar, van der Poel und van Aert: "Wenn die Superstars pokern ..."

Die Flandern-Rundfahrt 2026 - ein Duell zwischen Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel? Während sich viele Experten, Medien und Fans auf diese Prognose verständigt haben, bringt Ex-Profi Rolf Aldag bei Eurosport.de eine weitere Variable ins Spiel. Es könne durchaus zu mehr als einem Zweikampf kommen, "wenn vorne die Superstars pokern", sagt der 57-Jährige, der die Ronde 2004 als Siebter beendete.

Pogacar vs. van der Poel: So liefen ihre drei Duelle in Flandern

Quelle: Eurosport

Van der Poel, Pogacar, van der Poel, Pogacar. Seit vier Jahren teilen sich der Niederländer und der Slowene die Siege bei der Flandern-Rundfahrt im Zweijahres-Rhythmus auf.
Eine bemerkenswerte Dominanz - und auch in dieser Saison deutet vieles daraufhin, dass einer der beiden Namen auf der Ergebnisliste ganz oben stehen wird.
Vieles, aber nicht alles, wie Rolf Aldag zu bedenken gibt. "Grundsätzlich fand ich es interessant, dass in den jüngsten Rennen oft das Kollektiv das Talent geschlagen hat. Bei Flanders Fields sind Teams einfach konsequent zusammen geblieben und haben mit Wout van Aert und Mathieu van der Poel die Stars zurückgeholt. Dasselbe Bild dann bei Quer durch Flandern und zuvor fast auch beim E3 Saxo Classic", erinnert der Eurosport-Experte an die belgischen Rennen der vergangenen Tage.
Aldag räumt ein, dass ein solches Szenario bei der Ronde van Vlaanderen unwahrscheinlicher sei, "weil die Distanz vom Paterberg zum Ziel nicht so groß ist, um sich zu organisieren und es vorher schon schwerer ist". Dennoch könne es "knapp werden und fast zusammenlaufen, wenn vorne die Superstars pokern, während sich hinten einige einreihen".
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Thomas Pidcock, Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel (v.l.n.r.)

Fotocredit: Getty Images

Der neutrale Zuschauer dürfte sich freuen, sollte es so kommen. Denn: Pogacars Extraklasse sorgte schon vor einem Jahr für einen klaren Rennausgang in Flandern. Der Ausnahmesportler triumphierte souverän mit über einer Minute Vorsprung.

Aldag: Pogacar und van der Poel könnten sich neutralisieren

Und auch in diesem Jahr scheint Pogacar die besten Karten zu haben. "Van der Poel hat beim E3 nicht zu 100 Prozent überzeugt, Pogacar kommt derweil durch den Sieg bei Mailand - Sanremo mit Selbstbewusstsein", glaubt Aldag.
  • Die Flandern-Rundfahrt am 5. April ab 9:45 Uhr live bei Eurosport 1 und HBO Max
Sollte es dem Niederländer allerdings gelingen, am Kwaremont und Paterberg dranzubleiben, "könnte dies dazu führen, dass die zwei sich neutralisieren und andere von hinten kommen".
Dann ergäbe sich eine komplett neue Situation, auch für Pogacar, "denn ein 4er- oder 5er-Sprint ist immer schwer vorauszusagen", wie Aldag betont.
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278 Kilometer, 22 Anstiege: Die Strecke der Ronde 2026

Quelle: Eurosport


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