Giro d'Italia - Remco Evenepoel: Keine schwere Verletzung, aber eine Blockade im unteren Rücken

Remco Evenepoel hatte Glück im Unglück auf der 5. Etappe des Giro d'Italia: Ohne schwerere Verletzung kam der Weltmeister bei seinen beiden Stürzen davon - und vor allem dank der Drei-Kilometer-Regel auch ohne Zeitverlust. Sein Teamarzt Toon Cruyt erklärte aber am Mittwochabend auch, dass der Belgier im unteren Rücken blockiert sei: "Auf jeden Fall wird er morgen einen schweren Tag haben."

Giro d'Italia : Stage 5 - Bad day for Remco Evenepoel

Quelle: Eurosport

Evenepoel war nach knapp 20 Kilometern zum ersten Mal zu Fall gekommen, als ein Hund auf die Straße lief. Bei diesem Sturz kam der Belgier mit dem Schrecken davon.
Als er aber im Etappenfinale rund 2,5 Kilometer vor Schluss erneut stürzte, tat sich Evenepoel deutlich mehr weh, so Cruyt.
"Der erste Sturz war okay, aber vom zweiten Sturz hat er recht große Schmerzen auf der rechten Seite. Er hat ein Hämatom und durch die Kontraktion seiner Muskeln etwas Probleme mit seinem Kreuzbein", so der Team-Doc von Soudal - Quick-Step in einer Videobotschaft des Rennstalls auf Twitter.
"Hoffentlich werden ihm eine gute Massage, eine osteopathische Behandlung und eine gute Nacht helfen. Das sehen wir morgen."
picture

Selbstverschuldet? Der Evenepoel-Sturz von Salerno in der Analyse

Quelle: Eurosport

Es werde einige Tage dauern, bis das Hämatom abgeklungen sei. Das größere Problem aber dürfte die muskuläre Verspannung sein, die seinen unteren Rücken rund ums Kreuzbein blockiert.
"Hoffentlich löst sich das schnell. Aber auf jeden Fall wird e morgen einen schweren Tag haben", erklärte Cruyt.
Evenepoel rollte in Salerno mehr als vier Minuten nach Tagessieger Kaden Groves (Alpecin - Deceuninck) über den Zielstrich, wurde aber aufgrund der Drei-Kilometer-Regel, durch die auf den letzten 3.000 Metern gestürzte oder durch einen Sturz aufgehaltene Fahrer mit der Gruppe gewertet werden, in der sie an der Drei-Kilometer-Marke saßen, mit der Siegerzeit gewertet.
Evenepoel soll sich nach dem Sturz im Finale der 5. Etappe bei den Trek-Profis Mads Pedersen und Alex Kirsch entschuldigt haben, wie Trek-Teamchef Steven de Jongh bestätigte.
Dadurch ist der 23-Jährige nach fünf Tagen Italien-Rundfahrt weiterhin mit 28 Sekunden Rückstand auf den Norweger Andreas Leknessund (DSM) Zweiter der Gesamtwertung.
Die 6. Etappe am Donnerstag dürfte für Evenepoel keine allzu großen Probleme bereithalten. Dort deutet vieles auf eine weitere Sprintankunft hin. Am Freitag aber steht am Gran Sasso d'Italia in den Abruzzen die erste schwere Bergankunft an. Dort wird sich zeigen, wie eingeschränkt Evenepoel durch die Sturzverletzungen nun ist.
picture

Zwei Stürze auf letzten Kilometern - auch Evenepoel am Boden

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung