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Giro d'Italia: Wout van Aert sorgt mit Sieg in Siena für Ende der Krise, große Emotionen und zweifaches Jubiläum
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Update 19/05/2025 um 13:23 GMT+2 Uhr
Wout van Aert hat beim Giro d'Italia mit seinem Sieg in Siena auf einen Schlag alle Zweifler zum Schweigen gebracht. Am Ende einer epischen Etappe gelang ihm nicht nur das Jubiläum seines 50. Sieges und der Einzug in den Kreis der Triumphatoren bei allen großen Rundfahrten, sondern er konnte diesen doppelten Meilenstein an einem ganz besonderen Ort und in ganz besonderer Art und Weise feiern.
Spannendes Finale in Siena: Van Aert erlöst sich nach langer Wartezeit
Quelle: Eurosport
Es musste wohl Siena sein. Welch besseren Ort hätte das Schicksal Wout van Aert für das Happy End seiner filmreifen Comeback-Story wählen können? Auf der Piazza del Campo ging einst 2018 als Dritter beim Eintagesrennen Strade Bianche sein Stern als Straßenradprofi auf, dort gelang ihm 2020 der erste ganz große Sieg - und nun lag der Belgier auf den alten Steinplatten des Hauptplatzes der Stadt und hielt sich als Etappensieger des Giro d'Italia die Hände vors Gesicht - völlig ausgepumpt, überwältigt und doch überglücklich.
"Siena ist ein besonderer Ort für mich, und ich bin ein emotionaler Mensch", sagte van Aert: "Orte wie dieser motivieren und inspirieren mich. Ich habe das Gefühl, dass es einfach so sein sollte."
Auf der beinharten neunten Giro-Etappe, die teils über die berühmten weißen Straßen der Toskana führte, hatte der 30-Jährige den 50. Profisieg seiner Karriere gefeiert. Nach neun Etappensiegen bei der Tour de France und drei Tageserfolgen bei der Vuelta siegte van Aert erstmals bei der Italien-Rundfahrt. Über die Jahrzehnte hinweg ist er der 112. Fahrer, dem das "Triple" gelingt.
Die Statistiken interessierten van Aert aber nur am Rande. "Es war aus vielen Gründen ein emotionaler Sieg", sagte der Star des Teams Visma-Lease a Bike. Dass seine Frau und die beiden Kinder seltene Augenzeugen des Triumphes und die ersten Gratulanten waren, dass seine Teamkollegen auf der Piazza abwarteten, bis van Aert auf dem Podium geehrt wurde - all dies machte einen herausragenden Tag zu einem einmaligen Emotions-Gewitter.
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Wout van Aert und seine Teamkollegen feiern den Coup in Siena beim Giro 2025
Fotocredit: Imago
Seriensieger van Aert endlich wieder ganz oben
Van Aert befand sich in der vielleicht kompliziertesten Phase seiner Karriere. Eine schwere Knieverletzung von der Vuelta 2024, bei der er drei Etappen gewann, warf ihn weit zurück. Im Frühjahr griff van Aert bei den Klassikern wieder an, war in direkten Duellen mit Weltmeister Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel aber chancenlos. Selbst sicher geglaubte Siege wie beim Eintagesrennen Dwars door Vlaanderen schenkte er in Abwesenheit der Superstars her. Vor dem Giro bremste ihn eine Erkrankung aus.
Super-Allrounder Van Aert, der dreimalige Cross-Weltmeister und ehemalige Gewinner des Grünen Trikots der Tour de France, Triumphator in Sprints, Zeitfahren und auf Bergetappen, schien das Siegen verlernt zu haben. Der Druck und die Kritik, speziell in seiner radsportverrückten belgischen Heimat, wuchsen. Wout van Aert - ein Fahrer der Vergangenheit?
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Sorgen um van Aert: Experten-Debatte über schwächelnden Topstar
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Seine Zweifler strafte er am Sonntag Lügen. Auf dem steilen Anstieg zur Piazza del Campo hängte er mit einem Angriff wie in alten Zeiten den mexikanischen Jungstar Isaac del Toro, den neuen Träger des Rosa Trikots, ab. Entsprechend groß war die Erleichterung. "Es ist nicht schwer zu behaupten, dass dieser Sieg mir sehr viel bedeutet. Ich kann es kaum erklären", so van Aert.
Er sei, sagte van Aert dann noch vor dem zweiten Ruhetag am Montag, nicht an seinem früheren Top-Niveau angelangt. Das kann auch als Drohung für den Rest des Giro gesehen werden - ein weiterer Etappensieg ist ihm nun fast täglich zuzutrauen.
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(SID)
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Van Aert feiert emotionalen Sieg: "Es musste genau hier sein"
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