Giro d'Italia: Florian Stork verpasst Rosa Trikot auf 4. Etappe und träumt weiter - und träumt weiter von der Spitze

Für Florian Stork vom Team Tudor war der Traum vom Rosa Trikot auf der 4. Etappe des Giro d'Italia zum Greifen nah. Seit seinem zweiten Platz am Ende des zweiten Teilstücks in Bulgarien lag er nur vier Sekunden hinter dem Gesamtführenden Guillermo Thomas Silva (XDS-Astana). Der Plan für eine Attacke auf das Maglia Rosa während der 138 Kilometer nach Cosenza stand. Doch am Ende ging Stork leer aus.

Stork nach verpasstem Maglia Rosa: "War ganz schön Kasino heute"

Quelle: Eurosport

Dabei lief zunächst alles nach Plan für die Schweizer Equipe. Am Cozzo Tunno, dem einzigen, aber langen und teilweise recht steilen Anstieg des Tages, fiel neben vielen Sprintern auch Silva, der Mann in Rosa, unter dem Tempodiktat von Movistar zurück.
Virtuell lag Florian Stork ab diesem Zeitpunkt in der Gesamtwertung vorne, aber der Weg ins Ziel war weit. Rund 15 Kilometer vor dem Ende der Etappe gab es einen ersten Showdown für den Deutschen: die Bonussekunden am Red Bull Kilometer. Da wurde Stork klar, dass es wahrscheinlich mit dem Maglia Rosa eng werden würde.
"Es war ein hohes Tempo an dem Berg, das hatte ich so nicht erwartet", erklärte Stork im Interview mit Eurosport-Experte Jens Voigt. "Ich dachte, die Gruppe wäre etwas größer mit ein paar schnelleren Fahrern, das wäre für mich besser gewesen. Beim Red Bull Kilometer habe ich gemerkt, dass ich heute nicht die besten Beine habe und konnte da keine Bonussekunden holen."
Dann blieb dem Deutschen noch der Zielsprint. Bei einer ähnlichen Ankunft nach einem Anstieg wurde er auf der zweiten Etappe überraschend Zweiter hinter Silva, diesmal machten die Beine und eine Attacke von UAE-Profi Jan Christen alle Hoffnungen zunichte.
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Highlights: Sekundenkrimi um Rosa Trikot auf 4. Etappe

Quelle: Eurosport

Der lange Anstieg kostete viele Körner

"Im Finale war es ein ziemliches Casino", analysierte der 29-Jährige. "Es war schwer, das richtige Hinterrad zu finden und mit der Attacke von Christen waren wir ziemlich schnell unterwegs. Im Sprint hatte ich dann die Beine nicht."
Der Schweizer vom UAE-Emirates-Team erwischte auch nach Meinung der Experten im Velo Club mit seiner Attacke einige Fahrer des reduzierten Feldes auf dem falschen Fuß: "Eigentlich will man sich an dieser Stelle positionieren, aber da man ihm hinterher muss, hat man diesem Moment schnell verpasst", sagte Rolf Aldag.
Gegen Etappensieger Jhonatan Narvaez, den Zweitplatzierten Orluis Aular und den neuen Mann in Rosa, Giulia Ciccone, hatte Stork im Finale dann keine Chance. Der lange Anstieg hatte ihm - und vielen anderen - zu viele Körner gekostet. "Am Berg sind andere Kletterspezialisten explosiver, gerade Ciccone ist da einer der Besten der Welt", sagte Stork.
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Balsam für die UAE-Seele: Narváez sprintet zum Etappensieg

Quelle: Eurosport

Für den Deutschen ist noch nichts verloren. Wie vor der Etappe liegt er vier Sekunden hinter dem Gesamtführenden. Die fünfte Etappe nach Potenza bietet für Allrounder wie Stork Möglichkeiten.
Vielleicht ist er an Tag zwei nach dem Ruhetag sogar etwas besser "eingefahren" als während der vierten Etappe. "Die Etappe nach dem Ruhetag ist etwas besonderes, darum trainieren viele am Ruhetag echt hart, um die Belastung auch zu spüren", erklärte Eurosport-Experte Robert Bengsch. "Das kann auch manchmal während einer Etappe passieren, dass die Beine ”aufgehen”. Schade, dass es für Stork heute nicht gereicht hat."
Doch schon die 5. Etappe am Dienstag bietet eine neue Chance für Stork, ist Voigt überzeugt: "Er hat es schon angedeutet, dass es morgen einen neuen Plan geben wird - es liegt ja weiter alles innerhalb von Sekunden!"
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Voigt-Analyse zur 4. Etappe: Stork jagt Sekunden in Süditalien

Quelle: Eurosport

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Giro-Strecke: Profil der 5. Etappe - hügeliges Teilstück in Süditalien

Quelle: Eurosport


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