Tadej Pogacar und Wout van Aert befürchten Pro-Palästina-Demos auch bei Grand-Prix-Rennen in Kanada: "Alle Fahrer haben ein wenig Angst"
VonLukas Fegers
Update 11/09/2025 um 14:20 GMT+2 Uhr
Pro-Palästina-Demonstrierende: Bei der Vuelta a España sind sie allgegenwärtig. Seitdem die letzte Grand Tour des Jahres rollt, stören Aktivisten immer wieder das dreiwöchige Etappenrennen - und gefährden damit auch die Fahrer. Vor dem Start der beiden Grand Prix in Kanada befürchten die dortigen Veranstalter nun ähnliche Demonstrationen. Auch Tadej Pogacar und Wout van Aert zeigen sich besorgt.
Tadej Pogacar gewann 2025 seine vierte Tour de France
Fotocredit: Getty Images
Eine Etappe, die gekürzt werden musste. Ein Tagesabschnitt, der ohne Sieger blieb. Und ein Zeitfahren, das anstatt eines 27-Kilometer-Parcours nur auf zwölf Kilometern ausgetragen werden kann.
Die anhaltenden Pro-Palästina-Demonstrationen am Rande der Strecke mischen die Vuelta a España wild durcheinander. Immer wieder müssen die Organisatoren reagieren, immer wieder verlaufen die Etappen außerplanmäßig, immer wieder werden Fahrer gefährdet. Eine Situation, die nicht nur in Spanien, sondern auch in Kanada für Kopfzerbrechen sorgt.
"Ich glaube, alle Fahrer haben ein wenig Angst vor dem, was passieren könnte", sagte Weltmeister Tadej Pogacar (UAE-Team Emirates-XRG), der am Freitag beim Grand Prix de Quebec (16:50 Uhr live bei Eurosport und discovery+) sein Comeback feiert: "Wir fahren mit voller Kraft, geben alles und manchmal … gibt es ein neues Problem, das auftreten kann."
Angesichts der aufgeheizten Pro-Palästina-Demos, die auch aufgrund der Teilnahme des Teams Israel-Premier Tech Einzug in den Radsport gefunden haben, fürchten die Fahrer zunehmend um ihre eigene Sicherheit.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/11/image-0d7e9c37-12f0-4297-b4c0-cd3e293a4be5.jpeg)
Tadej Pogacar ist wegen der Pro-Palästina-Demos bei Rennen besorgt.
Fotocredit: Getty Images
Sorge um Proteste in Quebec und Montreal
Sowohl in Quebec als auch am Sonntag in Montreal (16:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) könnten sich die TV-Bilder ähneln, Pro-Palästina-Demonstrierende mit Flaggen und Bannern an den Straßenrand drängen.
"Wir sprechen nicht speziell als Peloton darüber, aber unter Teamkollegen schon", betonte Pogacar: "Wenn wir sehen, was bei der Vuelta passiert, reden wir darüber und sagen uns, dass das auch hier oder bei anderen Rennen bis zum Saisonende passieren könnte."
Ähnlich sieht es auch Wout van Aert. Laut dem Allrounder vom Team Visma-Lease a Bike seien "viele Fahrer besorgt über die Demonstrationen, aber auch über die weltweiten Ereignisse. Ich weiß nicht wirklich, was hier in Kanada passieren könnte."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/13/image-c4d2892d-944d-4aab-8876-3f837610e7f1.jpeg)
Wout van Aert äußert sich zu den Pro-Palästina-Demos.
Fotocredit: Getty Images
Kritik an Gründer von Israel-Premier Tech
Gleichzeitig drückte van Aert aber die Hoffnung auf "ein schönes Rennen und ein paar unterhaltsame Stunden für alle" aus. Um das zu ermöglichen, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Am Mittwoch hatten sich auch Quebecs Bürgermeister Bruno Marchand und der Generaldirektor der beiden Grand Prix, Joseph Limare, zu dem Thema geäußert. Die Polizei arbeite gut mit den Gruppen zusammen, die demonstrieren wollen, erklärte Marchand: "Derzeit haben wir keine weiteren Bedenken."
In Kanada hatte es bereits mehrere Pro-Palästina-Demonstrationen gegeben, bei denen der israelisch-kanadische Milliardär Sylvan Adams oft namentlich kritisiert wurde. Adams ist Gründer des Teams Israel-Premier Tech, dessen Co-Sponsor seinen Sitz in Quebec hat.
Das könnte Dich auch interessieren: Pogacar reagiert auf Ayuso-Wechsel: "Auf der einen Seite traurig ..."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/09/10/image-252c1e67-0c7c-4fbc-bd5f-b57a7978ea12-85-2560-1440.png)
Pellizzari trotzt dem Wind - Vingegaard kämpft, aber baut aus
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung