Jan Ullrich schwärmt von Lennard Kämna: Deutrschlands Tour-Gewinner traut dem Giro-Etappensieger Großtaten zu

Jan Ullrich schwärmt von Lennard Kämna und sieht einen positiven Trend in der Entwicklung des Radsports in Deutschland: "Ich bin stolz auf unsere Rad-Fans." Dem 26-jährigen Kämna bezeichnete Ullrich als "Rohdiamanten", der "mal eine echte Bombe werden" könne, wenn man ihn richtig schleife und behandle. Ihm habe auch gefallen, dass man Kämna erlaubt habe, "sich mal ein halbes Jahr rauszunehmen".

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Quelle: Eurosport

Ullrich lobte gegenüber der "Sport Bild" das deutsche Team Bora-hansgrohe: Es mache "seit Jahren richtig gute Arbeit" und werde immer besser. "Die haben das Potenzial, noch mehr positive Schlagzeilen zu schreiben", sagte der einzige deutsche Tour-de-France-Sieger in der Geschichte des Radsports.
Allgemein beurteilt der 49-Jährige den Trend im deutschen Radsport als mutmachend. "Ich sehe allgemein eine gute Entwicklung der deutschen Talente", dazu kämen "die vielen Fans an der Strecke bei der Deutschland Tour, der Zuspruch, den auch ich noch bekomme – Wahnsinn", zeigte sich der gebürtige Rostocker begeistert.
In persönlicher Hinsicht habe Ullrich für 2023 viele Pläne. Neben der großen Amazon-Prime-Dokumentation über seine wechselvolle Karriere arbeite er parallel an einer Biografie. "Dazu plane ich wieder ein, zwei Events, bei denen Fans mit mir zusammen Rad fahren können. Und ansonsten will ich einfach ganz viel Zeit mit Familie, Kindern und meiner Freundin verbringen."
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Ullrich über Vergangenheit: "Fließen auch mal Tränen"

"Sportlicher Leiter eines Teams werde ich sicher nicht mehr werden. Aber wenn mich jemand braucht – ich bin offen für alles. Doch ich werde mich auf keinen Fall aufdrängen", zeigte sich Ullrich auch offen gegenüber einem Engagement im Radsport-Business.
In der vierteiligen Dokumentation kündigte der frühere Radrennfahrer an, seine umstrittene Vergangenheit aufzuarbeiten. "Es ist mega-emotional. Ich habe mir das zwar vorher versucht vorzustellen, aber das geht jetzt richtig tief rein", gab Ullrich Einblicke in seine Gefühlswelt bei den laufenden Dreharbeiten: "Ich habe die Jahre vorher nur eine Verdrängung gemacht, nun mache ich eine richtige Aufarbeitung. Es ist nicht immer leicht, natürlich fließen auch mal Tränen."
Das Thema Alkohol und Drogen habe er hinter sich gelassen. Auf dem Weg dabei habe ihm auch Lance Armstrong geholfen. "Als ich dann Hilfe brauchte, stand Lance am nächsten Tag tatsächlich da. Es ist eine große Freundschaft."
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