Remco Evenepoel und Florian Lipowitz vor Katalonien-Rundfahrt im Red Bull-Trainingslager: Auf der Suche nach Balance
VonJan Zesewitz
Publiziert 13/03/2026 um 14:42 GMT+1 Uhr
Remco Evenepoel und Florian Lipowitz bereiten sich derzeit gemeinsam in Teneriffa auf die nächsten anstehenden Rennen vor. Nach dem Saisonauftakt sind für beide noch nicht alle Fragen geklärt - Evenepoel startete auf Mallorca und bei der Valencia-Rundfahrt furios, die UAE Tour verlief aber durchwachsen. Sein deutscher Teamkollege fuhr an der Algarve noch nicht bei den Besten mit.
Erstes Rennen - erster Sieg für Evenepoel-Lipowitz-Duo auf Mallorca
Quelle: Eurosport
Nun planen beide gemeinsam bei der Katalonien-Rundfahrt (23. bis 29. März live auf Eurosport und HBO Max) an den Start zu gehen und den nächsten Schritt in Richtung Topform zu machen.
Die Augen beim deutschen Rennstall richten sich dabei wohl vor allem auf Neuzugang Evenepoel. Inklusive des Mannschaftszeitfahrens in Ses Salines im Rahmen der Mallorca-Challenge konnte er schon sieben Saisonsiege einfahren. Bei den ersten längeren Anstiegen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hielt er aber nicht vorne mit und wurde in der Gesamtwertung der ersten WorldTour-Rundfahrt des Jahres "nur" Zehnter.
"Die UAE Tour hat mich wachgerüttelt", sagte der Belgier im Anschluss. Und auf Teneriffa am Vulkan Teide soll das Training sehr gut laufen. "Alle Signale sind positiv", sagte der Teammanager Sven Vanthourenhout über den 26-Jährigen.
Auch der belgische Nationaltrainer Serge Pauwels hob die positiven Aspekte von Evenepoels Saisonstart hervor: "Ich habe seinen Saisonstart mit Bewunderung verfolgt", sagte er gegenüber "Wielerflits". "Zugegeben, das Teilnehmerfeld bei der Challenge Mallorca war nicht gerade hochkarätig besetzt, aber ich bleibe bei meinem Motto: Einfach versuchen, ein Rennen zu gewinnen. Und das hat er nicht nur einmal, sondern insgesamt sieben Mal geschafft."
Erstes gemeinsames Rennen seit Mallorca
Ein Problem wurde bei der UAE Tour aber auch für Pauwels offenkundig: "Für Remco ist es nach wie vor eine Herausforderung, die längeren Anstrengungen der Rundfahrten mit den explosiven, 'punchy' Ankünften zu kombinieren. Das Verhältnis zwischen Explosivität und Ausdauer war zu sehr zugunsten der Explosivität verschoben."
So gewann Evenepoel das kurze Einzelzeitfahren in den Emiraten überlegen und ließ dann bei längeren Anstiegen Federn. Laut Pauwels geht es für Evenepoel und sein Team nun darum, die richtige "Balance" zu finden. Die Katalonien-Rundfahrt soll dafür nach dem Trainingslager den nächsten Schritt in diese Richtung machen.
Seit dem Mannschaftszeitfahren auf Mallorca haben die beiden Kapitäne Evenepoel und Lipowitz kein Rennen mehr gemeinsam bestritten. Nun reisen sie zusammen von Teneriffa nach Nordspanien - wenn auch mit unterschiedlichen Vorzeichen.
Für Evenepoel dient die anspruchsvolle Rundfahrt als Formaufbau in Richtung der Ardennen-Klassiker. Für Lipowitz stehen im Anschluss erst Ende April die nächsten Rennen an. Als Gradmesser dient das einwöchige Etappenrennen allemal: Es wird sowohl lange Anstiege als auch hochkarätige Konkurrenz geben, unter anderem Jonas Vingegaard.
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Highlights: Evenepoels Beine machen zu! Tiberi jubelt am Jebel Mobrah
Quelle: Eurosport
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