Tadej Pogacar fuhr Mailand - Sanremo mit kaputtem Rahmen zu Ende: UAE-Mechaniker enthüllt Sturzschäden am Rennrad

Im sechsten Anlauf entschied Tadej Pogacar endlich Mailand - Sanremo für sich und gewann damit das vierte von fünf Radsport-Monumenten. Dabei ließ sich der Slowene selbst von einem Sturz rund 30 Kilometer vor dem Ziel nicht aufhalten. Sein davon ramponiertes Rennrad hätte ihm jedoch fast einen Strich durch die Rechnung gemacht, wie sein Mechaniker nun in einem Interview enthüllte.

Kurz vor der Cipressa! Sturz-Schock um Pogacar

Quelle: Eurosport

Kurz vor der Cipressa war Pogacar am Samstag bei Mailand - Sanremo in einen Sturz mehrerer Fahrer verwickelt gewesen. Der 27-Jährige konnte zwar schnell wieder aufs Rad steigen, lediglich sein verschmutztes und aufgerissenes Weltmeistertrikot schien nachhaltig beschädigt zu sein.
War seine Colnago-Maschine auf den ersten Blick heil geblieben, zeigte sich auf den zweiten Blick aber ein ganz anderes Bild.
"Erst nach dem Rennen haben wir festgestellt, dass Tadej die Schlussphase mit einem gerissenen Rahmen gefahren war", berichtete Bostjan Kavcnik, Mechaniker beim UAE Team Emirates-XRG, im Gespräch mit der slowenischen Zeitung "Delo".
Die Hinterradgabel sei beschädigt gewesen, "aber glücklicherweise blieb sie intakt. Hätte Tadej den tatsächlichen Zustand seines Rennrads gekannt, wäre er niemals so aggressiv die Abfahrt gefahren." Im Fotofinish hatte Pogacar schließlich Tom Pidcock bezwungen, vier Sekunden dahinter war Wout van Aert im Kampf der Verfolgergruppe aufs Podium gesprintet.
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Tadej Pogacar (M.) siegte trotz seines Sturzes erstmals bei Mailand-San Remo.

Fotocredit: Getty Images

Pogacar erstmals mit nur einem Kettenblatt unterwegs

Trotz des Sturzes hatten Pogacar und sein Team keinen Grund gesehen, auf eine andere Rennmaschine zu steigen.
"Tadej ist auf die linke Seite gefallen, wo sich kein Schalthebel befindet", schilderte der UAE-Mechaniker. Daraufhin habe Pogacar sein Rad geprüft "und nichts Ungewöhnliches bemerkt. Also haben wir beschlossen, das Rad nicht zu wechseln."
Für diese Entscheidung sprach offensichtlich aber auch ein weiterer Umstand. Denn laut Kavcnik habe sich Pogacar zum ersten Mal für ein einzelnes Kettenblatt vorne entschieden: "Durch den Wegfall des Umwerfers und des zusätzlichen Kettenblatts haben wir Gewicht eingespart und konnten die Aerodynamik verbessern."
Der UAE-Superstar sei zudem auf größeren Rädern mit schmaleren Reifen als im Vorjahr (28 statt 30 Millimeter) gefahren. "Unsere Leistungsabteilung hat berechnet, dass diese Konfiguration für so ein schnelles Rennen optimal wäre", erklärte Kavcnik. Das Endergebnis ist bekannt.
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Highlights: Spektakuläre Show der Stars & Stürze in Serie

Quelle: Eurosport


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