Paris 2024 - Mathieu van der Poel erwartet unkontrolliertes Straßenrennen in Paris: "Es kann plötzlich passieren"

Das olympische Straßenrennen steht vor der Tür, einer der großen Top-Favoriten ist dabei: Mathieu van der Poel. Wenn am Samstag das Peloton durch und rund um Paris brettert, sind die Augen auch auf den Weltmeister gerichtet. Der Parcours über 273 Kilometer samt kurzem, knackigem Anstieg zum Montmartre scheint wie maßgeschneidert für den Niederländer. Dennoch mahnt der 29-Jährige zur Vorsicht.

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Quelle: Eurosport

Wegen des kleinen Feldes mit nur 90 Fahrern könnte es "ein unkontrolliertes Rennen werden", sagte van der Poel dem niederländischen Portal "Wielerfiets". Daher müsse er ein wenig abwarten.
"Es hängt von den Beinen ab", betonte der Klassikerspezialist, der die ungewohnten Begebenheiten allerdings als "Vorteil" für sich sieht: "Man muss in jedem Moment des Rennens auf der Hut sein. Es kann plötzlich passieren - und dann muss man aufpassen, dass man dabei ist."
In Paris gehört van der Poel neben den Belgiern Remco Evenepoel, der bereits im Zeitfahren triumphierte, und Wout van Aert sowie dem französischen Hoffnungsträger Julian Alaphilippe zu den absoluten Sieganwärtern.
"Die Favoritenrolle ist gar nicht so schlecht", meinte van der Poel, der bei seinem olympischen Straßenrennen-Debüt an den WM-Auftritt aus dem Vorjahr in Glasgow anknüpfen möchte.

Straße statt Mountainbike

Anders als in Paris hatte sich van der Poel vor drei Jahren in Tokio noch auf den Wettkampf im Mountainbike konzentriert. Dort war der sechsmalige Cyclocross-Weltmeister allerdings gestürzt. Den Titel sicherte sich stattdessen der Brite Thomas Pidcock, der seinen Gold-Coup nun in der französischen Hauptstadt wiederholte - ohne van der Poel als Konkurrenten.
Für Paris nämlich legte der Niederländer den Fokus genau umgekehrt. Der Profi des Teams Alpecin-Deceuninck nimmt diesmal ausschließlich das Straßenrennen in Angriff, auch das Einzelzeitfahren ließ er aus. In Los Angeles hingegen, deutete van der Poel an, könnte er in vier Jahren wieder das Mountainbike-Rennen anpeilen.

Verzicht auf Streckenbesichtigung

Das aber ist Zukunftsmusik, jetzt möchte der 29-Jährige sein bereits prall gefülltes Palmarès mit der olympischen Goldmedaille weiter ausschmücken.
Um sich dafür den letzten Feinschliff zu holen, legte van der Poel am Donnerstag eine Trainingseinheit in der Nähe seines Hotels südwestlich von Paris ein - und verzichtete auf die sonst übliche Erkundung des Zielkurses.
Der Grund? Die Geschwindigkeitsbeschränkungen, die dabei galten. Im Konvoi durften die Fahrer lediglich mit 30 km/h über die Strecke tuckern. Zu wenig für van der Poel.
"Es ergibt nur Sinn, es mit einer höheren Renngeschwindigkeit zu machen", erklärte der Favorit im "AD"-Interview. Zwar hätte er den Parcours zuvor gerne selbst besichtigt, doch auch so habe er "eine gute Vorstellung davon. Es gibt eine Menge Videos und der Bundestrainer gibt uns alle Informationen. Normalerweise sollte mir dieser Anstieg gut liegen. Der Ehrgeiz, hier zu gewinnen, ist sehr groß."
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Quelle: Eurosport


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