Paris - Roubaix: Vater von Mathieu van der Poel sieht Tadej Pogacar auch in der Hölle des Nordens vorne - "Ist nichts gegen zu machen"
VonJan Zesewitz
Update 10/04/2025 um 12:43 GMT+2 Uhr
Adrie van der Poel, der Vater von Mathieu, stand selbst 13 Mal am Start von Paris - Roubaix - 1986 als Dritter so gar auf dem Podium. Seine Expertise ist also nicht nur von der Verwandtschaft geprägt. Darum sah er in seiner Einschätzung vor dem nächsten Duell zwischen seinem Sohn und Tadej Pogacar den Slowenen vorne. Dabei habe der Sieg bei der Flandern-Rundfahrt mit Roubaix "gar nichts" zu tun.
Highlights: Ein Antritt und weg - Pogacar lässt Konkurrenz stehen
Quelle: Eurosport
"Gegen einen gut aufgelegten Pogacar kann man in Roubaix gar nichts tun", sagte er gegenüber "Wielerflits". "Er ist gut vorbereitet, er ist technisch versiert und er hat ein starkes Team an seiner Seite. Bei der Wettervorhersage wird sein Gewicht kein Nachteil sein. Wären Regen und Kälte vorhergesagt worden, hätte ich sofort gesagt: das ist zu seinem Nachteil."
Van der Poel senior spricht aus berufenem Munde: Er startete selbst 13 Mal bei Roubaix,, war 1986 knapp geschlagen Dritter im Velodrom und platzierte sich weitere Male in den Top Ten.
Pogacar wies Van der Poel und den Rest der Konkurrenz bei der Flandern-Rundfahrt mit einem 18-Kilometer-Solo ab dem Oude Kwaremont klar in die Schranken. Van der Poel selbst war durch einen Sturz in der Mitte des Rennens etwas aus dem Rhythmus geraten und zudem in der Vorbereitung auf das Monument krank.
Das sind Faktoren, die für Vater Adrie aber keine entscheidende Rolle spielten: "Der beste Fahrer hat gewonnen. Vielleicht wäre Mathieu dabei gewesen, wenn er nicht gestürzt wäre", sagte der Sieger der Flandern-Rundfahrt 1986. Jeder Sturz wirkt sich einfach auf den Körper aus und er hätte wirklich 110 Prozent gebraucht, um zu gewinnen. Mathieu war nur der Zweitbeste. Ich denke, dass er am Ende damit zufrieden sein wird."
Die nächste Chance für eine Revanche folgt am Sonntag (10:30 Uhr live auf Eurosport und discovery+). Auch andere Fahrer werden in diesen Zweikampf eingreifen wollen, darunter Wout van Aert, der in Flandern Vierter wurde und der tatsächlich Zweitplatzierte des Rennens, Mads Pedersen.
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Quelle: Eurosport
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