Paris - Roubaix: George Hincapie erklärt Defektflut trotz Hightech - "Spielt keine Rolle, welche Reifen man fährt"

Die auffällig hohe Zahl an Defekten beim Frühjahrsklassiker Paris - Roubaix sorgt für Diskussionen im Peloton - trotz modernster Technik und speziellste Vorbereitung. Eigentlich gelten die Teams längst als bestens gerüstet: Spezielle Roubaix-Reifen, ausgeklügelte Dämpfungssysteme an den Rädern und immer breitere Pneus sollen das Risiko von Platten auf dem gefürchteten Kopfsteinpflaster minimieren.

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Quelle: Eurosport

Für George Hincapie liegt die Ursache nicht im Material. Der US-Amerikaner, der mit 17 Starts Roubaix-Rekordhalter ist und 2005 Zweiter wurde, sieht einen anderen entscheidenden Faktor.
"Die Geschwindigkeit ist so viel höher, dass es für die Fahrer deutlich schwieriger ist, die richtige Linie zu wählen", erklärte Hincapie im Podcast "The Move".
"Dann spielt es keine Rolle mehr, welche Reifen man fährt: Wenn man mit 50 km/h durch eine Kurve geht, kann man nicht mehr kontrollieren, welchen Stein man trifft."
Nach Einschätzung des Ex-Profis und jetzigen Teamchefs von Modern Adventure Pro Cycling werden die Pflastersteine heute aufgrund der deutlich höheren Geschwindigkeiten mit deutlich mehr Wucht getroffen als früher. Die 123. Austragung des Klassikers war mit einem Schnitt von fast 49 km/h die mit Abstand schnellste der Geschichte.

Paris - Roubaix voller Reifenschäden

Die Folge: Selbst kleinste Fehler in der Linienwahl oder minimale Abweichungen führen zu harten Einschlägen auf das unebene Terrain - mit entsprechend erhöhtem Risiko für Reifenschäden.
Gerade bei einem Extremrennen wie Paris - Roubaix, das für seine brutalen Pavé-Sektoren bekannt ist, bleibt das Material ein entscheidender, aber nicht alleiniger Faktor.
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Quelle: Eurosport


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