Wout van Aert erklärt Pleite beim Klassiker in Flandern - Belgier mit harter Selbstkritik: "Ich war zu egoistisch"

Wout van Aert hat nach der bitteren Pleite bei Quer durch Flandern mit offenen Worten die Schuld an der Blamage beim Klassiker auf sich genommen - und die Niederlage im Sprint erklärt. Krämpfe hätten ihn im Duell mit dem späteren Sieger Neilson Powless geplagt, so der Belgier im Interview nach dem Rennen. Eine Ausrede solle dies aber nicht sein, der Visma-Superstar ging hart mit sich ins Gericht.

Offene Worte: Van Aert nimmt Fehlschlag auf seine Rechnung

Quelle: Eurosport

Frustriert wie selten saß Wout van Aert nach der 79. Austragung des belgischen Klassikers erst am Rande des Zielbereichs am Boden, dann wenig später vor dem Mikrofon.
Dass es für ihn und seine Teamkollegen Tiesj Benoot und Matteo Jorgenson lediglich zu den Plätzen zwei, drei und vier in Waregem gereicht hatte, war ein kapitaler Fehlschlag statt der erhofften Befreiung.
"Wenn man zu dritt in einer Vierergruppe ist und das Rennen nicht gewinnt, dann hat man immer einen Fehler gemacht", stellte der 30-Jährige unumwunden fest und nahm das frustrierende Ergebnis auf seine Kappe:
"Ich bin komplett verantwortlich für diese Niederlage. Ich habe entschieden, dass wir auf den Sprint setzen würden und Matteo und Tiesj aufgefordert, im Finale nur zu kontrollieren und mich auf die Zielgerade zu bringen - denn ich war ziemlich zuversichtlich, dass ich den Sprint gewinnen könnte. Aber im Sprint habe ich dann massive Krämpfe bekommen und Neilson Powless hat sich als schneller erwiesen."
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"Die Schmach von Waregem": Powless kocht Visma komplett ab

Quelle: Eurosport

Van Aert knallhart: "Das ist ein riesiger Fehler"

Die unerwartete körperliche Schwäche am Ende der 184 Kilometer ließ er nicht als mildernden Umstand gelten. "Es bleibt ein Fehler. Ich war zu egoistisch im Finale. Ich wollte diesen Sieg so sehr, besonders nach der Kritik, die ich ertragen musste und dem ganzen Pech, das ich letztes Jahr hatte", betonte van Aert.
"Ausnahmsweise habe ich an mich gedacht, ich wollte nicht, dass einer meiner Teamkollegen dieses Rennen gewinnt. Das ist ein riesiger Fehler und so bin ich eigentlich nicht. Deshalb bin ich extrem enttäuscht", schloss der normalerweise als herausragender Teamplayer bekannte dreifache Cross-Weltmeister.
Im Vorjahr war der einstige Seriensieger bei genau diesem Rennen übel gecrasht und hatte dadurch die großen Klassiker Flandern-Rundfahrt und Paris - Roubaix verpasst. Erst bei der Vuelta a Espana war er zurück in absoluter Topform, nur um dort nach drei Tagessiegen erneut schwer zu stürzen.
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Highlights: Visma verzockt sich in verrücktem Finish

Quelle: Eurosport


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