Tour de France - Strecke 2025: Schwere Bergankünfte und Zeitfahren für Duell Tadej Pogacar gegen Jonas Vingegaard

Die Tour de France 2025 wird dem Duell der Superstars ums Gelbe Trikot eine spektakuläre Bühne bieten. Die Strecke von Lille nach Paris beeindruckt durch einen Kurs mit fünf Bergankünften, darunter am Mont Ventoux, und schwersten Prüfungen im Hochgebirge. Zwei Zeitfahren, davon eines als Bergzeitfahren, runden die Schwierigkeiten der 112. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt über 3339 Kilometer ab.

Tour de France 2025: Die Strecke der 21 Etappen bis nach Paris

Quelle: Eurosport

Die herausragenden Schwierigkeiten der Tour de France 2025 werden zwei Bergankünfte der Extraklasse sein: Der gefürchtete Mont Ventoux (16 Kilometer Anstieg bis auf 1911 m Höhe) in der Provence steht erstmals seit 2016 wieder als Ankunft im Tour-Programm und der Col de la Loze (26km/2304m) wird mit neuer Streckenführung zum Höhepunkt der Königsetappe werden.
Beide Berge haben Tour-Geschichte geschrieben: Unvergessen ist z.B. die Jogging-Einlage von Chris Froome bei der letzten Ankunft am Mont Ventoux 2016, ebenso wie der Einbruch von Tadej Pogacar am Col de la Loze bei der Tour 2023.
Aber auch in den Pyrenäen, die in diesem Jahr vor den Alpen im Streckenplan stehen, warten zwei Bergankünfte auf die Fahrer - und zum Abschluss in Paris eine spannende Neuerung bei der Schlussetappe.
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Froome rennt am Ventoux zu Fuß: Irre Szene bei Tour 2016

Quelle: Eurosport

Zeitfahren und Zentralmassiv als erste Highlights

Der Tour-Auftakt bietet in Lille erstmals seit Jahren wieder Sprintern die Chancen aufs Gelbe Trikot, doch danach heißt es im Norden und Nordwesten Frankreichs für die Favoriten, wachsam zu sein: Viele kurze Anstiege und der Wind werden vollen Fokus fordern.
Den Auftakt der Schlüsseletappen macht aber auf der 5. Etappe ein flaches Einzelzeitfahren über 33 Kilometer um Caen, erstmals richtig bergig wird es am französischen Nationalfeiertag auf der 10. Etappe mit einem herausfordernden Tagesabschnitt im Zentralmassiv: Es stehen insgesamt 4400 Höhenmeter und eine kurze Bergankunft am Mont Dore an.
In den Pyrenäen warten in der zweiten Tour-Woche dann drei schwere Etappen in Serie auf die Fahrer. Den Anfang macht eine Bergankunft in Hautacam, gefolgt von einem Bergzeitfahren über elf Kilometer zum Flugplatz Peyragudes. Die Krönung des Dreierpacks wird die Neuauflage der berühmten Etappe der Tour 1986 und dem Duell zwischen Bernard Hinault und Gerg LeMond mit Ziel im Skiort Superbagnères und rund 5000 Höhenmetern.
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Tour de France: Tadej Pogacar im Gelben Trikot vor Jonas Vingegaard, Primoz Roglic und Remco Evenepoel

Fotocredit: Getty Images

Tour-Showdown in den Alpen

Auf dem Weg in die Alpen ist auf der 16. Etappe der Ventoux zu bezwingen, bevor am 18. Tour-Tag die Königsetappe mit dem Col de la Loze ansteht: Mit 5500 Höhenmetern wird dies die schwerste Prüfung der 112. Austragung. Die letzte Bergankunft aber kommt erst am Tag danach, wenn die 19. Etappe nach 4600 Höhenmetern in La Plagne mit einem Anstieg über 19 Kilometer endet.
Das Profil der Königsetappe der Tour de France 2025 zur Ankunft am Col de la Loze

Das Profil der Königsetappe der Tour de France 2025 zur Ankunft am Col de la Loze

Fotocredit: ASO

Die Gesamtzahl der schweren Anstiege beträgt wie im Vorjahr 26 Bergwertungen der drei höchsten Kategorien.
Ein letztes bergiges Teilstück in den Jura am vorletzten Tag könnte noch einmal für Action sorgen, bevor es am 27. Juli zum 50. Mal auf den Champs Elysées um den Sieg auf der Schlussetappe geht - die Tour kehrt 2025 nach dem Abstecher in südfranzösische Nizza im Vorjahr zum traditionellen Finale in Paris zurück.
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Tour-Onboard: Quer durch Louvre und über Champs-Elysées

Quelle: Eurosport

Tour 2025: Sprintern winkt Gelbes Trikot in Lille

Den Sprintern winken mit diesem Finale insgesamt sieben Siegchancen auf flachen Etappen, auf denen mehrfach auch der Wind eine Rolle spielen könnte. Dazu kommen sechs hügelige Tagesabschnitte mit teils steilen Finals wie etwa der Mur de Bretagne gleich auf der 2. Etappe, sechs Bergetappen und die zwei Zeitfahren.
Erstmals seit fünf Jahren ist der Kurs der Tour 2025 komplett in Frankreich, es gibt keine Abstecher ins Ausland. Erstmals seit 2020 werden auch wieder die Sprinter die Chance auf das erste Gelbe Trikot haben, dürften es aber schon einen Tag später wieder abgeben müssen.

Tour 2025 "nicht die schwerste aller Zeiten"

Man müsse unterscheiden, so Rolf Aldag, Sportdirektor des deutschen Teams Red Bull-Bora-hansgrohe, "was schwierig und was hart ist. Der erste Teil der Tour ist schwierig, weil im Norden von Frankreich sehr viel Wind sein kann. Vor dem ersten Ruhetag, und erst recht in den Pyrenäen, kommt dann der Switch von 'schwierig' auf 'hart'". Insgesamt sei es aber "nicht die schwerste Tour aller Zeiten", sagte der Eurosport-Experte.
Aber: "Innerhalb dieser Tour gibt es brutal schwere Etappen und diesen sehr, sehr technischen Auftakt."
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Fotofinish der Topfavoriten: Vingegaard kocht Pogacar ab

Quelle: Eurosport

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wird es bei der Tour de France 2025 keine Bonussprints mehr geben, an denen Zeitgutschriften fürs Gesamtklassement geholt werden können. Bei der vergangenen Frankreich-Rundfahrt standen auf insgesamt vier Etappen Bonussprints an, bei denen jeweils acht, fünf und zwei Sekunden für die ersten drei Fahrer vergeben wurden. Für die Tour 2025 ist nichts dergleichen vorgesehen, so Tour-Chef Christian Prudhomme, der aber nicht ausschließen wollte, dass die Bonussprints künftig wieder ins Tour-Programm zurückkehren könnten.

Tour de France 2025 - alle 21 Etappen:

1. Etappe (Samstag, 5. Juli 2025): Lille - Lille (185 km)
2. Etappe (Sonntag, 6. Juli): Lauwin-Planque - Boulogne-sur-Mer (212 km)
3. Etappe (Montag, 7. Juli): Valenciennes - Dunkerque (172 km)
4. Etappe (Dienstag, 8. Juli): Amiens - Rouen (173 km)
5. Etappe (Mittwoch, 9. Juli): Caen - Caen (33 km/Einzelzeitfahren)
6. Etappe (Donnerstag, 10. Juli): Bayeux - Vire Normandie (201 km)
7. Etappe (Freitag, 11. Juli): Saint-Malo - Mur-de-Bretagne (194 km)
8. Etappe (Samstag, 12. Juli): Saint-Meen Le-Grand - Laval (174 km)
9. Etappe (Sonntag, 13. Juli): Chinon - Chateauroux (170 km)
10. Etappe (Montag, 14. Juli): Ennezat - Le Mont-Dore (163 km)
1. Ruhetag in Toulouse (Dienstag, 15. Juli)
11. Etappe (Mittwoch, 16. Juli): Toulouse - Toulouse (154 km)
12. Etappe (Donnerstag, 17. Juli): Auch - Hautacam (181 km/Bergankunft)
13. Etappe (Freitag, 18. Juli): Loudenvielle - Peyragudes (11 km/Einzelzeitfahren)
14. Etappe (Samstag, 19. Juli): Pau - Luchons-Superbagneres (183 km/Bergankunft)
15. Etappe (Sonntag, 20. Juli): Muret - Carcassonne (169 km)
2. Ruhetag in Montpellier (Montag, 21. Juli)
16. Etappe (Dienstag, 22. Juli): Montpellier - Mont Ventoux (172 km/Bergankunft)
17. Etappe (Mittwoch, 23. Juli): Bollene - Valence (161 km)
18. Etappe (Donnerstag, 24. Juli): Vif - Courchevel Col de la Loze (171 km/Bergankunft)
19. Etappe (Freitag, 25. Juli): Albertville - La Plagne (130 km/Bergankunft)
20. Etappe (Samstag, 26. Juli): Nantua - Pontarlier (185 km)
21. Etappe (Sonntag, 27. Juli): Mantes-la-Ville - Paris/Champs Elysees (120 km)
(mit SID)
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Watch: Stage-by-stage guide as Tour de France 2025 route revealed

Quelle: Eurosport


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